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„Nafri“ Anis Amri

Januar 22, 2017

Die „Welt am Sonntag“ versucht, die deutsche Verantwortung für den Terror von Berlin auf die Italiener abzuschieben:

Die zwölf Menschen, die beim Weihnachtsmarkt-Anschlag von Berlin getötet worden waren, könnten vermutlich noch leben, wenn die italienische Regierung konsequent gehandelt hätte. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ hätte Anis Amri, der spätere Attentäter, bereits im Sommer 2011 nach Tunesien abgeschoben werden können.

Deutschland hätte noch genug Gelegenheiten gehabt, das Nafri-Problem Anis Amri selbst zu lösen bzw. abzuschieben.

Dass die deutschen Behörden dazu zu überfordert waren, lag nicht an den Italienern, sondern an gewissen aktuelleren Entscheidungen der eigenen Regierung.

Auf die italienische Regierung von 2011 hinzutreten, ist besonders ungerecht, zumal die damalige Regierung (Berlusconi) sich redlich bemüht hatte, das Nafri-Problem durch Entsendung von Polizisten nach Tunesien zu stoppen:

Die tunesische Regierung wies am Sonntag den Vorschlag Italiens zurück, eigene Polizisten in das nordafrikanische Land zu entsenden, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen.

Der Sprecher der tunesischen Regierung, Taieb Baccouche, sagte dem Fernsehsender al-Arabija, der italienische Vorschlag sei „inakzeptabel“.

Italiens Innenminister Roberto Maroni hatte angekündigt, er werde das Außenministerium in Tunis um eine Erlaubnis für den Einsatz italienischer Polizisten auf tunesischem Territorium ersuchen. Die Beamten sollten verhindern, dass weitere Flüchtlinge sich auf den Weg nach Europa machten.

Baccouche erklärte daraufhin, die Äußerungen Maronis seien nicht überraschend, da sie von einem Minister der „rassistischen extremen Rechten“ kämen.

(SPON, 14.02.2011)

Statt die damalige italienische Regierung (Berlusconi) dabei zu unterstützen, hatte die damalige deutsche Regierung (Merkel) lieber auf die eigene linksgrüne Presse gehört.

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