Nazis von heute und Alternativen von gestern

Ich habe die „Identitären“ Nazis genannt. Man muss mit dem Wort vorsichtig sein. Es sind nicht alle, die eine andere Meinung haben, Nazis. Aber hier trifft es zu. Diese Leute predigen weder Eroberungskrieg noch Judenmord. Ihre Ideologie heißt „Ethnopluralismus“. Jedes Volk hat ein Recht auf seinen eigenen Raum – und soll da auch bitte bleiben.

(Jakob Augstein, 2016)

„Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

(Helmut Schmidt, 2005)

Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wir ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.

(Angela Merkel, 2003)

6 Antworten to “Nazis von heute und Alternativen von gestern”

  1. Tourix Says:

    Was zeigt, dass Helmut Schmidt einen gesunden Menschenverstand hatte, Merkel 2003 auch – naja und der Augstein …
    Diese Identitären und neue Rechten finde ich interessant. Man findet leider wenig über diese Gruppierungen. Aber anscheinend distanzieren sie sich von pauschalen Rassismus und vom Judenhass.
    Stellt sich natürlich die Frage – stimmt das auch, oder ist das nur Augenwischerei ?
    Jedenfalls scheinen sie tatsächlich eher gemäßigte Neonazis (oder nur Rechte ?) zu sein.

    • aron2201sperber Says:

      vielleicht sind es tatsächlich Nazis. Ich kann natürlich nicht in ihre Köpfe schauen.

      Augstein macht ihre Nazi-Ideologie jedoch an Äußerungen fest, die um nichts radikaler sind als die Äußerungen von Helmut Schmidt.

  2. zrwd Says:

    die systematische Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen ‚linken‘ Ideologie steht noch aus.

  3. Olaf Says:

    Wieso gibt es in England keine „Nazi“, sondern nur „Racist Scum“?
    Ich glaube „Nazi“ ist nur eine sinnlose Beleidigung, auch wenn die Augsteins glauben, sie seien hochpolütüsch, wenn sie „nazen“. In der Bild gibt es immer „Nazi-Bindestrich“, also Nazi-Gold, Nazi-Opa, Nazi-Katze, Nazi-Wurstbrot etc.., niveauloser Bildzeitungsmüll eben, eine Ebene mit Augstein.

  4. Pathtetisch, pathologisch, putinistisch | Aron Sperber Says:

    […] Maas betätigt sich allerdings auch schon jetzt als Säuberer der sozialen Medien, und Augstein denunziert für seinen Minister regelmäßig die „Nazis“, die man ausschalten […]

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