„Fake News“ und „Fakten“

Den Bericht einer Dortmunder Tageszeitung über die Silvesternacht deutet ein rechtes US-Nachrichtenportal um, von dort gelangt die Nachricht nach Österreich und schließlich zurück nach Dortmund. Ein Lehrstück über „Fake News“.

Dass in Dortmund tatsächlich vereinzelt „Allahu Akbar“ gerufen wurde, nahmen die Autoren der Artikel zum Anlass, die Menschen dort in Verbindung mit Terroristen zu rücken.

Fakt ist: „Allahu Akbar“ steht im Islam für „Gott ist groß“ oder „Gott ist größer“ und ist im muslimischen Glauben so normal wie das „Amen“ im christlichen Glauben und wird tagtäglich von Millionen Muslimen ohne Verbindung zu Islamismus und Terrorismus verwendet.

(N-TV)

Den Unterschied zwischen „Fake News“ und „Fakten“ könnte der Journalist unterstreichen, indem er an einem belebten Platz mit vielen Muslimen (z.B. Moabit) selber „Allahu Akbar“ brüllt.

Die Menschen würden bestimmt völlig gelassen reagieren, zumal „Allahu Akbar“-Brüllerei im Islam ja völlig normal ist.

Zu behaupten, FSA-Fahnen schwingende Syrer würden die „Befreiung Aleppos feiern“, war auch eine ganz besondere journalistische Glanzleistung.

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9 Antworten to “„Fake News“ und „Fakten“”

  1. American Viewer Says:

    An diesem Beispiel sieht man ziemlich exakt, worum es den Politikern und MSM beim Thema „Fake News“ in Wirklichkeit geht: Um das Unterbinden von anderen Blickwinkeln.

    Kaum bis keine Information am Breitbart-Artikel ist ein Fake, schon gar nicht ist der Artikel mehr Fake als das was die deutschen Medien zum Thema abgeliefert haben (so war es im Fall Lisa bekanntlich auch).

    Es ist einfach eine andere Meinung, eine andere Deutung, ein anderer Blickwinkel und diese anderen Blickwinkel sollen so weit wie möglich verhindert werden, die Politiker und Medien wollen ihre 100% Deutungshoheit (und damit Machthoheit) behalten.

    Ob sich diese altmodische Form der Herrschaft in Zeiten des Internets dauerhaft aufrechterhalten lässt, wird man sehen.

    Jedenfalls schon mal einen großen Dank an die Politiker und MSM für die sehr gute Breitbart-Werbung.

    • aron2201sperber Says:

      den ntv artikel hätte man auch unkommentiert als satire veröffentlichen können, so hilflos wirkt er

      • salamshalom Says:

        „Zu behaupten, FSA-Fahnen schwingende Syrer würden die „Befreiung Aleppos feiern“, war auch eine ganz besondere journalistische Glanzleistung.“
        Wahnsinn, oder?
        Kanst du dir auch nur im Geringsten vorstellen, was ein solch desaströses „investigatives“ Niveau im Hinblick
        auf alles, was berichtet wird, bedeutet?

  2. American Viewer Says:

    Auch sehr gut: Best of Fake News 2016

    https://arprin.wordpress.com/2016/12/30/die-besten-fake-news-2016/

  3. Olaf Says:

    Deutsche Lügenpresse gegen Breitbart, mal sehen wer gewinnt. Breitbart hat bisher nur angekündigt in der BRD zu agieren, und schon geht der BRD-Lügenpresse der Arsch auf Grundeis, und sie starten peinliche Propaganda-Manöver um die grünen Schafe vom Breitbart-Sheperd fernzuhalten.

    • aron2201sperber Says:

      im Print-Spiegel war ein Anti-Breitbart-Artikel, der schon grotesk überzeichnet war.

      man schießt sich damit ein Eigentor, wenn es die Leute es selbst lesen und sehen können, dass es nicht so ist, wie von Spiegel beschrieben.

      ist ein bisschen wie früher beim Kiffen, wo die Erwachsenen so taten, als ob es sich fast um Heroin handle.

      am Ende glaubt man den Erwachsenen gar nichts mehr.

  4. DerLeopard24 Says:

    Ein paar Worte zur Fake-News Diskussion:

    Das etwa Moskau Fake-News verbreitet ist nichts neues und wird auch von „politisch inkorrekter“ Seite gerne unterschätzt (Putin ist der Gute!). Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl dieses:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Infektion

    Insofern hat die Fake-News-Diskussion schon teilweise ihre Berechtigung.

    Unter Reagan wurde damals eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Desinformation richtig stellen sollte:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Active_Measures_Working_Group

    Und das ist der einzige legitime Weg gegen Fake-News vorzugehen. Alles darüber hinaus kann so leicht in die Meinungsfreiheit eingreifen. Europa ist dafür sogar noch anfälliger, da hier die Meinungsfreiheit im Gegensatz zu den USA sowieso enger ausgelegt wird. Anders geht es nicht, im Zweifelsfall ist es sogar besser Fake-News auszuhalten als zu versuchen, hier die Meinungsfreiheit zu beschneiden.

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