Weltmoralisten statt Weltpolizisten

Die Leute haben von Hillary Clinton die Schnauze voll. Außer Trump würde daher fast jeder republikanische Kandidat mit ziemlicher Sicherheit gewinnen. Und selbst der Medien-Paria Trump ist weiterhin nicht ganz chancenlos.

Als Republikaner weiß man, dass auch die anderen Kandidaten mies dargestellt worden wären. Für den aussichtsreichsten Konkurrenten Ted Cruz hatte man schon die Schublade „erzkonservativ“ bereitstellt.

Die Amerikaner haben auch mitgekriegt, dass ihr Land trotz des Musterschülers Obama um nichts beliebter geworden ist. Obama ist zwar weiter der Liebling der globalen Intelligenzija. Die USA bleibt jedoch der alte Klassenfeind.

Obama hat sein Amt – wie man es sich von ihm auch erwarten durfte bzw. musste – statt als Weltpolizist als Weltmoralist ausgelegt. Statt den Verlust des amerikanischen Sheriffs auszugleichen, hat Europas Führerin mit Obama um den Titel des Weltmoralapostels wettgeeifert.

Obama und Merkel haben eine Politik gemacht, wie sie von linken Medien und NGOs stets gepredigt wurde, auch wenn Amnesty International oder Human Rights Watch im Gegensatz zur US-Armee tatsächlich noch nie etwas zur Absetzung von Menschenrechtsbrechern beigetragen haben, und die islamische Massenzuwanderung für die westlichen Demokratien eine mindestens genauso schwierige und gefährliche Herausforderung darstellt wie die Errichtung von Demokratien in der islamischen Welt.

So wurde ein KGB-Mann trotz Zusammenbruch des Kommunismus zum wichtigsten Mann der Welt. Putin hat zwar in Syrien eine miese Rolle gespielt, indem er seinen Bastard Assad an der Macht gehalten hat. Immerhin hatte er jedoch eine klare Linie.

Ohne die eigene Bereitschaft, selbst gegen Assad einzugreifen, hatte die hochmoralische westliche Forderung nach der Absetzung Assads fatale Folgen. Die Initiative wurde dadurch fragwürdigen Verbündeten wie den Golfstaaten und der Türkei überlassen.

Herausgekommen ist dabei ein von Dschihadisten geführter Bürgerkrieg, der die Opferzahlen des Demokratie-Abenteuers von Bush bei Weitem übertroffen hat, und zur Etablierung eines neuen Taliban-Staates in Syrien und dem Irak geführt hat.

In der Kombination mit Merkels Mutti-Theresa-Syndrom ist Europa dadurch in eine epochale Flüchtlingskrise geraten. Unter dem bösen, dummen Bush und dem unmoralischen, schlauen Schröder waren die Asylzahlen hingegen stetig zurückgegangen.

Trump will sich mit Putin arrangieren. Das ist nicht sehr moralisch, aber sinnvoller als einen destabilisierenden Krieg in Syrien fortzusetzen, bei dem man im Moment die Interessen von Parteien vertritt, die unsere Zivilisation hassen.

Wenn sich selbst Islamisten wie Erdogan mit Putin arrangieren, dann muss der Westen erst recht damit aufhören, Dschihadisten in Syrien zu unterstützen.

Es ist verständlich, dass die USA nach den negativen Reaktionen auf die Absetzung Saddams und der Taliban nicht wieder Weltpolizei spielen wollten.

Weltmoralist kann man jedoch erst spielen, wenn wer anderer die Rolle des Weltpolizisten übernimmt.

20 Antworten to “Weltmoralisten statt Weltpolizisten”

  1. heinzelmann Says:

    „Trump will sich mit Putin arrangieren. Das ist nicht sehr moralisch, aber sinnvoller als einen destabilisierenden Krieg in Syrien fortzusetzen, bei dem man im Moment die Interessen von Parteien vertritt, die unsere Zivilisation hassen“

    Gut ausgedrückt! Absetzung von Diktatoren ist nicht unsere Aufgabe, die eigene Bevölkerung vor Unheil best-möglich zu schützen sollte unsere europ. Hauptaufgabe sein! Hast Du mitbekommen, EU_bürger sollen jetzt 5 Jahre kein Hartz 4 in der BRD bekommen , wäre ich dafür, aber was ist mit Flüchtlingen, gerade denen, die nicht einmal aus Kriegsgebieten kommen?Sind Somalier uns mehr wert als Portugiesen oder Litauer?

