Was geht die US-Botschaft in Israel Europas Medien und Politiker an?

Die einhellige Empörung unserer Medien über Trumps Ankündigung, eine amerikanische Botschaft in die Hauptstadt eines verbündeten Landes zu verlegen, übertrifft sogar die übliche antiamerikanische Hetze von islamischen Medien wie Al-Jazeera, und auch die Äußerungen unserer Politiker stehen den Tiraden des Diktatürk kaum nach.

Seit wann dürfen souveräne Staaten nicht selbst entscheiden, wo sie ihre Botschaften in anderen souveränen Staaten errichten dürfen?

Unsere Medien scheinen sich der Sichtweise des islamischen Mobs völlig unterworfen zu haben, und beschwören förmlich den heiligen Zorn der islamischen Straße gegen den großen und den kleinen Satan.

Muslime waren jedoch auch schon furchtbar zornig, als es noch keine US-Botschaft in Jerusalem gab. Wegen Israel würden Muslime so oder so immer Stress machen, da es eine der ganz wenigen Sachen ist, bei denen man sich in der islamischen Welt einig sein kann (der Hass auf den Westen gehört auch dazu).

Abgesehen von Israel, den Rohingyas und der „Islamophobie“ des Westens (wo die eigenen Brüder komischerweise lieber Asyl suchen als in der eigenen islamischen Welt) gibt es trotz der gemeinsamen Religion mehr Trennendes (Sunniten gegen Schiiten, Muslimbrüder gegen Salafisten, Sultan gegen Scheich, Kalif gegen Emir,…) als Verbindendes.

Was Muslime von Gewalt-Exzessen wegen angeblicher Kränkungen abhält, sind nicht irgendwelche Zugeständnisse, sondern klare Zeichen der Stärke.

Putin hat es auch nicht geschadet, gegen den Willen der (sunnitischen) Mehrheit der islamischen Welt in Syrien für Assad einzugreifen. Der Diktatürk hat zwar kurzfristig getobt, hat sich jedoch bald mit den von Putin geschaffenen Fakten abgefunden. Genauso haben sich auch Katar und Saudi-Barbarien mit Putin als starken Mann arrangiert.

Es stachelt Muslime hingegen zu Gewalt an, wenn sie sehen, dass ihre Gewalt Eindruck macht und sich ihre Gegner der Gewalt bereitwillig unterwerfen.

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15 Antworten to “Was geht die US-Botschaft in Israel Europas Medien und Politiker an?”

  1. Benjamin Goldstein Says:

    Exactly. Ich bin da auch langsam etwas ungehalten. Kein anderes Land bekommt gesagt, was es für eine Hauptstadt haben soll und keine andere Religion kriegt erzählt, dass sie für „den Frieden“ am eigenen höchsten Heiligtum nicht beten darf. Aber die Heinis sind natürlich alle nicht antisemitisch. Nööööööööööö, ich zieh mir auch die Hose mit der Beißzange an! Und dann wohnt man auch nicht, man siedelt im Land der edlen Wilden. Don’t get me started…!

  2. American Viewer Says:

    Erdowahn ist super-witzig. Trump gibt an, er wolle Jerusalem anerkennen und Erdowahns „Drohung“ besteht darin, dass er dann „vielleicht alle diplomatischen Beziehungen zu Israel abbrechen werde“.

    „Vielleicht werde“. Sehr witzig. Und warum gegen Israel? Es ist doch allein Trump, der agiert. Israel macht doch gar nichts. Aber vor „Mad“ Trump macht sich selbst Erdowahn in die Hosen. So sehr sogar, dass er nichts gegen Amerika sagen will. Ich habe immer gesagt, dass man nur so Putin und Erdowahn beikommt. Trump sollte gleich noch einmal drei Schippen oben drauflegen.

