Aleppo und Stalingrad

Beim Kampf um Aleppo gibt es keine Guten. Das geringere Übel ist wohl Assad, so wie es bei Stalingrad Stalin war.

Bildergebnis für stalingrad

Freilich hätte es für Syrien bessere Lösungen mit weniger Toten und weniger Flüchtlingen geben können. Die USA hätten als immer noch stärkste Militärmacht der Welt mit einem entschiedenen Einschreiten am Anfang des Konflikts wohl erfolgreich sein können.

Das hätte allerdings bedeutet, dass die Muslimbrüder bei demokratischen Wahlen an die Macht gekommen wären. Gedankt hätten es die hochmütigen Muslimbrüder den USA wohl kaum – sowie auch die Schiiten im Irak antiwestlich eingestellt blieben.  Russland wäre wegen Assad noch beleidigter gewesen als bei Saddam – und Obama hätte die Friedens-Agenda seiner linken Wähler verraten.

Letztlich musste es daher so kommen, wie es kommen musste. Wenn man nicht bereit ist, den Undank der Welt auszuhalten, obwohl man das Richtige täte und daher lieber nichts tut, sollte man allerdings auch aufhören, hehre Ziele zu postulieren und sich stattdessen mit dem geringeren Übel (Assad und Putin) abfinden, um das wesentlich schlimmere Übel zu bekämpfen. Das sind in Syrien die Dschihadisten (nicht nur der IS) und der islamistische Sultan in der Türkei.

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17 Antworten to “Aleppo und Stalingrad”

  1. chrisamar Says:

    Syrien ist von 1,5 Millionen islamistischer Araber, welche aus dem Irak einmarschierten destabilisiert worden. Diese Araber haben denn Terror dort gestartet und terrorisieren bis heute Syrien. In Aleppo haben sich diese Terroristen verschanzt. Jeder Zivilist der sich bewaffnet und Bürger tötet, ist ein Terrorist und kein „Rebell“. Würden diese Terroristen heute aufgeben, wäre morgen Frieden in Syrien. Die Syrien Politik des Merkel-Regime provoziert vorsätzlich den Konflikt zwischen der westlichen Welt, der islamischen Welt und mit Russland. Dabei ist das Ziel, so wohl Syrien, als auch der westlichen Welt, einen größt möglichen Schaden zuzufügen. Statt den IS zu bekämpfen, wird Assad und damit das säkulare Syrien bekämpft. Das Merkel-Regime steht für Korruption, Sabotage und für totalitäres Gedankengut und ist darum zu recht, international isoliert. Mehr als 80% der Deutschen Bürger, lehnen die Politik des Merkel-Regime ab. Aus den genannten Gründen. Gestern ist es der Syrischen Armee gelungen, die Stromverbindung von Aleppo zu kappen. Jede von Assad gewonnene Schlacht begrüße ich sehr und hoffe, dass der Terror dort ein Ende findet. Was die Menschen in Syrien, aber nicht nur dort, wirklich brauchen, sind Schutzzonen und intelligente Systeme. Dazu zählen in erster Linie Grenzanlagen, wie diese von Airbus sehr erfolgreich verkauft werden. Was die Welt nicht braucht, ist das Merkel-Regime.

    • Tourix Says:

      Wenn ich mich recht entsinne, dann waren es nicht Iraker, sondern unzufriedene Studenten, die Reformen erzwingen wollten, mit denen der Syrienkrieg losging.
      Merkels Syrienpolitik beschränkt sich neben einigen Bermerkungen und Hilfszahlungen in bescheidener Unterstützung der Amis (deswegen der militärische Stützpunkt in der Türkei).
      Und die Amis haben von Anfang an versucht die gemäßigten Rebellen zu unterstützen. Später kam der Kampf gegen die IS dazu, was schnell der einzige Hauptzweck der westlichen Syrienpolitik (auch militärisch) wurde..

