Der antikapitalistische Kapitalist

George Soros hat von der freien Marktwirtschaft profitiert. In den USA hatte er trotz seiner Herkunft als kleiner jüdischer Auswanderer aus Ungarn alle Chancen gehabt und diese auch genützt.

Daher läge der Gedanke nahe, dass er das System, das gut für ihn war, auch anderen zugute kommen lassen wollte:

Erstens habe ich Soros einst als netten, vertrauenswürdig wirkenden Menschen kennengelernt. Zweitens hatte ich anfangs geglaubt, er würde primär in Osteuropa antikommunistische, prowestliche, rechtsstaatliche und marktwirtschaftsorientierte Initiativen fördern (das Gegenteil hat sich jetzt als richtig herausgestellt).

(Andreas Unterberger)

Der Kapitalismus hat nicht den Anspruch, gut zu sein, auch wenn er in der Praxis viel Gutes schafft.

George Soros ist jedoch ein Kapitalist, der gut sein will. Er schafft damit in der Praxis viel Böses – genauso wie andere Ideologien, die behauptet hatten, die Welt verbessern zu wollen:

 

  • Soros hat viele Gruppen unterstützt, die sich einseitig als Klimapanikmacher engagiert haben.
  • Er hat viele Gruppen unterstützt, die von Griechenland bis Israel die illegale Migration fördern: Das gilt sowohl für Pro-Völkerwanderungsparteien wie auch für Gruppen, deren Aktivitäten sehr nahe an Schlepperei herankommen.
  • Er fördert in Osteuropa Initiativen, die gegen die jetzigen Regierungen arbeiten.
  • Er unterstützt „Occupy Wall Street“, eine linksradikale Gruppe, die mit auch rechtswidrigen Methoden antimarktwirtschaftliche Ziele verfolgt.
  • Er unterstützt viele Gruppen, die sich für Schwulenehe oder (derzeit nur in den USA) Unisex-Toiletten einsetzen.
  • Er unterstützt „Black Lives Matter“, eine Gruppe, die – durchaus erfolgreich – das Ansehen und die Motivation der bisher sehr angesehenen amerikanischen Polizei unterminiert hat, und die hinter einigen Polizistenmorden stecken dürfte.
  • Er ist besonders aktiv, wenn es darum geht, Israel als rassistisch und illegitim zu porträtieren.

Die Zusammenfassung aller so unterschiedlichen und vielfältigen Soros-Initiativen in der „Jerusalem Post“:

„Sie alle schwächen die Fähigkeiten nationaler und lokaler Behörden in westlichen Demokratien, die Gesetze und Werte ihrer Nationen und Gemeinschaften aufrechtzuerhalten. Sie alle wollen die freien Märkte behindern, gleichgültig ob es dabei um finanzielle oder ideologische oder politische oder wissenschaftliche geht. Sie geben dabei vor, im Namen von Demokratie, Menschenrechten, Wirtschaft, rassischer und sexueller Gerechtigkeit und anderen erhabenen Ausdrücken zu agieren. In anderen Worten: Ihr Ziel ist, die westlichen Demokratien zu unterminieren, es den Regierungen unmöglich zu machen, die Ordnung aufrechtzuerhalten, und es der jeweiligen Gesellschaft unmöglich zu machen, ihre eigene Identität und eigenen Werte zu bewahren.“

9 Antworten to “Der antikapitalistische Kapitalist”

  1. Gutartiges Geschwulst Says:

    „Er ist besonders aktiv, wenn es darum geht, Israel als rassistisch und illegitim zu porträtieren.“

    Gibt es dazu Material?

    • aron2201sperber Says:

      ich gehe schon davon aus, dass es eine Zeitung wie die Jerusalem Post auch belegen kann, was sie schreibt:

      As far as Israel is concerned, Soros-backed groups work to delegitimize every aspect of Israeli society as racist and illegitimate. The Palestinians are focal point of his attacks. He uses them to claim that Israel is a racist state. Soros funds moderate leftist groups, radical leftist groups, Israeli Arab groups and Palestinian groups. In various, complementary ways, these groups tell their target audiences that Israel has no right to defend itself or enforce its laws toward its non-Jewish citizens.

      In the US, Soros backed groups from BLM to J Street work to make it socially and politically acceptable to oppose Israel.

      http://www.jpost.com/Opinion/Our-World-Soross-campaign-of-global-chaos-464770

  2. aron2201sperber Says:

    Soros kann mit seinem Geld natürlich machen, was er will.

    er sollte sich jedoch bewusst sein, dass antisemitische Verschwörungstheoretiker nicht zwischen ihm als individuellen „guten Menschen“ und den „jüdischen Kapitalisten“ differenzieren – und es oft genau die Leute, sind, die Soros fördert, die offen für solche Welterklärungsmodelle sind:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/12/15/spiegel-und-merkel-verlieren-die-mitte/

    auch die Nazis hatte es nicht davon abgehalten, den Marxismus als „jüdisch“ anzusehen, obwohl Marx selbst ein Antisemit war.

  3. Marco Says:

    Soros ist das personifizierte Bindeglied zwischen linkem und rechtem Antisemitismus. Ein Raubtier-Kapitalist und politischer Lobbyist, also genau so wie jeder Jude ist, gemäss dem linken Dogma (hinter vorgehaltener Hand versteht sich).

    Auf der anderen Seite setzt Soros sich genau für diese (antisemitische und antikapitalistische) Seite ein und macht sich somit auch zur perfekten Feindfigur für rechte Antisemiten und Verschwörungstheoretiker.

    Sein Einfluss wird durch beide Seiten bewusst überbewertet.

    • aron2201sperber Says:

      sehr gute Beobachtung

    • arprin Says:

      Ja, Soros ist ein Feindbild von Linken und Rechten gleichermaßen. Er erinnert mich an Amnesty oder Al-Jazeera. Die werden auch von beiden Seiten als Propagandaorgane der jeweils anderen Seite dargestellt. Und obwohl man durchaus eine Präferenz feststellen kann, ist doch bei allen der Vorwurf übertrieben, und ihr Einfluss wird überbewertet.

  4. besucher Says:

    Soros hat viele Gruppen unterstützt, die sich einseitig als Klimapanikmacher engagiert haben.
    Er hat viele Gruppen unterstützt, die von Griechenland bis Israel die illegale Migration fördern: Das gilt sowohl für Pro-Völkerwanderungsparteien wie auch für Gruppen, deren Aktivitäten sehr nahe an Schlepperei herankommen.
    Er fördert in Osteuropa Initiativen, die gegen die jetzigen Regierungen arbeiten.
    Er unterstützt „Occupy Wall Street“, eine linksradikale Gruppe, die mit auch rechtswidrigen Methoden antimarktwirtschaftliche Ziele verfolgt.
    Er unterstützt viele Gruppen, die sich für Schwulenehe oder (derzeit nur in den USA) Unisex-Toiletten einsetzen.
    Er unterstützt „Black Lives Matter“, eine Gruppe, die – durchaus erfolgreich – das Ansehen und die Motivation der bisher sehr angesehenen amerikanischen Polizei unterminiert hat, und die hinter einigen Polizistenmorden stecken dürfte.
    Er ist besonders aktiv, wenn es darum geht, Israel als rassistisch und illegitim zu porträtieren.

    wie praktisch dass dort auch sinnvolle Initiativen aufgeführt sind. Aber da es sich um Soros handelt ist das böse: Gebt mir mein Feindbild, dann hat der Tag Struktur.

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