Archive for 12. Februar 2018

Unehrliche Zahlen für unehrliche Kampagne

Februar 12, 2018

Die MJÖ hat eine Kampagne gegen Antisemitismus gestartet:

Laut dieser Statistik gab es im Jahr 2016 knapp 500 antisemitische Vorfälle, von diesen haben 9% einen muslimischen Hintergrund.

Nach der Einschätzung von ExpertInnen zeigt dies klar, dass die größte Gefahr des Antisemitismus immer noch von rechtsextremer Seite ausgeht. Wenn aber immer wieder Menschen mit Fluchterfahrung und MuslimInnen in den Fokus gerückt werden, und argumentiert wird, dass der Großteil des heutigen Antisemitismus ein “importierter” sei, so muss man von einer Verzerrung des realen Problems ausgehen und dies auch kritisch anmerken.

https://www.mjoe.at/uploads/media/Pressestatement_13.pdf

Tatsächlich lag der Anteil der Statistik von 2016 nicht bei 9 %, sondern bei den ideologisch zuordenbaren Taten bei 22 %:

Auch IKG-Präsident Oskar Deutsch beklagte neuen „islamischen Antisemitismus“. Zwei Drittel der ideologisch zuordenbaren Vorfälle werden im Antisemitismusbericht aber nach wie vor als „rechts“ klassifiziert (68 Prozent), ein gutes Fünftel als „islamistisch“ (22 Prozent) und zehn Prozent als „links“. Letzteres betrifft etwa „Israel Bashing“, wie Deutsch meinte.

https://www.ikg-wien.at/antisemitismus-kultusgemeinde-beklagt-alarmierendes-niveau/

Die Kampagne wurde also gleich einmal mit getürkten Zahlen gestartet.

Dabei sind auch die echten Zahlen des Forum gegen Antisemitismus ohnehin sehr rechtslastig. Eine Hakenkreuzschmiererei wird z.B. immer als rechts gewertet, selbst wenn man dabei einen Türken erwischt oder Hofer der Angeschmierte ist.

Bildergebnis für hofer hakenkreuz schmiererei

In einem Artikel der Welt wird ausführlich erklärt, wie es in der Praxis auch bei deutschen Studien zu (viel zu) niedrigen Zahlen bei islamischen antisemitischen Taten kam.

Worum es der MJÖ geht, die ungeniert die islamischen Zahlen nach unten manipuliert, ist natürlich nicht eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Antisemitismus, sondern um die Beherrschung des Diskurses und die möglichst unschuldige Präsentation des islamischen Antisemitismus nach Außen.

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Keine Muslimbrüder in Österreich?

Februar 12, 2018

Die FPÖ hat leider (wie auch schon zuvor das Wochenmagazin Profil) gegen gerichtliche Klagen der Muslimjugend klein beigegeben:

Wien (OTS) – Die beklagten Parteien

1. Heinz-Christian Strache,

2. Freiheitlicher Parlamentsklub

3. Freiheitliche Partei Österreich

erklären, dass sich nach Durchführung eines gerichtlichen Beweisverfahrens nicht erhärtet hat, dass die klagende Partei, der Verein Muslimische Jugend Österreich (MJÖ), Teil eines verschachtelten Netzwerkes sei, über welches sich der politische Islam organisiere oder es zahlreiche Hinweise gäbe, dass die MJÖ Speerspitze islamistischer Ideologien sei.

(APA)

Es gibt in Österreich keinen offiziellen Muslimbrüder-Verein und folglich auch keine offiziellen Mitglieder der Muslimbruderschaft, weswegen Beweise der Mitgliedschaft schwierig und Klagen erfolgsversprechend sind.

Dieser Mangel an offiziellen Muslimbrüdern steht allerdings in einem krassen Missverhältnis zur Bedeutung, die der Muslimbruderschaft seit vielen Jahren in diversen Verfassungsschutzberichten beigemessen wird.

Die Muslimbruderschaft ist die Mutterorganisation des politischen Islam und hat es gelernt, auch unter widrigsten Bedingungen zu überleben. Muslimbrüder sind es gewöhnt, arabische Diktaturen auszutricksen. Westliche Demokratien mit ihren Schuldgefühlen (Kolonialzeit in Frankreich und England, Sklaverei in den USA, Holocaust in Deutschland und Österreich, Asylpolitik im 2. Weltkrieg in Schweden und der Schweiz) sind für die Muslimbrüder mit ihren „Islamophobie“-Vorwürfen ein leichtes Opfer.

Speziell die aussterbenden Sozialdemokraten lassen sich besonders leicht von Muslimbrüdern unterwandern. Die alternden Roten erhalten frisches Blut bzw. Wählerstimmen.  Dafür bekommen die Islamisten eine (vorübergehende) politische Heimat. Natürlich nur solange die Islamisten noch nicht stark genug sind, als eigene politische Partei anzutreten.

Bis dahin sind sie lediglich „religiös“ in harmlosen Vereinen organisiert, die zwar allesamt von Muslimbrüdern gegründet sein mögen, aber heute längst nichts mehr mit der Muslimbruderschaft zu tun hätten.

Die Mitglieder jener Vereine wissen tatsächlich oft selbst nicht, dass sie der Ideologie der Muslimbrüder folgen. Je weniger die jungen Brüder wissen, desto authentischer können sie die Botschaften der Bruderschaft verbreiten. Wenn die jungen Schwestern ihre Verschleierung für eine individuelle Wahl und „Teil ihrer Persönlichkeit“, statt für die Uniformierung einer Ideologie halten, können sie diese Behauptungen besonders glaubwürdig vertreten, da sie selbst daran glauben.

Muslimbrüder stellen sich selbst als einfache „Muslime“ dar, die nichts mit der Bruderschaft und dem Islamismus zu tun hätten. Verteidigt wird von den offiziellen Muslimen jedoch stets der gesamte Islam (inkl. Burka-Salafismus). Die Verschleierungs-Mentalität und der Hass auf den Westen werden in den „normalen“ Moscheen der „gemäßigten“ Muslimbrüder geformt, auch wenn Terror dann in der Regel unter einer anderen Flagge (IS oder al-Qaida) ausgeführt wird.