Ist Breitbart „alt right“?

„Wenn Sie sagen ‚Alt Right‘ – definieren Sie ‚Alt Right‘ für mich“. Trump weiß genau, was „Alt Right“ ist, mit Steve Bannon hat er die mächtigste Figur des neonazistischen „Alt Right“-Umfelds ins Weiße Haus geholt.

(Sascha Lobo – SPON)

Steve Banon mit „Alt Right“ gleichzusetzen, entbehrt jeglicher Grundlage. Auch wenn dieser Ausdruck überstrapaziert ist, handelt es sich dabei um klassische „Fake News“.

Ebenso gut könnte man Sascha Lobo dem Black Block zuschreiben, nur weil er auch eine komische Zecken-Frisur trägt.

Trump hat die Wahlen nicht wegen „Alt Right“, einer rechten Splittergruppe, die vor Charlottesville kein Schwein kannte, gewonnen.

Trumps Wahl war eine Gegenreaktion zu einem Mainstream in Kultur, Medien und Politik, der überhaupt keinen Ausgleich mehr kennt, sondern nur noch nach links tendiert.

Nicht irgendwelche Rechtsradikalen, sondern Amerikas normale Mitte, die sich vom Mainstream nicht mehr vertreten fühlte, hat Trump die entscheidenden Stimmen gebracht.

Ein schönes Beispiel für den Verlust der Balance sind die Simpsons. Früher war es nicht so eindeutig, wer politisch richtig oder falsch lag.

Tendenziell waren zwar die Demokratinnen Marge und Lisa klüger, doch auch die Republikaner Bart und Homer hatten ihre Berechtigung.

Heute sind die Simpsons 100 % Demokraten. Dafür sind sie allerdings auch komplett humorlos.

Ich war einmal der größte Simpsons-Fan. Bei neuen Folgen schalte ich jedoch sofort weg. So geht es wohl vielen Amerikanern mit ihrem Establishment.

File:Springfield Republican Party.png

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23 Antworten to “Ist Breitbart „alt right“?”

  1. aron2201sperber Says:

    „Ich bin den Patriotismus in diesem Land leid. Dieses Flaggenschwenken, das Singen der Nationalhymne vor jedem Baseballspiel, diese bedingungslose Unterstützung der Army – es macht mich krank. Und es führt dazu, dass wir unseren Anführern bei jedem Quatsch folgen“, sagt Grisham.

    Wegen so einem dekandenten Establishment hat Trump gewonnen. Die US-Wähler haben die Grishams so satt.

    • goldsteinweb Says:

      Meinen Sie John Grisham? Ich hatte noch die Hoffnung, dass er als (wenn auch demokratischer) Südstaatler noch auf dem Boden steht. Schade.

      Die Simpsons hab ich schon lange nicht mehr gesehen, aber ich fürchte, dass sie den gleichen Weg gegangen sind wie der Rest von Hollywood. Entweder gibt es dort Diskriminierung oder Linke singen besser, haben den hübscheren Körper und weinen rapider nach Drehbuch.

      • aron2201sperber Says:

        Grisham war immer schon so:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2008/07/17/wahlen-im-vorhinein-gewonnen/

      • goldsteinweb Says:

        Danke. Das wusste ich nicht.

        Ich glaub auch, dass man in Hollywood nur als Linker nach oben kommt. Es sollte mich nicht überraschen. Seinen Durchbruch hatte er mit einem Buch, dass eine mittelgroße „Firma“(Buchtitel) sich als Mafia entzaubert.

        Da fällt mir noch zur Simpson-Sache ein, dass die wenigen Hollywood-Leute, die man erträglich finden kann, aus der Humor-Ecke kommen (Tim Allen, Roseanne Barr, Steven Crowder, Joe Rogan, Adam Corolla…). Ich glaube, da sind viele undercover. Mit anderen Worten, wenn man Humor hat, ist man selten auf Parteilinie. Schmeißt man alle lustigen Leute raus, bleiben eben nur noch Schreiber und talentfreie Leute wie Sarah Silverman.

    • besucher Says:

      Das hätte genauso gut ein Türke wie Orhan Pamuk sagen können. Wahrscheinlich hatten die Türken auch das dekadente CHP-Establishment satt und haben deswegen Erdogan gewählt. Auf wessen Seite Du Deiner Logik zu Folge stehen müsstest ist ziemlich klar.

    • besucher Says:

      Andere Frage:

      Warum empfindest Du Nationalflaggen an jedem Haus, die Nationalhymne vor jedem sportlichen Ereignis und total unkritischen Umgang mit Armee und Polizei als normal?

  2. Olaf Says:

    Bill Burr soll auch nicht mehr so witzig sein, seit er geheiratet hat.
    Das Lobo-Ding hat doch keine Ahnung von Politik, er würfelt immer die gleichen Textbausteine zusammen, nur Spiegel-Hohlis und Coffee-to-go-Scheißelaberer (CR Akif P.) lassen sich von dem Idioten „infomierInnen“.

    • aron2201sperber Says:

      Das hat der kleine Akif sehr schön und richtig ausgedrückt.

      • besucher Says:

        was ist denn jetzt der grundlegende Unterschied zwischen Unite-the-Right und Alt-Right?

        Es wird zwar nie ausgesprochen aber ich vermute folgendes:
        Ein großer Teil der Rechtsaußen hat nicht unerhebliche Sympathien für ein rechtkonservativ geführtes Israel.

        Der andere Teil brüllt: „Die Juden kontrollieren die Welt.“

        Das ist der einzige unüberbrückbare Widerspruch. Ansonsten geht man gesellschafts- und sozialpolitisch doch ziemlich konform.