  2. aron2201sperber Says:

    solange sich Hillary nicht von ihrem Bill scheiden lässt, braucht sie sich auch nicht über Trumps sexistische Sprüche aufzuregen

    • besucher Says:

      Ist eigentlich Bill Clinton Kandidat oder Hillary?

      Wie kommt dieser Ted Cruz eigentlich in die Schublade „erzkonservativ“? Wie war der Spruch nochmal mit „Wenn etwas quakt wie eine Ente, wenn etwas watschelt wie eine Ente…“?

      Warum müssen die Zustände im Westen überall so werden wie in Putinistan oder bei Erdowahnsinnigen:
      Schutz und Trutz: Selbstmord aus Angst vor dem Tod?

      • aron2201sperber Says:

        leider Hillary – Bill war wenigstens charmant

      • aron2201sperber Says:

        „erzkonservativ“ sind alle normalen Konservativen.

        gute Konservative sind nur verkappte Grüne wie Merkel.

        als „religiös konservativ“ bezeichnet man die Islamisten in der Türkei und im Iran.

        Konservative Israelis und Polen sind hingegen „ultrakonservativ“

      • Olaf Says:

        Die deutsche Lügenpresse hat für die Israelis ja das Wort „ultranationalistisch“ erfunden. Für die BRD haben sie „rechtspopulistisch“ erfunden, was sie jetzt weltweit ausweiten. BRD-Lügenwörter, für die ganze Welt, pervers. Oder Multi-Kulti, was ja eigentlich Multi-Unkulti ist.

  3. heinzelmann Says:

    aron: Kann sein, dass mit der Ösi-Flüchtlingshilfe. Wieso aber besser als EU-Ausländer stellen?

  4. Olaf Says:

    Mike Pence sieht aus und wirkt wie ein Präsident, und er würde bestimmt gegen Hillary gewinnen. Aber er ist nur Vize-Kandidat, und wenn Trump nicht zurückzieht, dann kriegen die Amis wohl Hillary die Schreckliche.

  5. salamshalom Says:

    „Ohne die eigene Bereitschaft, selbst gegen Assad einzugreifen, hatte die hochmoralische westliche Forderung nach der Absetzung Assads fatale Folgen. Die Initiative wurde dadurch fragwürdigen Verbündeten wie den Golfstaaten und der Türkei überlassen.“

    So so, hochmoralisch also… der Westen:
    http://www.jpost.com/Opinion/Jerusalem-Post-Editorial-Saudis-and-the-Jerusalem-Post-470084
    Je hochmoralischer seine Fordrungen, desto niedermoralischer seine Bündnisse.
    Und je niedermoralischer seine Bündnisse, desto fataler die Folgen seiner Außenpolitik.

    • aron2201sperber Says:

      der Irak-Krieg war wohl ein Fehler. Wenn man findet, dass Diktaturen für Syrer und Iraker das passende System sind, muss man allerdings so konsequent sein und sich eingestehen, dass sie dann wohl auch nicht in unsere Gesellschaft passen bzw. wir auch Saddams oder Assads bräuchten, um mit unseren Muslimen fertig zu werden.

  6. heinzelmann Says:

    aron: die Christen und bestimmte Gebildete aus diesen Ländern mögen sicher passen! sehe mal hin, Arbeitslsoe werden bei uns abgeschrieben, Nomadenclans aus Somalia sollen uns weiterbringen, siehst Du die Ironie?

  7. Warum Trump die Alternative für die USA war | Aron Sperber Says:

    […] Syrien das geringere Übel als die Terroristen. Mit Clinton wäre das unnütze und gefährliche Moralisieren wegen Aleppo wohl ewig […]

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