Archive for 25. März 2017

Der „Ehrenmann“ der deutschen Muslime

März 25, 2017

Todenhöfer findet die Befreiung Mossuls vom IS viel schlimmer als den IS-Terror von London:

Liebe Freunde, in London starben 3 unschuldige Menschen bei einem Terroranschlag. Wir alle trauern um sie. Unsere Politiker eilten vor die Kameras und erklärten ihr Mitgefühl. In Mosul starben vor einer Woche an einem einzigen Tag 200 Zivilisten durch US-Bomben. Ist irgendein westlicher Politiker vor irgendeine Kamera getreten und hat sein Mitgefühl erklärt?

(Jürgen Todenhöfer)

Für solche Ansagen lieben Deutschlands Muslime den „Ehrenmann“ Todenhöfer.

Muslime wollen in ihrer Opferhaltung bestätigt werden. Dies gilt leider nicht nur für verschleierte Extremisten, sondern auch für scheinbar gut integrierte Vorzeige-Muslime, wie man sie oft auf seiner Facebook-Seite findet. Todenhöfer liefert seinen Muslimen das Narrativ von der westlichen Schuld, das sie so gerne hören.

Dabei bedient sich der Ex-CDU-Stahlhelm schamlos bei der traditionell linken antiimperialistischen und antikolonialistischen Rhetorik (dass die Türkei selbst ein imperialistisches Kolonialreich war, stört weder ihn noch seine türkischen Fans).

Dafür hat allerdings auch der linke Augstein den rechten Todenhöfer zu seinem linken Freitag ins Boot geholt, da Todenhöfer zum rechten islamischen Proletariat, auf welches Augstein schon lange ein Aug geworfen hatte, einen viel besseren Draht hat. Augstein hatte sich zwar redlich bemüht, den islamischen Antisemitismus selbst zu bedienen. So etwas können ursprüngliche Rechte aber offenbar glaubhafter als geborene Linke.

Bildergebnis für todenhöfer gaza

Werbeanzeigen

Waren Obamas Drohnen doch nicht so böse?

März 25, 2017

Jahrelang hatten die westlichen Anwälte von Al-Qaida, IS und Taliban über Obamas böse Drohnen gejammert.

Nun sieht man, dass gute alte klassische Luftangriffe um einiges ungenauer und verlustreicher sind als die viel beklagten Drohnen:

Der Informationsdienst „Airwars“, der zivile Opfer des Kriegs gegen den IS registriert, hat seit Beginn von Trumps Amtszeit 45 US-Luftangriffe mit rund 200 getöteten Zivilisten in Syrien gezählt. „Die Intensität der Angriffe 2017 ist beispiellos“, so „Airwars“. 2016 kamen pro Monat im Schnitt 35 Zivilisten bei Luftschlägen der US-geführten Koalition im Irak und Syrien ums Leben. Unter Trump hat sich die Zahl vervielfacht. Laut der Zählung des Portals sind seit Januar mehr Zivilisten in Syrien durch amerikanische als durch russische Luftschläge getötet worden.

(„Trumps todbringende Offensive“ – SPON)

Todbringend sind militärische Offensiven immer.

Es kommt darauf an, wem sie den Tod bringen. Gegen den IS ist eine todbringende Offensive genau das Richtige.

Viele behaupten, die Opfer würden die Muslime nun erst recht zu Terroristen machen.

Tatsächlich hatte der IS jedoch den meisten Zulauf, als er selbst in der Offensive war.

Seit er von todbringenden Offensiven bedrängt wird und in der Defensive ist, hat der IS massiv an Attraktivität verloren.