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Mehr Psychotherapie für IS-Tschetschenen?

Mai 13, 2017

Ebenfalls Handlungsbedarf sieht der Extremismus-Experte bei der psychotherapeutischen Behandlung von Kriegstraumata. Die bereits länger hier lebenden Communities der Tschetschenen und der Bosniaken, bei denen sich heute Integrationsprobleme häufen, hätten zu wenig therapeutische Hilfe bekommen, so Schmidinger – und meint in Hinblick auf die Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg: „Wir könnten es jetzt besser machen.“

(Tiroler Tageszeitung)

Gerade die Tschetschenen haben in Österreich flächendeckend therapeutische Hilfe erhalten, da die Feststellung der „Traumatisierung“ nach damaliger Gesetzeslage eine notwendige Voraussetzung war, um trotz der rechtlichen Zuständigkeit Polens ein Asylverfahren in Österreich zu erhalten (später wurde die „Traumatisierung“ aufgrund der vielen Gefälligkeits-Gutachten wohlmeinender Psychotherapeuten wieder aus dem Gesetz gestrichen).

Dabei war die erste Generation der Tschetschenen, die selbst den Krieg erlebt hatte, noch wesentlich bereiter, sich in Österreich zu integrieren.

Während ihres Aufenthaltes in Österreich haben die Tschetschenen jedoch gelernt, dass es nicht die anstrengenden Integrationsbemühungen sind, die von unserem System belohnt werden.

Aufgrund ihres besonderen Opferstatus als „Traumatisierte“ bekamen die besonders bedürftigen Tschetschenen alles nachgeschoben und sie wurden niemals abgeschoben, egal was sie sich zu Schulden kommen ließen. Je tschetschenischer sie in Österreich lebten, desto mehr konnten sie vom Sozialsystem einstreichen.

Gleichzeitig wurden der Opferstatus und die totale materielle Abhängigkeit aber auch als sehr kränkend empfunden.

Jene Kränkung wurde insbesondere von der bereits in Österreich aufgewachsenen Generation durch besondere Aggressivität und totale Integrationsverweigerung kompensiert:

Bildergebnis für tschetschenen schwul

(Wiener Tschetschenen-Demo für die Boston-Attentäter)

Unter der in Österreich aufgewachsenen tschetschenischen Jugend gehören extreme Gewaltbereitschaft und Sympathien für den IS zu Mainstream, auch wenn nur ein Bruchteil tatsächlich nach Syrien gefahren ist. Selbst als der IS am Höhepunkt seiner Macht war, hatte nur ein kleiner Teil von Österreichs tschetschenischer Jugend Lust, das IS-Hinterland Österreich gegen den echten IS zu tauschen.

Auch innerhalb der eigenen Community gelten genauso wie in ihrer Heimat sehr strenge Regeln. Klare Regeln würden die Tschetschenen auch von der Aufnahmegesellschaft benötigen:

Wer in Österreich aus der Reihe tanzt, fährt nach Russland.

Zusätzliche Therapien würden hingegen lediglich zu weiteren Missverständnissen führen.