    Auffällig ist auch, dass die Araber und Türken mal wieder extrem laut bellen. Das extrem laute Bellten ist aktuell der stärkste Indikator, dass in Wirklichkeit von diesen bellenden Hunden keinerlei konkrete Gegenmaßnahmen ergriffen werden und dass die Sache damit schon gegessen ist. Was soll Erdowahn auch machen? Er kann gar nichts machen, so wie bei der geschlossenen Balkanroute auch, es sind nur Verräter und Idioten wie Frau Merkel und ihre angeschlossene Bagage, die sich von solchen Gestalten seit Jahrzehnten vorführen lassen.

    • aron2201sperber Says:

      wer wie der Diktatürk in Konstanstinopel sitzt, sollte bei Jerusalem leise sein

      • besucher Says:

        Besonders wenn man dann mal die Kurdistan-Frage oder das Thema Nordzypern anspricht.

      • aron2201sperber Says:

        Kurden sind eben Glaubensbrüder zweiter Klasse.

      • American Viewer Says:

        Es ist wie bei den Nazis: Je länger man diese Leute schalten und walten lässt, desto schlimmer wird es werden. Erdowahn, Putin und Co haben noch lange nicht fertig. Man hat auch seit den 70ern nie versucht die Mullahs zu stoppen. Jimmy Carter hat sie einfach machen lassen. Und jetzt wird es immer schwerer der Sache eine andere Richtung zu geben.

      • salamshalom Says:

        Recht hast du, AV.
        Wo bleiben die Fliege über Teheran und Isfahan? Wo bleibt die längst fällige Demokratisieung des Iran? Wir haben hier in Euopa noch so viele Valenzen zur Aufnahme von zig Millionen iranischen Flüchtlingen. Wird uns das heilige Land der Demokratie, drüben über dem Atlantik, bei der Versorgung und Immigration helfen? Nein? Aber das ist doch maximal unfair…

        Na ja egal, wenn alle Schiiten Allah abgeschworen und der Wahlurne gehuldigt haben, dann können sich ja MbS und Bibi auch öffentlich in die Arme nehmen und endlich das zarte Pflänzchen der gerade so wunderbar aufgezogenen zio-sunnitischen Freundschaft offiziell voranbringen.
        Ich sehe es schon vor mir: Tel Aviv von saudischen Sextouristen überrannt, israelische Militärbeater in Riad, saudische Pilger in der Al Aqsa und jüdische auf den Spuen ihrer Vorfahen in Mekka, zur Zeiten des sunnitischen Propheten Mohamed und ihrer Bekehrung… im Grunde sind sie doch alle irgendwie miteinander verwandt!

        Herrliche Vorstellung, Befriedung des Nahen Ostens at it` s best… und was passiert mit Euopa?

      • aron2201sperber Says:

        das Mullah-Regime wurde mit Hilfe der Linken im eigenen Land und im Westen an die Macht gehievt, indem man den Schah bekämpfte und verteufelte:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/02/09/ulrike-meinhofs-iranischer-genosse/

        Dass man dann schnell selbst auf die Abschussliste der Mullahs kam, führte nicht dazu, die eigene Rolle bei der islamischen Revolution kritisch zu überdenken, sondern stattdessen flüchtete man sich in den Mossadegh-Mythos, wonach der Iran die perfekte Demokratie geworden wäre, wenn der böse Westen 1953 Mossadegh nicht entfernt hätte:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/11/09/irans-intelligenzija-und-ihr-mossadegh-mythos/

        dabei wurde Mossadegh von den eigenen bürgerlichen Eltern der linken Studenten gestürzt.

      • salamshalom Says:

        „dabei wurde Mossadegh von den eigenen bürgerlichen Eltern der linken Studenten gestürzt.“

        Und ich hätte schwören können, es war die CIA in Zusammenarbeit mit dem MI6 gewesen, Operation „Ajax“. Aber das war wohl ein anderes Iran und ein anderer Mossadegh…

      • aron2201sperber Says:

        Genau das ist der Mossadegh-Mythos. Es war mir klar, dass du ihn beschwören würdest.

