Archive for 5. August 2018

Die kleinen Äxte der Zwerge

August 5, 2018

Der große Spiegel beklagt, dass der politische Diskurs von lauten Zwergen bestimmt werde.

Die Wähler hatten sich in Wahrheit nie allzu viel um die Vorgaben der großen Meinungsmacher gekümmert. Würde das Volk sich nach Spiegel-Journalisten richten, hätten die progressiven Grünen die Mehrheit und nicht die dröge CDU.

Woran Spiegel & Co. bei den Wählern gescheitert sind, haben sie jedoch letztlich bei den deutschen Politikern geschafft.

Schwarze Politiker haben auf Zureden der progressiven Journalisten Deutschlands rotgrünste Regierungsperiode eingeleitet (wesentlich schlimmer als in der echten rotgrünen Amtszeit).

Den Preis, den Spiegel & Co. für jenen Erfolg und Einfluss in der deutschen Politik nun bezahlen müssen, besteht im totalen Vertrauensverlust des Volkes in Politik und Medien.

Die Zwerge bestimmen den Diskurs, weil das Volk ihnen eher vertraut als den alten Riesen.

Dazu fällt mir ein Bob Marley Song ein:

If you are the big tree
We are the small axe
Sharpened to cut you down (well sharp)
Ready to cut you down

Darin sagt der junge Bob Marley den „Big 3“ im jamaikanischen Musikbusiness (Duke Reid, Prince Buster und Coxsone Dodd) den Kampf an, die er als „Big tree“ mit seiner kleinen, aber scharfen Axt bzw. Achse fällen will.

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National-islamistische Diplomatie

August 5, 2018

Der türkischen Außenminister beschimpft den österreichischen Bundeskanzler als „kranken Rassisten“:

 „Er redet alle Augenblicke von der Türkei. Da gibt es einen Grund. Da gibt es eine Krankheit. Da gibt es einen Rassismus, eine Islamfeindlichkeit, eine Türkei-Feindlichkeit, dass sie über die Türkei reden und daraus Profit schlagen wollen. Aber bin ich dafür verantwortlich? Sind unsere in Österreich, in Deutschland, in Holland lebenden Mitbürger dafür verantwortlich? Nein. Kein einziger Türke hat sich radikalisiert.“

(ORF)

Lobende Worte fand er hingegen für Außenministerin Kneissl, die brav verschleiert in die Türkei gekrochen war, obwohl es dort (noch) keine Verschleierungsvorschriften wie im Iran gibt:

Kneissl habe aber am österreichischen Wahlkampf nicht teilgenommen und sei danach als Expertin und Freundin der Türkei in die Regierung gekommen, „die die Bedeutung der Türkei kennt und nicht nur keine islamfeindin ist, sondern in ihrem Unterricht die islamische Kultur und die Beiträge der Osmanen zur Weltkultur erklärt“. Cavusoglu wies auch darauf hin, dass Kneissl in ihrer Jugend Ferien in der Türkei verbracht habe und er selber mit ihr eng zusammenarbeite.

Österreichs Türken sind leider in einem besonders hohen Ausmaß für den national-islamistischen Chauvinismus anfällig. Über 70 % haben Erdogan gewählt.

Gleichzeitig sind die österreichischen Türken allerdings auch die größte Gruppe von ausländischen Sozialhilfe-Beziehern in Österreich.

Statt vor den türkischen Chauvinisten zu kriechen, sollte Österreich Erdogan die Schnittmenge aus Erdogan-Wählern und Sozialhilfe-Beziehern zurückschicken.  Erdogan kann dann seine „Soldaten“ selbst versorgen.