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Die unterschätzten Muslimbrüder

März 22, 2017

Wieder einmal plappern sämtliche westliche Medien die Propaganda der „Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Syrien“ nach:

Bei einem Luftangriff auf eine Schule im Norden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 33 Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, waren in dem angegriffenen Gebäude Vertriebene untergebracht. Die Opfer sollen zuvor aus Rakka, Aleppo und Homs geflohen sein. Offenbar waren in dem Gebäude rund 40 Familien untergebracht.

Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Bombardement auf eine Moschee im von Regierungsgegnern kontrollierten Norden Syriens mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Auch in diesem Fall machten Aktivsten US-Flugzeuge für den Angriff verantwortlich.

(Tagesschau)

In Syrien getötete IS-Terroristen und Al-Qaida-Terroristen werden von der ominösen Beobachtungsstelle in England zu zivilen Opfern (hauptsächlich „Frauen und Kinder“) erklärt (auch wenn der Betrieb von Flüchtlingsheimen durch den IS als Thema wohl einigermaßen neu ist).

In Syrien waren die Muslimbrüder zwar militärisch nicht sehr erfolgreich, sie haben allerdings die westliche Berichterstattung über den Bürgerkrieg seit vielen Jahren entscheidend geprägt.

Und zwar nicht über ihren mit Milliarden aus Katar betriebenen Propaganda-Sender Al-Jazeera, sondern über eine sogenannte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die offiziell von einem einzelnen Kleiderverkäufer aus Coventry betrieben wird:

(Osama Ali Suleiman – Betreiber der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“)

Einem Osama mit Dschihadisten-Bart würde man wohl kaum alles unkritisch nachplappern, der Muslimbruder Osama Ali Suleiman wirkt hingegen auf westliche Journalisten offenbar sehr vertrauenserweckend.

Obwohl seine mangende Objektivität und die fehlende Überprüfbarkeit seiner Angaben seit Langem ein Thema sind, hängen die westlichen Medien nach wie vor an den Lippen des Kleiderverkäufers aus Coventry und der dahinter stehenden Muslimbruderschaft.

Muslimbrüder distanzieren sich zwar vom „unislamischen IS“, faktisch ergreifen sie jedoch stets Partei für ihre Brüder im Kampf-Modus, die nach dem Narrativ der Muslimbrüder immer das Opfer „westlicher Angriffe gegen Muslime“ seien. Genauso wird auch die Burka von den dezent verschleierten Schwestern der Bruderschaft stets verteidigt.

Trotz aller Unterschiede gibt es nämlich nur einen Islam. Mohammed hat sich in Mekka zwar anders als in Medina benommen, trotzdem gab es nur einen Propheten. Auch wenn sich Muslimbrüder und Dschihadisten äußerlich nicht gleichen, gehören sie fest zusammen.

In Russland ist die sanftere, aber trotzdem wohl mächtigste Organisation des politischen Islam verboten, und auch die USA möchte unter Trump Putins gutem Beispiel folgen.

In Europa wird die Muslimbruderschaft hingegen immer noch hofiert:

Berliner Bürgermeister tritt auf Islamisten-Veranstaltung auf

Müller sprach ein Grußwort. Der Mitveranstalter Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) und drei weitere teilnehmende Vereine werden vom Verfassungsschutz wegen der Nähe zur Muslimbruderschaft beobachtet. Einer der Moscheevereine sei zudem der „Berliner Treffpunkt von Hamas-Anhängern“, heißt es im Berliner Verfassungsschutzbericht von 2015.

(Die Welt)

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