      • salamshalom Says:

        Oh @Besucher, jetzt hast du dieses Fass wirklich aufgemacht
        Diese bemerkenswerte und bemerkenswert unausgesprochene Situationsbeschreibung findet sich im Übrigen – analog zum äußeren rechten Spektrum – auch im linken Rand. Antideutsche und Restlinke liefern sich genau aus diesem Motiv heraus ebenfalls ideologische Kämpfe.
        Politik ist halt kompliziert, aber wie willst du das den Leuten hier klarmachen, deren visuelles politisches Wahrnehmungsvermögen zwei Dimensionen nicht überschreiten kann? Hier gibt es nur Gutmenschen (Links) und den Rest (rechts). Prost!

      • besucher Says:

        @salamshalom

        Ja,mir war mittlerweile danach:

    • Gutartiges Geschwulst Says:

      @Olaf: „Das Lobo-Ding hat doch keine Ahnung von Politik, …, nur Spiegel-Hohlis und Coffee-to-go-Scheißelaberer (CR Akif P.) lassen sich von dem Idioten „infomierInnen“.“

      Als zumindest viertelintelligenter Hetzer kennt Lobo natürlich die noch größere Dummheit seiner devoten Leserschaft und weiß, dass er nur den Namen „Trump“ und eine Hakenkreuzfahne im selben Artikel unterbringen muss, damit sich sein unteralphabetisiertes Nutzvieh den nicht vorhandenen Zusammenhang einbildet.
      Im Land der Idioten ist der Halbidiot eben König.

  3. besucher Says:

    Trumps Wahl war eine Gegenreaktion zu einem Mainstream in Kultur, Medien und Politik, der überhaupt keinen Ausgleich mehr kennt, sondern nur noch nach links tendiert.

    Deine Analyse greift zu kurz. Der mediale Mainstream geht demjenigen der aus wirtschaftlichen Gründen Trump gewählt hat, so ziemlich am Arsch vorbei.
    Wenn Du nicht in Deiner „Trickle-Down-Welt“ verhaftet wärst könntest Du darauf kommen warum Trump gewählt wurde.

    Von einer kulturbolschewistischen Meinungsmacht in den USA zu sprechen ist genau so hirnrissig wie gewisse Leute die früher mal vom jüdischen Bolschewismus gefaselt haben.

    • Gutartiges Geschwulst Says:

      @besucher: „Von einer kulturbolschewistischen Meinungsmacht in den USA zu sprechen ist genau so hirnrissig …“

      Wer hat denn von einer „kulturbolschewistischen Meinungsmacht in den USA“ gesprochen?

      • aron2201sperber Says:

        Es ist viel banaler als Kulturbolschewismus. Es ist eine selbstgerechte humorlose Parteilichkeit.

        Bin mit meinem Simpson Vergleich zufriedem. Das linke Establishment ist geistlos wie die neuen Simpsons.

      • aron2201sperber Says:

        Es ist viel banaler als Kulturbolschewismus. Es ist eine selbstgerechte humorlose Parteilichkeit.

        Bin mit meinem Simpson Vergleich zufriedem. Das linke Establishment ist geistlos wie die neuen Simpsons

      • besucher Says:

        Ich bin mir nicht so sicher ob Du hier die richtigen ansprichst:
        Ich habe nicht das Gefühl dass z.B. Leute aus der Tonight Show irgendwie von feindlichen imperialistischen Mächten sprechen.
        Geistlose Linke: Gibt es in den USA einen Hagen Rether? (Außer Micheal Moore)

  4. aron2201sperber Says:

    Bestimmt war es in Barcelona ein „mutmaßlicher“ islamischer Attentäter. Wenn es wie in Charlottesville ein Rechter war, kann man das „mutmaßlich“ hingegen weglassen.

    • Olaf Says:

      Beim ZDF war der Täter in allen News-Sendungen ein weißer Lieferwagen. Theo Koll wurde noch auch Paris zugeschaltet, um über die Lage in Spanien zu berichten ( Von seinem Fenster aus kann man das Moulin Rouge und die Ramplas von Barcelona sehen). Aber die ganzen Trump-Hetz-Berichte mußten an die zweite Stelle rücken, da waren die Kleber-Würmer richtig angefressen;)

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        @Olaf: „Beim ZDF war der Täter in allen News-Sendungen ein weißer Lieferwagen.“

        Sofern der Täter ein südländischer Lieferwagen war, unterscheiden die Zuschauer hoffentlich, ob es sich um einen Lieferwagen oder einen Lieferwageristen gehandelt hat!
        Vor allem gilt es zu bedenken, dass der Lieferwagen womöglich geistig erkrankt und somit für seine Tat nicht verantwortlich ist.

  5. aron2201sperber Says:

    Die selben Schwätzer, die von Trump die Verurteilung des rechten Terrors gefordert hatten, weigern sich konsequent vom islamischen Terror zu sprechen. Denn Trump ist zwar KKK und „alt right“, aber der IS hat nix mi Islam zu tun.

  6. aron2201sperber Says:

    Wie leidenschaftlich bis hasserfüllt der Spiegel gestern über den Terror in den USA berichtet hatte und wie kühl und distanziert der Spiegel heute über den Terror in Europa schreibt.

    • Eloman Says:

      Breaking News: Nicht mal in Finnland ist man noch sicher: Allahu akbar rufender Mann sticht in Turku mehrere Menschen nieder (Quelle: Daily Mirror)

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