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Spiegel springt für ORF in die Bresche

März 1, 2018

Der großdeutsche Spiegel eilt dem unter „Generalangriff“ stehenden österreichischen Öffentlich-Rechtlichen zur Hilfe:

Heinz-Christian Strache war schon immer ein Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aber seit seine rechtspopulistische FPÖ mit der konservativen ÖVP im Dezember letzten Jahres ein Bündnis eingegangen ist, wettert der FPÖ-Vorsitzende in noch engerer Taktung gegen den Rundfunk in Österreich. Kaum ein Tag ist in den letzten Wochen vergangen, an dem er nicht gegen den ORF auskeilte. Höhepunkt seiner Angriffe war ein Facebook-Post, in dem der Regierungspolitiker, der das Amt des Vizekanzlers bekleidet, mit Bezug auf den Moderator Armin Wolf dichtete: „Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden. Das ist der ORF.“

Das sollte laut Strache Satire sein – das Wiener Landgericht sah das anders. Nachdem sich ORF-Mann Wolf juristisch gewehrt hatte, schrieb das Gericht in seinem Beschluss, dass man zum derzeitigen Verfahrensstand von übler Nachrede und dem Anspruch auf Entschädigung ausgehen könne. Strache hat sich inzwischen entschuldigt. Von seiner prinzipiellen Sicht auf die Dinge rückt er aber nicht ab: Er sieht die Rundfunkgebühren auch weiterhin als „Zwangsgebühren“, die abgeschafft gehören.

Ein Vizekanzler, der fast täglich auf den Rundfunk seines Landes einschlägt, bis die Justiz eingreift? Das ist wohl die bizarrste Zuspitzung der Generalattacke, die zurzeit in Europa auf die öffentlich-rechtlichen Medien stattfindet.

(SPON)

Bei Satire von Politikern gegen Journalisten, versteht man beim Spiegel keinen Spaß.

Satire darf nur Alles, wenn edle Journalisten (und keine Facebook-„Hetzer“) feindliche Politiker vorführen:

Bildergebnis für trump spiegel cover

Im Mainstream-Journalismus hackt keine Krähe der anderen Krähe ein Auge aus, egal ob sie für den privaten Spiegel oder für den Staat arbeitet.

Ein anderer Wind weht jedoch im eigenen Kommentarbereich. Das Öffentlich-Rechtliche wird auch von den Spiegel-Kunden häufig kritisch betrachtet.

Für eine freie Medienlandschaft wäre es zwingend erforderlich, dass Medien vor willkürlichen staatlichen Enteignungen (wie im sozialistischen Venezuela) oder vor Zensur (wie in Deutschland unter Maas) geschützt werden.

Der Betrieb von öffentlich-rechtlichen Staatssendern ist hingegen entbehrlich. Die Medienlandschaft wäre auch so links genug, wie gerade Spiegel, SZ, Zeit etc. beweisen.

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