      • chrisamar Says:

        Ihre Informationen sind falsch. Die Invasion der 1,5 Millionen islamistischer, junger Männer aus dem Irak, hat Syrien destabilisiert. Es waren keine „Studenten“. So viele Studenten gibt und gab es gar nicht in Syrien. Merkels Unterstützung im Irak besteht darin, den Kurden Waffen geliefert zu haben, welche die weder brauchten noch wollten. In Syrien findet ein Stellvertreter Krieg statt. Die islamistische Welt, der Iran gegen den Westen. Putin gegen den Westen. Und die Türkei, welche Syrien ausraubt und anti-westlich agiert. Frau Merkel mitten drin. In der totalitären, islamischen Welt, fühlt sie sich wohl. Das kennt sie ja aus ihrerm Leben als IM Erika. Schon der Begriff „gemäßigte Rebellen“ ist falsch. Es sind Terroristen. Im übrigen habe ich noch nie einen Syrer getroffen, der nicht hinter Assad steht.
        Mit freundlichem Gruß!

      • Tourix Says:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_des_B%C3%BCrgerkriegs_in_Syrien_2011
        Demnach begannen die syrischen Truppen im Juni / Juli 2011 mit dem Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Im Oktober wurde durch desertierte Soldaten zurückgeschossen.
        2013 begann die IS ihren Krieg von Irak (seit 2008) nach Syrien auszuweiten.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_(Organisation)#Islamischer_Staat_im_Irak_.282006_bis_2013.29

      • salamshalom Says:

        @Tourix
        Oder auch ganz anders…http://www.uweness.eu/maerchen-ueber-syrien.html
        Wenn du Syrer nach den „monatelangen, friedlichen Anfängen der der syrischen Revolution“ fragst,wundere dich nicht, wenn sie dir ins Gesicht lachen.

        @chrisamar
        Ich kannte auch schon mal den einen oder anderen Syrer, der gegen Assad war (deckt sich mit der Meinung vieler, dass deren Zahl nicht die 20% aller Syrer übersteigen dürfte).
        Wenn ich sie heute treffe, dann wird unisono zu Protokoll gegeben: “ hätten wir das alles vorher gewusst… „, “ die Amis haben es wieder getan. Schön die Muslime gegeneinander aufwiegeln“ oder “ wir hatten ein Leben, eine Arbeit, ein Land. Verflucht sei die Minute, in der wir `deren` Freiheit wollten“…

        Ich, und viele andere, sagen immer wieder: Lasst die Syrer wählen.

      • Tourix Says:

        @ Salamshalom
        Ihr Link bestätigt die anfänglichen Geschehnisse wie mein Link. Allerdings werden durch Hervorhebung einzelner Gewalttaten die Rebellen verteufelt. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass in Syrien nicht erst seit dem Aufstand Menschen durch Geheimdienst und Assad nahestehende Millizen Menschen willkürlich verhaftet, gefoltert und ermordet wurden.

  2. Salamshalom Says:

    Wie ist es eigentlich zu erklären, dass „der intelligente Mensch“ offensichtlich nicht in der Lage ist, offen vor ihm ausgebreitete Fakten zu erkennen, zu speichern und in einer Transferleistung in seinen Erfahrungskortex zu transportieren und somit sein zukünftiges Handeln und Beurteilen der Realität anpasst und verbessert?
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59435
    Wenn die „freie Welt“ noch nicht einmal in der Lage ist, eine kleine „demokratisierte“ Region auf dem eigenen Kontinent in zwei Dekaden und nach aktiver Einmischung zu organisieren und zu reparieren, wie, in Gottes Namen, kommen manche immer wieder zu der absurden Idee, eine „frühe Einmischung“ dieser freien Welt hätte fern der Heimat die Lösung gebracht?
    Dabei ignoriert man die Musterschablonen Iraq, Afghanistan und Libyen auch gleich noch mehrfach!?
    Unbegreiflich… es sei denn, der Mensch ist eben nicht intelligent!

    • Tourix Says:

      Wir „Wessis“ sind halt nicht in der Lage in diesen Regionen eine Demokratie einzuführen. So ungern ich das auch sage, diese Staaten benötigen einen Diktator – einen gemäßigten. Aber das können wir auch nicht. Also lassen wir den Arabern ihre Diktatoren.