        die CIA hatte am Sturz Mossadeghs mitgewirkt. Der Sturz Mossadeghs war jedoch vom iranischen Establishment, zu der die Eltern der späteren Revoluzzer-Studenten gehörten, mitgetragen worden.

        der Iran war damals unserer Welt verhältnismäßig ähnlich. Das iranische Establishment wollte genauso wie das westdeutsche Establishment mit Sicherheit nicht Teil der Sowjet-Zone werden, so wie das Mossadegh vorgehabt hätte.

        nur deswegen konnte der Aufstand gegen Mossadegh funktionieren.

        wie die Kinder des westdeutschen antikommunistischen Establishments wurden die Kinder des iranischen Establishments zu Revoluzzern.

        im Fall des Irans hatten sie es sogar tatsächlich mit einer Diktatur zu tun – und dann sogar die Chance, sich an einer echten Revolution zu beteiligen.

        Dass die Revolution nicht links, sondern erzreaktionär islamisch ausging, führte zur Flucht in den Westen (und natürlich nicht in einen kommunistische Bruderstaat) und in den Mossadegh-Mythos (durch den alle schlechten Entwicklungen des Iran dem Westen zugewiesen werden können)

      • salamshalom Says:

        Nun, dass man Mitarbeiter (Kollaborateure) im Zielland braucht, um einen von Außen gesteuerten Umsturz durchzuführen, muss doch bitte nicht erst erwähnt werden. Schliesslich muss ja als Marionette des neuen Regimes eine Person in die Führung gehievt werden, die die inguine Staatsangehörigkeit des jeweiligen Landes besitzt…

        Aber, lieber aron, du wirst doch nicht wirklich behaupten wollen, dass ohne essentielle Umtriebe der beiden oben genannten angloamerikanischen Organisationen ein erfolgreicher Umsturz stattgefunden hätte??

        Selbst die Flagschiffe der transatlantischen Medienkonzerne mussten sich diesem „Mythos“ ergeben:
        „Die Central Intelligence Agency habe jüngst Geheimdokumente veröffentlicht, in denen sie sich zum ersten Mal formell dazu bekenne, den iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh gestürzt zu haben, teilt das Nationale Sicherheitsarchiv der George Washington University mit.“ – die Welt –

        Und “ die Zeit“ fasst zusammen:
        „Die „Operation Ajax“ war der erste CIA-Coup dieser Art in der Geschichte. Durch den Austausch politischer Führungsfiguren sollte das Ende einer über zwei Jahre währenden Krise herbeigeführt werden, die sich im Dreieck Teheran – London – Washington um das iranische Öl entsponnen hatte. Die größte Furcht der Amerikaner war hierbei, dass durch diese Krise der Kommunismus im Nahen Osten Fuß fassen könnte.“

        Nichtsdestotrotz darf natürlich jeder, auch völlig unabhängig von der Faktenlage, sein eigenes Weltbild kreieren. Aber dann muss hin und wieder mit Widerspruch gerechnet werden…

      • aron2201sperber Says:

        dass die CIA am Sturz Mossadeghs beteiligt war, ist ein alter Hut, den ich nirgendwo bestritten habe

        ich weise jedoch daraufhin, dass das iranische Establishment am Putsch beteiligt war. Die Eltern der linken Studenten gehörten in der Regel zum Establishment.

        dass prowestliche Medien wie „Die Welt“ die eigene Geschichte kritisch betrachten, ist eben der wesentliche Unterschied zu antiwestlichen Medien.

        dort wird immer nur die Geschichte der anderen kritisch gesehen und die eigenen Verfehlungen werden konsequent geleugnet

  3. kroraina Says:

    deutsche Konservative stehen true an Israels Seite (ich schliesse mich dem gerne an):
    ‚Ein souveräner Staat wie Israel darf selbst entscheiden, welche Stadt er zu seiner Hauptstadt macht. Keine andere Stadt ist historisch so eng mit dem Schicksal des jüdischen Volkes verbunden wie der Ort, den König David zur Hauptstadt seines Königreichs machte.‘
    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/angekommen-in-der-realitaet/

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