Hetze im Spiegel

SPON hatte gestern den ganzen Tag einen Artikel „Hetze auf dem Meer“ sehr weit oben gereiht.

Gemeint waren damit natürlich nicht die Nazi-Diffamierungen gegen Österreichs Außenminister, sondern eine Aktion der Identitären, welche die Dreistigkeit besitzen, sich selbst ein Bild von der Lage im Mittelmeer machen zu wollen und dabei etwaige selbst gerettete Afrikaner nicht nach Italien, sondern nach Afrika zurückschiffen wollen:

Im Gespräch dimmt Lenart den rechten Pathos: „Wir wollen runter zur libyschen Küste und uns die Situation ansehen.“ Man wolle vor allem kontrollieren, ob die NGOs mit Schleppern zusammenarbeiten. In Notsituationen wollen die Identitären laut Lenart auch retten – die Flüchtlinge aber nicht nach Italien bringen.

(SPON)

Falsche (rechte) Ansichten sind beim Spiegel immer „Hetze“, auch wenn sie „gedimmt“ begründet werden.

Richtige (linke) Ansichten können hingegen nie „Hetze“ sein, egal mit wie viel Schaum vor dem Mund sie vorgebracht werden:

Auf Anfrage teilte der Bürgermeister von Catania, Enzo Bianco, in einem Statement mit: Es sei „irrsinnig, wenn nicht gar gefährlich, Parolen wie ‚Identität‘ und ‚Verteidigung‘ zu nutzen, während Menschen, die vor Hunger und Krieg fliehen, unsere Küste erreichen.

Inhaltlich entsprechen die Anliegen zur Schließung der Mittelmeer-Route in etwa jenen von Sebastian Kurz. Auch wenn jener in Italien ebenfalls als „Neonazi“ angeprangert wurde, ist es für den Spiegel nicht so einfach, ihn als „Ultrarechten“ abzutun, zumal seine Ansichten zur Mittelmeer-Route in Österreich laut aktuellen Umfragen von 80 % befürwortet werden, und die Dunkelziffer in Deutschland wohl ähnlich gelagert sein dürfte, auch wenn man dort keine dezente Wahlalternative in solchen Fragen hat.

Was man an den Identitären so empörend findet, sind nicht die politischen Ansichten, sondern der Umstand, dass Rechte bei der linken Domäne des Aktivismus wildern:

Es ist die neue Provokation in einer Reihe von Aktionen der Identitären, die fast immer auf die größtmögliche Aufmerksamkeit ausgelegt sind: Identitäre blockierten schon die CDU-Parteizentrale in Berlin und kletterten auf das Brandenburger Tor, um von dort oben mit einem Plakat für „sichere Grenzen“ zu werben.

Dass der rechte Aktivismus im Gegensatz zum linken Aktivismus gewaltfrei ist, macht Linke erst recht aggressiv.

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6 Antworten to “Hetze im Spiegel”

  1. medforth Says:

    Hat dies auf Jihad Watch Deutschland rebloggt.

  2. Eloman Says:

    Manchmal mag man glauben das Vokabular der Linken und ihrer Hofpresse besteht nur aus den drei Begriffen Hetze, Hass und Nazi.

  3. American Viewer Says:

    Ich fand‘ es lustig, dass selbst SpOn Augstein direkt nach den Terrorwochen von Hamburg den Saft abgedreht hat: Es erschien in dieser Woche keine Kolumne von ihm. Offenbar gab‘ es hinter den Kulissen mächtig Zoff um den Text. Der Streit dauerte genau eine Woche an, dann erschien das Textlein der Gewaltverherrlichung doch. Wirklich „nett“ zu lesen – und das war offenbar die „entschärfte“ Version, über die man zuvor eine ganze Woche lang gestritten hatte. Das sind ganz arme Schweine bei SpOn.

    • aron2201sperber Says:

      der neueste Augstein ist ebenfalls sehr nett:

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schorndorf-aufbegauschte-meldungen-ueber-migrantengewalt-kolumne-a-1159382.html

      dass Palmers immer noch ein Grüner sein darf, verwundert Augstein:

      Und Boris Palmer, immer noch ein Grüner Politiker – das muss man bei ihm ausdrücklich dazu sagen – schrieb auf Facebook

      dass Todenhöfer gleichzeitig Verleger eines linksradikalen Krawallblatts und bei der CDU sein kann, ist hingegen voll normal

    • American Viewer Says:

      Es geht gar nicht mehr darum, was wirklich ist, es geht diesen Leuten nur noch um Politik und um Mittel zum Zweck.

      So hat die Lügenpresse-Spiegel auch Finis Germania kommentarlos von seiner Bestenliste gestrichen, mit der nun nachgeschobenen Begründung das Buch sei ja antisemitisch!

      https://www.welt.de/kultur/article167043384/Spiegel-verteidigt-Streichung-von-Finis-Germania.html

      Eine reichlich komödiantische Begründung für das Medium, das Leute wie Augstein bei sich auf den Thron hebt, der regelmäßig auf den Besten-Listen der krassesten Antisemiten ganz vorne landet.

      Ihr Vorbild scheint Göring zu sein, frei nach dem Motto: Was antisemitisch ist, das bestimmen wir.

      Wie damals im Ostblock.

      P.S. Im Grunde kann man froh sein, dass die Grünen nicht Palmer folgen. Oder jemandem wie Pilz in Österreich.

      Man stelle sich vor jemand würde den linken und den rechten Populismus gekonnt kombinieren. Auf der linken Seite kamen Politiker wie Bernie Sanders diesem Politik-Stil wohl bisher am nächsten. Oder zeitweise Lafontaine in DL. So jemand kann in Amerika und Europa ganz viele Stimmen holen, wenn er es richtig anstellt. Trump hat es schon vorgemacht und auf die Spitze getrieben.

  4. aron2201sperber Says:

    ich brauche die Identitären nicht, genauso wie ich linke Aktivisten nicht brauche. Aber solange sie keinen Terror machen, ist ihr Aktivismus zu tolerieren.

    Linke sind jedoch immer nur bei sich selbst oder bei ihren islamischen Schutzbefohlenen tolerant.

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