    • salamshalom Says:

      @Aron
      aus aktueller Sicht hast du das richtig erkannt. Nur: Diese bahnbrechende WEISHEIT ist nicht neu…
      Womit nochmals die Frage gestellt werden soll: Wer berät die Führungen der westlichen „Supermächte“? Donald Duck?

  3. arprin Says:

    Ich denke, der Grund, warum die Iraker keine liberalen Demokraten wurden ist nicht Undankbarkeit, sondern dass einerseits viele gar nicht einen Sturz Saddams wollten, z.B. die Sunniten, und dass andererseits die, die froh über seinen Sturz waren und wohl wirklich Dankbarkeit empfanden, deshalb nicht die Pflicht sahen, das politische System Amerikas einzuführen. Das eine folgt auch nicht logisch auf das andere. Stalin hat Hitler aus Osteuropa verjagt, trotzdem wollten die Osteuropäer keinen Kommunismus. Die Iraker waren eben keine liberalen Demokraten, sie hatten ihre eigenen politischen Vorstellungen. Deutschland hatte, auch wenn es aufgrund der Zeit unter Hitler kaum vorstellbar erscheint, 1945 mehr demokratische Tradition als Irak 2003.

    In Syrien hätte es ohne Assad auch keine liberale Demokratie gegeben. Aber die Alternative dazu war, im Gegensatz zu Irak 2003, der Bürgerkrieg. Selbst eine Muslimbrüder-Herrschaft wäre nicht schlimmer gewesen als der Bürgerkrieg und der IS. Und da es die Kurden und die Minderheit der Alawiten, Christen und Schiiten gab und Syrien traditionell säkularer war als z.B. Ägypten, wäre es gut möglich gewesen, dass die MB, wie in Tunesien, nicht die Mehrheit errungen hätten. Dass diese Option lange vorbei ist, heißt nicht, dass sie doch richtig gewesen wäre. Wobei ich gar nicht von einer direkten westlichen Intervention rede, man hätte aber der Opposition mehr helfen können.

    Heute kann man nur die Kurden unterstützen. Eine Kooperation mit Assad und Putin macht Sinn, wenn es gegen den IS geht, aber Assad und Putin haben kaum ein Interesse am Kampf gegen den IS. Und die anderen Rebellengruppen sind nicht schlimmer als das Amalgam aus Assad, Hisbollah, Iran und den Schiiten aus Irak und Afghanistan. Da verdient keiner Unterstützung.

    • Tourix Says:

      Man hätte Irak in 2 Staaten teilen sollen. Einen sunitischen und einen schiitischen Staat. Vielleicht noch einen kurdischen Staat dazu. Dann hätte es viele Probleme und Kriege nicht oder nur abgeschwächt gegeben.

  4. Olaf Says:

    Ich hab keine Ahnung, was da in Aleppo und Bleppo los ist. Ich seh nur die vielen Moslemmänner hier, die angeblich syrische Akademikerinnen sein sollen und zweifle.

  5. heinzelmann Says:

    man kann sich auch um seinen eigenen scheiss kümmern, logisch, dass Hebräer für Interventionen sein müssen, ist historischnachvollziehbar, aber warum sollen Christenkinder für fremde Kulturen sterben? Judeo-Neocons können Seiten füllen, aber selbst doch nicht kämpfen! Wieviel einfache US-Soldaten sind Juden?

  6. heinzelmann Says:

    Aron: Mein Ton war vielelicht zu aggresiv! Die US-Armee gehört der Mhrheitder Bevölkerung, nicht nur kriegsfördendne Minderheiten! Es gibt kein Naturgesetz, dass die USA sich weltweit positionieren muss, dürfte auch bei Umfareg nicht merhheitsfähig sein! Die Überbetonugn Isarels, ja, die Shoa war ein Mega-Verberchen, hier aber unwichtig im Moment, muss nicht im Interesse deutsch-schwedischer Framer im Mittelwesten und ital.-irischer Arbeiter in New-York sein! USA lebt besonders von Soft-Power, Du als Nicht Ami, da fällt mir der kriegsgeile Broder ein, willst die USA als Werkzeig deiner Einstellungen sehen! Da lob ich mir Trump!

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