EU finanziert Diktatürk

Brüssel (dpa) – Die Türkei bekommt von der EU weitere drei Milliarden Euro, um Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen.

Merkels Deal mit Erdogan sieht vor, dass Syrer aus Griechenland in die Türkei zurückgeschickt werden können, und die EU im Gegenzug genauso viele Syrer legal aus der Türkei aufnimmt. So sollten Syrer von einer illegalen Einreise abgehalten werden.

Wie viele Syrer wurden nun tatsächlich durch Merkels Deal in die Türkei zurückgeschickt?

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Was hat die Syrer trotzdem vor weiteren Überfahrten nach Griechenland abgeschreckt?

Entscheidend war, dass Syrer nach der Schließung der Balkanroute nur mehr wenig durch eine Überfahrt nach Griechenland gewonnen hätten. Griechenland war für Syrer stets nur ein Transitland (wie auch die Türkei) in die europäischen Asyl-Länder. Ohne die Möglichkeit, dorthin weiterzureisen, gab es keinen Grund mehr, nach Griechenland (und in die Türkei) einzureisen.

Dies einzusehen, würde für Merkel jedoch bedeuten, sich einzugestehen, dass sie unrecht und Sebastian Kurz mit der Schließung der Balkanroute recht gehabt hatte. Und das kann sie nicht. Daher kann Erdogan weiter mit 3,5 Millionen Syrern drohen, die er angeblich großzügig (auf Kosten der EU) versorge, aber jederzeit zu uns losschicken könne.

Tatsächlich sind Erdogans „registrierte Syrer“ die 2 Millionen Syrer, Iraker, Afghanen und Pakistani, die von Sommer 2015 bis zur Schließung der Balkanroute im April 2016 Merkels Einladung nach Europa folgten und durch die Türkei lediglich durchgereist sind.

Wir bezahlen also Erdogan Milliarden für „syrische Flüchtlinge“, die wir längst selbst versorgen. Die UNO deckt Erdogans Lügen, weil sie in der Türkei kräftig mitschneiden darf.

In der Türkei werden nicht mehr als 200.000 Flüchtlinge in Lagern an der syrischen Grenze betreut. Auch wenn in Instanbul wohl einige Hunderttausend Syrer untergekommen sein dürften, kann von Millionen keine Rede sein.

Die 3,5 Millionen Syrer mit denen er uns erpresst, sind ein Bluff.

Doch Merkels Europa unterwirft sich gerne dem Diktatürk und vertraut auf seinen Dialüg in der Flüchtlingsfrage.

Bozkurt

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2 Antworten to “EU finanziert Diktatürk”

  1. aron2201sperber Says:

    desto genauer man ins Detail geht, desto grotesker wird das Ganze.

    Obwohl die EU nun Milliarden an die Türkei für die Flüchtlingsversrgung zahlt, lehnt die griechische Justiz Rückführungen in die Türkei ab, da die Türkei für Syrer „nicht sicher“ wäre.

    Dabei haben auch die deutschen Gerichte seit Jahren Rückführungen nach Griechenland ausgesetzt, weil für die deutsche Justiz wiederum Griechenland kein sicheres Land für Flüchtlinge ist.

    Erdogan kann sich ins Fäustchen lachen. Er bekommt fast völlig ohne Gegenleistung und ohne Kontrolle Milliarden ausbezahlt.

    Erdogan hat lediglich ein paar Pakistaner und Bangladeschi wieder zurücknehmen müssen, die ohnehin nie einen Cent Unterstützung von der türkischen Regierung kassiert hätten und mit Sicherheit die Türkei bald wieder verlassen haben.

    Erdogan ist mit dieser EU in einer Win-Win-Situation.

    Reisen keine mehr durch, weil Kurz die Balkanroute geschlossen hat, muss am Deal festgehalten werden, weil er scheinbar toll funktioniert.

    Würde man die Balkanroute wieder öffnen (weil Kurz z.B. wie Merkel geisteskrank wird), würde die EU Erdogan erst recht noch mehr bezahlen, damit der Deal vielleicht wie beim letzten Mal wieder funktioniert.

  2. aron2201sperber Says:

    Am 27. Juni 2017 meldeten die Medien, dass die EU-Staaten fünf Mal so viel Migranten aus der Türkei aufnehmen wie vereinbart, also kein Austauschverhältnis von 1:1, sondern von 1:5 praktiziert wird:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/eu-staaten-nehmen-tuerkei-fuenf-mal-mehr-fluechtlinge-ab-15079123.html

    Würde man nur Syrer rechnen, wie eigentlich vereinbart, wäre das Verältnis nicht 1:5, sondern 1:30.

    das alles sind aber ohnehin Peanuts angesichts der Millionen Syrer, die wir Erdogan abkaufen, aber in Wahrheit längst selbst versorgen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/grenze-zu-syrien-ankaras-kurswechsel-in-der-fluechtlingspolitik-13927815.html?GEPC=s2

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