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Zu wenig Therapie für Tschetschenen?

Mai 21, 2018

Deportation, Kriegsgräuel, Punzierung als Untermenschen: Tschetschenien-Kennerin Susanne Scholl wundert nicht, dass mancher von dort Geflüchtete gewalttätig wird.

Die jüngeren Männer verarbeiten ihre Traumata sehr oft in Gewaltextremen. Die Gesellschaft kümmert sich um diese Leute ja auch nicht. Bei den wenigen Betreuungsstellen, die Kriegsüberlebenden Behandlung anbieten, gibt es Wartelisten von mehreren Jahren, auch für die Kinder. Wir züchten psychische Zeitbomben heran, wenn wir nicht endlich helfen.

(Standard)

Niemand wurde in Österreich so viel gratis (und leider auch ansonsten meistens völlig umsonst) therapiert wie die Flüchtlinge aus Tschetschenien.

Die Asylwerber, die nach dem zweiten Tschetschenenienkrieg ankamen, haben in Österreich flächendeckend therapeutische Hilfe erhalten, da die Feststellung der „Traumatisierung“ nach damaliger Gesetzeslage eine notwendige Voraussetzung war, um trotz der völkerrechtlichen Dublin-Zuständigkeit Polens trotzdem ein Asylverfahren in Österreich zu erhalten. Später wurde die „Traumatisierung“ aufgrund der vielen Gefälligkeits-Gutachten wohlmeinender Psychotherapeuten wieder aus dem österreichischen Gesetz gestrichen. Danach ließ auch der Bedarf nach Therapien auf einmal wieder schlagartig nach.

Dabei war die erste Generation der Tschetschenen, die selbst den Krieg erlebt hatte, noch wesentlich bereiter, sich in Österreich zu integrieren. Während ihres Aufenthaltes in Österreich haben die Tschetschenen jedoch gelernt, dass es nicht die anstrengenden Integrationsbemühungen sind, die von unserem System belohnt werden.

Aufgrund ihres besonderen Opferstatus als „Traumatisierte“ bekamen die als besonders bedürftig geltenden Tschetschenen alles nachgeschoben und sie wurden niemals abgeschoben, egal was sie sich zu Schulden kommen ließen. Je tschetschenischer sie in Österreich lebten, desto mehr konnten sie vom Sozialsystem einstreichen.

Gleichzeitig wurden der Opferstatus und die totale materielle Abhängigkeit aber auch als sehr kränkend empfunden. Jene Kränkung wurde insbesondere von der bereits in Österreich aufgewachsenen Generation durch besondere Aggressivität und totale Integrationsverweigerung kompensiert:

Bildergebnis für tschetschenen schwul

(Wiener Tschetschenen-Demo für die Boston-Attentäter)

Unter der in Österreich aufgewachsenen tschetschenischen Jugend gehören extreme Gewaltbereitschaft und Sympathien für den IS zum Mainstream, auch wenn nur ein Bruchteil tatsächlich nach Syrien gefahren ist. Selbst als der IS am Höhepunkt seiner Macht war, hatte nur ein kleiner Teil von Österreichs tschetschenischer Jugend Lust, das IS-Hinterland Österreich gegen den echten IS zu tauschen.

Auch innerhalb der eigenen Community gelten genauso wie in ihrer Heimat sehr strenge Regeln. Klare Regeln würden die Tschetschenen auch von der Aufnahmegesellschaft benötigen:

Wer in Österreich aus der Reihe tanzt, wird nach Russland abgeschoben.

Zusätzliche Therapien würden hingegen lediglich zu weiteren Missverständnissen führen.

Psychisch helfen würde es den Tschetschenen, die eigenen völlig unrealistischen Ansprüche der Realität anzupassen.

Tschetschenische Musterknaben müssen immer gleich mindestens angehende Ärzte, Anwälte oder Ingenieure sein. Wenn sie an den viel zu hoch gesteckten Zielen scheitern, werden gerade diejenigen, die sich bemüht hatten, besonders frustriert und verbittert.

Und die Mehrheit wird in ihren bequemen Vorurteilen bestätigt, dass man es aufgrund des Rassismus und der Islamfeindlichkeit der bösen Mehrheitsgesellschaft ohnehin nicht schaffen könne, und man sich daher gar nicht erst um eine gelungene Integration in Österreich zu bemühen brauche.