Obamas Hinterlassenschaft

Obama war zwar der Liebling der globalen Intelligenzija. Die USA bleibt jedoch der alte Klassenfeind.

Obama hat sein Amt – wie man es sich von ihm auch erwarten durfte bzw. musste – statt als Weltpolizist als Weltmoralist ausgelegt. Statt den Verlust des amerikanischen Sheriffs auszugleichen, hat Europas Führerin mit Obama um den Titel des Weltmoralapostels wettgeeifert.

Die „roten Linien“, die Obama gezogen hatte, wurden (zu Recht) nie ernst genommen.

Dabei wäre Assad Jr. im Gegensatz zu Saddam oder Gaddafi wahrscheinlich am liebsten rasch ins Exil gegangen, statt sich einen Bürgerkrieg gegen die sunnitische Bevölkerungsmehrheit anzutun.

Aufgrund Obamas offenkundiger Schwäche war es für Putin und die Mullahs leicht, Assad vom Weitermachen zu überzeugen.

Der jahrelange Konflikt in Syrien hat zu einer Etablierung eines neuen Talibanstaates geführt, der mittlerweile auch auf den Irak übergeschwappt ist.

Obamas Nachfolger wird den Terrorstaat in seiner Verlassenschaft übernehmen, so wie Bush auch den afghanischen Talibanstaat zuvor von Bill Clinton geerbt hatte.

Bush und Blair hatten sich mit dem ambitionierten Projekt eines demokratischen arabischen Vorzeige-Staates im Irak zweifellos übernommen.

Trotzdem wurde Obama ein geordnetes Land übergeben, nachdem Bush (gegen die Stimmen der Demokraten) den Terror 2007 durch die Surge-Strategie erfolgreich eingedämmt hatte.

Idioten wie Todenhöfer, die Bush für den Terror-Staat von heute verantwortlich machen wollen, hatten den Terror von damals übrigens als edlen „Widerstand gegen die fremden Besatzer“ beschrieben, obwohl sich der Terror zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung richtete.

Todenhöfers edle „Zaids“ von damals gehörten zur selben Mörderbande, bei der Todenhöfer auch aktuell wieder zu Besuch war.

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14 Antworten to “Obamas Hinterlassenschaft”

  1. besucher Says:

    Dafür dass es im Kongress und Repräsentantenhaus fast nur totale Blockade von Seiten der teapartydurchseuchten GOP gab hat Obama allerdings viel erreicht.
    Der Flaschengeist der Tea Party benutzt den Rest der GOP wie eine Raketenstufe die er abgebrannt hinter sich lassen möchte.
    Das sollte der GOP eine Lehre sein.

    http://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-in-den-usa-1-4-der-lange-weg-zur.1184.de.html?dram:article_id=364453

    • aron2201sperber Says:

      obwohl die Ära Bush durch den schlimmsten Terroranschlag der Geschichte geprägt war, blieb die USA unter Bush ein starkes offenes Land, in dem ein Schwarzer mit einem arabischen Namen Präsident werden konnte.

      heute ist Amerika schwach (wie es sich die ganzen USA-Hasser) stets gewünscht hatten.

      nach 8 Jahren Obama hat ein Typ wie Trump ernsthafte Chancen zum Präsidenten gewählt zu werden.

      lustig ist, dass die besonders Linksradikalen wie Hollywood-Kommunistin Susan Sarandon und Spiegel-Kolumnist Jakob Augstein im Sinne des „Friedens“ zu Trump halten.

      auch wenn Putins Russland außer Putins KGB-Vergangenheit nichts mehr mit Kommunismus zu tun hat, sondern für typisch rechte Eigenschaften steht, ist „Frieden“ immer das, was Moskau vorgibt.

      wie es Clinton nichts nützt Bestandteil der allen linken Vorstellungen entsprechenden Obama-Administration gewesen sein, würde es Merkel auch nichts nützen, Augsteins Kurs gefolgt zu sein.

      im Zweifel würde Augstein auch für Petry und gegen Merkel schreiben, wenn dies im Sinne des Friedens bzw. Moskaus wäre.

