Enteignet Augstein

Wenn man einen Heuchler wie Augstein als „Heuchler“ bezeichnet, wird man schnell zum „Hitler“:

Da rief ein Mann im Saal „Heuchler“, und plötzlich skandierte ein Chor immer wieder dieses Wort: „Heuchler.“

Zwei Reihen im Publikum erhoben sich, Schilder wurden gereckt, Fäuste geballt, Parolen gebrüllt. Aber das waren lauter nett aussehende, adrette junge Leute. Sie hielten ordentlich ihre Schilder. Sie brüllten ordentlich. Und als man sie des Saales verwies, gingen sie ordentlich davon. Darf ich vorstellen: die „Identitäre Bewegung“, unsere neuen Nazis.

(Jakob Augstein – SPON)

Die neuen Nazis ließen sich also ordentlich des Saales verweisen, ohne ihren politischen Gegnern gleich die Gesichter zu brechen.

Erdige linke Nazis halten sich hingegen an die traditionellen braunen Methoden:

Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge muss nach einem Angriff vor rund zwei Wochen am Gesicht operiert werden. Eine Jochbeinfraktur sei erst bei einer zweiten Untersuchung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz festgestellt worden.

Laut Polizei schlug ihm ein Angreifer mit der Faust ins Gesicht und trat nach ihm. Junge erlitt je ein Hämatom (Bluterguss) unter einem Auge und an einem Schienbein.

(Focus)

Augstein fühlt sich als verfolgtes Opfer, weil seine Medienmacht in einem Essay kritisiert worden war und seine Radio-Sendung durch einen friedlichen Protest gestört worden war.

Margot Käßmann und ich selbst waren nicht durch Zufall das Ziel der Aktion.

Am Ende aber läuft es schlicht auf die Ausschaltung des Gegners hinaus – vor allem die Ausschaltung der unabhängigen Medien.

Wie war das noch schnell bei Springer?

Nachdem der Versuch, die Redaktionen im Hochhaus zu stürmen, gescheitert ist, beginnen Demonstranten, Steine auf die gläserne Fassade der Eingangshalle sowie die Fenster der unteren Stockwerke zu werfen. Schnell sind die stabilen Scheiben zertrümmert. Einige Dutzend Demonstranten schmeißen mit den Pflastersteinen, andere reichen ihnen weitere „Munition“ zu.

Während an der Eingangshalle das Glas splittert und die Springer-Angestellten hinter Gästesesseln Schutz suchen, verlagert sich das Interesse der Demonstranten auf die andere Seite des großen Verlagsgebäudes: die Druckerei. Heute darf keine Springer-Zeitung ausgeliefert werden, lautet die Parole, die nun von Mund zu Mund weiter gegeben wird. Michael Müller sieht, wie ein Demonstrant mit wutverzerrtem Gesicht eine Fensterscheibe im Druckereigebäude eintritt; wenig später fliegen Steine und brennende Fackeln hinein. Mehrfach müssen Drucker in dieser Nacht mit Feuerlöschern verhindern, dass die gewaltigen Papierrollen, die hier liegen, in Flammen aufgehen. Eine Brandfackel fliegt in einen offenen Behälter mit petroleumgetränkten Putzlappen. Geistesgegenwärtig greift ein Arbeiter sofort ein – und verhindert damit eine verheerende Explosion.

(Die Welt)

 

Bildergebnis für springer verlag feuer

 

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12 Antworten to “Enteignet Augstein”

  1. medforth Says:

    Hat dies auf Jihad Watch Deutschland rebloggt.

  2. chrisamar Says:

    Bravo!

  3. Salamshalom Says:

    Springer, Spiegel, öffentlich-rechtliche Medienanstalten… wo bitte schön soll denn da ein Unterschied herrschen?
    Alle diese „Qualitäts- und Leitmedien“ haben das gleiche Problem: Die stark progrediente Divergenz in den letzten Jahren zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung.
    Abzulesen anhand des Leser-Kommentarbereiches eines praktisch jeden relevanten Beitrages. Und zwar völlig egal ob der Beitrag in der Welt, dem Spiegel oder der Tagesschau-Metaebene erschienen ist.
    Die Medien haben im Allgemeinen ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem. Da spielt das Deckblatt keine Rolle mehr.

    • Tourix Says:

      Sehe ich nicht so. Die Zeitungen, bzw. deren verantwortlichen Moderatoren, Autoren und Journalisten schreiben grundsätzlich keine Lügen, aber sie beeinflussen die Artikel durch Verharmlosung, heben durch Betonungen hervor, oder auf viele anderen subtilen Möglichkeiten. Das kann dann der jeweils persönliche Meinung, oder der vorgegebenen Zeitungslinie entsprechen.
      Es geht übrigens auch mit weniger Fremdwörter🙂

      • American Viewer Says:

        Das ist jetzt reichlich verkompliziert und verschleiert ausgedrückt. Man könnte auch einfach mit drei klaren Wörtern sagen was Sache ist: Die Journalisten lügen.

      • aron2201sperber Says:

        die BILD schrieb wie die Krone in Österreich dem Volk nach dem Maul (was ihr von den seriösen Journalisten, die es immer besser wussten, furchtbar übel genommen wurde)

        Politiker wussten früher das die Meinung des Volkes mehr zählt, als die Meinung von Journalisten.

        die BILD äffte jedoch immer mehr ihre seriösen Kollegen nach – und die Politiker verlieren jede Orientierung

  4. Tourix Says:

    Augstein ist ein Ideologe, der seine Ideologie überall hinein interpretiert, ohne auf Gegenargumente – oder Wahrheiten zu achten.
    Das Problem ist, nur, dass er gleichgeartete Gesinnungsgenossen bestätigt und somit festigt.
    Der Spiegel hat zum Glück als fähiges Gegengewicht noch den Jan Fleischhauer.

  5. American Viewer Says:

    Was für ein elendiger Heuchler. Er bestätigt es jede Woche. Und immer wenn man glaubt es geht nun langsam nicht mehr tiefer, gräbt Augstein einen neuen Schacht neben dem sogar der Marianengraben alt aussieht.

  6. Olaf Says:

    Augstein kämpft mutig an vorderster Front gegen Hitler. Klar, die Drogen gefallen Jakob dem Lügner.

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