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Religion in roten Kindergärten?

Februar 10, 2018

Der „bedenkliche“ Verzicht auf Religionsvermittlung an Kindergartenkinder widerspreche laut Kurier der Verfassung und dem „Bildungsplan“ der Stadt Wien:

Der bewusste Verzicht muslimischer Kindergartenbetreiber auf die Vermittlung von Religion ist für die Autoren der kürzlich präsentierten großen Studie zu sogenannten Islam-Kindergärten „bedenklich“.

„Sogenannte“, weil sich bis dato keine Betreuungseinrichtung zur Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) bekannte und sich deren Aufsicht unterwarf. Das soll sich nun aber ändern. Und zwar in Form eines Gütesiegels für spezifisch muslimische Betriebe.

Muslimische Betreiber würden von sich aus alle Bezüge zur Religion kappen. Aus der Sicht der Studienautoren ist das durchaus problematisch. Denn zum einen werde die verfassungsrechtlich gesicherte Religionsfreiheit tangiert.

Zudem widerspricht der Verzicht auf eine (kindgerechte) Religionsvermittlung dem Wiener Bildungsplan.

Im Ressort von Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ist infolgedessen ein runder Tisch mit Vertretern aller relevanten Religionsgemeinschaften geplant, um einen allgemein gültigen religionspädagogischen Bildungsplan zu erarbeiten.

https://kurier.at/chronik/wien/muslime-planen-guetesiegel-fuer-islam-kindergaerten/309.926.958

Hätte der Kurier ein wenig selbst recherchiert, statt nur die Propaganda der IGGÖ  nachzuplappern, hätte er sehr leicht feststellen können, dass im Bildungsplan der Stadt Wien „Religion“ nicht vorkommt:

https://www.wien.gv.at/bildung/kindergarten/pdf/bildungsplan.pdf

Die Vermittlung von Religion einzufordern, widerspräche auch komplett dem, was die Stadt Wien in ihren eigenen Kindergärten bzw. in ihren privaten SPÖ-nahen „Kinderfreunde“-Kindergärten predigt.

Religion war eine Domäne der schwarzen Konkurrenz. Die Genossen zogen ihre eigenen Kindergärten als eine antireligiöse Gegenveranstaltung zu den katholischen Schwarzen auf.

Um neue islamische Wählerstimmen zu ergattern, verleugnen die Genossen schnell einmal die eigene antireligiöse Ideologie.

Bildergebnis für al rawi spö

Dem Kurier dürfte der plumpe Propaganda-Artikel für die IGGÖ dann doch ein wenig peinlich gewesen sein, denn am nächsten Tag veröffentlichte man einen kritischen Beitrag über den Mufti der IGGÖ:

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) bemüht sich in den vergangenen Jahren vermehrt um Modernisierung – trotzdem machen sich noch immer  Überbleibsel aus alter Zeit bemerkbar. Mustafa Mullaoglu, der Mufti des IGGÖ, hat mit seiner Kopftuchempfehlung für muslimische Frauen „ab der Pubertät“ schon vergangenes Jahr Aufsehen erregt.

https://kurier.at/politik/inland/iggoe-oesterreichs-mufti-mullaoglu-unter-radikalen-verdacht/310.126.157

Was der Kurier als rückschrittliches „Überbleibsel“ der jetzt ach so fortschrittlichen IGGÖ ansieht, entspricht allerdings dem ideologischen Mainstream der IGGÖ.

Die IGGÖ ist wie fast alle westlichen Islam-Verbände eine Tochtergesellschaft der Muslimbruderschaft. Auch wenn Verschleierung und Bärte dezenter als bei manchen anderen Brüdern und Schwestern ausschauen, handelt es sich dabei genauso um Islamisten, die weltweit eine Herrschaft der islamischen Scharia errichten wollen.

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