    • American Viewer Says:

      Im (vor allem zu Beginn) durchaus korrekten Artikel des geschätzten Hannes Stein werden alle von dir behaupteten Themen (Obama, Tea Party und Kongress-Blockade) mit keinem Wort erwähnt. Es ist auch nichts erwähnenswert, weil die Parteien blockieren sich immer im Parlament, wenn die Wahlergebnisse es zulassen. Das ist in Deutschland genauso. Sonst bräuchte man keine verschiedenen Parteien, es würde Einheitspartei reichen.

      Entweder deine Lesekompetenz geht gegen Null oder du hast den Artikel erst gar nicht gelesen. Vielleicht solltest du Artikel zur Abwechslung einmal real und sorgfältig lesen, anstatt es immer deinen dummen Vorurteilen zu überlassen und deiner phantasievollen Einbildung zu überlassen, was du gerne gelesen hättest.

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        @American Viewer

        Der Artikel von Hannes Stein ist wirklich nicht schlecht! Er hätte vielleicht noch erwähnen können, dass auch George Wallace, überzeugter Rassist und Präsidentschaftskandidat von 1968, der Demokratischen Partei angehörte.

      • American Viewer Says:

        Das hat er doch geschrieben:

        „Die Wahrheit ist: Die Demokraten waren noch in den 60er-Jahren eine zutiefst rassistische Partei. Nehmen wir etwa George Wallace. Er war Demokrat und Gouverneur von Alabama – und er ließ 1965 die schwarzen Bürgerrechtler von Selma mit Tränengas beschießen und niederknüppeln. Seine entschiedensten Gegner waren die republikanischen Abgeordneten im Kongress.“

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        @American Viewer

        Ich werde alt!

  2. American Viewer Says:

    @aron
    Sehr treffender Artikel!

  3. salamshalom Says:

    Obamas Hinterlassenschaft ist Bush`s Hinterlassenschaft, ist home made Hinterlassenschaft.
    Als wenn ein US-Präsident allein Kraft seiner Person sich je gegen all` die elitären, halb- oder total konspirativen, washingtonautarken Politzirkel durchsetzen könnte. Die Schwäche der USA resultiert eben genau aus diesem unhalbaren Zustand heraus.
    Und dass Obama für Wischmob-Trump verantwortlich gemacht wird, ist genau so korrekt wie die Aussage, er ist für Clinton und für die Aufdeckung von Dieselgate verantwortlich.
    Ich dachte immer, in den USA entscheidet das Volk über seine Führer, und nicht der Mann im weißen Haus…

  4. heinzelmann Says:

    Aron: was gehen mich Konflikte außerhalb meines Gebietes an, kann ich eh nicht beurteilen, wundere mich, das ihr neocons, die selber nicht kämpfen könnt, uns Europäer, die größten Kulturen überhaupt, in fremde Konflikte bringen wollt! Wir Europäer müssen selber mehr in Militär und Gheimdienste investieren, die raumfremde Supermacht, im Bodenkampf die schwächste aller Zeiten, bringt uns nicht weiter. Länder wie Litauen usw wären auch von der Supermacht nicht zui verteidigen. Die Nato kannals reine Verteiduugnseinheit bestehen bleiben, obwohl ich nicht daran hänge, aber mich interesseren nur eigene Interessen, bin realist, lehne eure Moral, ohne Eigenpower ab!Trump wurde reich, MCdoof spielt heute noch Kriegsheld, welcher weiße Ami kämpfte in Vietnam usw. wirklichauf dem Boden, dort wo die Helden wachsen! Ich will keineUSTruppen hier, auch keine Brasilianer, Australier usw. Wollen die Polen usw die, bitte selber bezahlen!Europa zuerst, wenn ich auch bestimmten Osteuropäern zurufe, wir schützen euch nicht, obwohl wir im Bodenkampf stärker sein dürften als die USa!Bin aber ein Fan deiner offenen Blog-Kultur! Andere Meinungen müssen nicht zum Streit oder Ablehnugn führen!

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