Wird Mutti Erdogan retten?

Erdogan war es gewöhnt, westlichen Führern auf den Kopf zu scheißen. So konnte er es sich erlauben, deutsche Journalisten als Terroristen zu verhaften, um sie dann als Geiseln für seine politischen und finanziellen Forderungen auslösen zu lassen.

Erdogan durfte ohne negative Konsequenzen mit Hamas-Terroristen posieren, den türkischen Nazi-Gruß zeigen und sich gleichzeitig als Rassismus-Opfer aufspielen, während er Angehörige der eigenen kurdischen Minderheit rassistisch als Terroristen diffamierte und verfolgte.

Bildergebnis für erogan wolf

Dabei hätte eine deutsche Führung noch wesentlich mehr als Trump in der Hand gehabt, um Erdogan auf den Boden zu holen.

Deutschland zahlt jährlich Milliarden an Hartz IV Euros an türkische Staatsbürger. Die Schnittmenge von Erdogan-Wählern und deutschen Sozialhilfe-Empfängern dürfte es bei einer normalen deutschen Regierung eigentlich nicht geben, und der Diktatürk müsste den Sold für seine „Gläubigen“ selbst bezahlen.

Erdogan hat Europa auch nicht vor den Flüchtlingen gerettet, sondern er hat sie bis zur Schließung der Balkanroute zu uns geschleust (fast 2 Millionen von 2014 bis 2016).

Merkel hat den Schleuser zum Türsteher der EU ernannt. Für die Unterbringung von Millionen „Syrern“ (die schon längst zu uns weitergereist sind und daher von uns selbst versorgt werden) lässt Merkel die EU Milliarden an Schutzgeld an Erdogan überweisen, wobei Erdogan natürlich ständig mit einer neuen Flüchtlingskrise drohnen kann, solange die Tür offiziell von ihm bewacht wird.

Mutti und eine neue Flüchtlingskrise sind wohl auch die letzte Karte, die Erdogan jetzt noch ausspielen könnte. Wenn es gelingt, die Balkanroute aufzuweichen und eine neue Invasion in Gang zu bringen, kann er Mutti und die EU-Kuh noch einmal ordentlich melken und sich über die selbst verschuldete Währungskrise retten.

Die deutschen Medien stehen auf jeden Fall schon wieder bereit, um Mutti  wieder einen neuen moralischen Imperativ aufzuschatzen, mit dem Erdogan Europa wieder Millionen Flüchtlinge und sich selbst Milliarden Euros bescheren könnte:

Das nächste Ziel von Syriens Machthaber ist Idlib. Fällt der letzte Zufluchtsort für Baschar al-Assads Gegner, hat das Regime gesiegt – mit Folgen auch für Europa.

Das Problem ist: Syrerinnen und Syrer aus Idlib will keiner haben. Die Türkei nicht – sie hat schon 3,5 Millionen Syrer aufgenommen.

All diese Aktivisten fürchten sowohl das Regime als auch die Dschihadisten. Verschiedene Rebellengruppen bemühen sich inzwischen um eine Isolierung von HTS, um dem Terrorimage entgegenzuwirken. Doch diese Distanzierung von HTS wird Assads Vormarsch nicht aufhalten. Schließlich geht es dem syrischen Präsidenten nicht um den Kampf gegen dschihadistischen Terror – dieser ist ihm viel zu nützlich – sondern um die Auslöschung alles Illoyalen.

Aus Angst, deutsche Entwicklungsgelder könnten bei Al-Kaida-Anhängern landen, stoppte die Bundesregierung 2017 fast die gesamte Projekthilfe für Idlib. Warum Deutschland langjährige syrische Partner gegenüber Dschihadisten im Stich lässt, wenn man sie schon nicht vor den Bomben Assads schützen will, kann in Berlin keiner überzeugend erklären.

Drei Millionen Syrer stehen auf Fahndungslisten des Regimes, weil sie den Aufstand unterstützt haben, darunter viele Geflüchtete. Die meisten Syrer werden deshalb bis auf Weiteres in Deutschland und anderen EU-Ländern bleiben.

(Die Zeit)

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11 Antworten to “Wird Mutti Erdogan retten?”

  1. American Viewer Says:

    Drei Millionen Syrer stehen auf Fahndungslisten des Regimes,

    Was Medien wie ZEIT immer behaupten, ist schon erstaunlich. Die Syrer, die mir bekannt sind, kennen oft nicht einmal selbst ihr Geburtsdatum, sie haben zum Teil wirklich keine Papiere, die Namen können extrem ähnlich sein, und die Bürokratie dort ist nicht gerade genau, soll aber trotzdem alle Syrer genau kartiert haben, so dass sich das syrische Regime jetzt mal kurz drei Millionen herauspicken kann. Die drei Millionen haben sich auch alle schön an- und abgemeldet, als sie die Grenzen zum Libanon und zur Türkei übertraten.

    • aron2201sperber Says:

      Die Zahl ist wohl ähnlich realistisch wie Erdogans angeblich versorgte 3,5 Millionen Syrer.

      Würde man auch den Saudis ihre 2,5 Millionen so treuherzig glauben, wären kaum mehr syrische „Oppositionelle“ für uns in Europ übrig gewesen:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/10/17/saudi-barbariens-bescheidenheit/

      • American Viewer Says:

        Syrien ist das neue Palästina. Ein laut Medien ganz brutaler Krieg, der hunderttausende Menschen das Leben kostet (kann ja wirklich so sein), aber gleichzeitig nimmt die Zahl der angeblichen „Syrer“ auch immer weiter zu. Das passt nicht so ganz zusammen.

        Das war bei früheren echten Kriegen anders: Da wurden ganze Landstriche komplett entvölkert und die Gesamt-Bevölkerungszahlen haben sich kurz mal halbiert.

      • aron2201sperber Says:

        in vielen Städten Syriens wurde nie gekämpft: am Mittelmeer, in Homs und auch im Großteil von Damaskus.

        Jene Gebiete sind sicher die mit den höchsten Zahlen an Inlandsvertriebenen. Aus einem Statviertel in ein anderes umzuziehen, kommt allerdings auch ohne Krieg auch bei uns vor.

        dass auch Syrer als Gastarbeiter am Golf tätig waren und wohl die meisten in Saudi-Arabien und den Emiraten, halte ich für glaubhaft.

        viele von unseren Syrern hatten sich zuvor ebenfalls dort aufgehalten.

        300.000 Kriegstote sind wohl eine realistische Zahl.

      • salamshalom Says:

        @aron

        Richtig ist, dass entlang der Küste und in der Hauptstadt selbst (Ausnahme Peripherie), sowie im sogenannten „Tal der Christen“ es durchweg ruhig. Und korrekt ist es auch, dass nahezu alle Binnenflüchtlinge bis 2016 in diese Gegenden gezogen sind. Inzwischen kehren hundertausende Syrer wieder in die befreiten Gebiete zurück, von Qussair, bis Aleppo bis Ghouta und Hama-Peripherie.
        Was aber nicht richtig ist, ist die Aussgae, dass in Homs keine Kampfhandlungen stattgefunden hätten. Gerade diese Stadt hat im Kern (Bab isbaà) und in Waer sowie Baba Amr ordentlich Blutzoll zahlen müssen. Inzwischen ist die Stadt soweit befriedet, dass überall Aufbauarbeiten, Neubauten und dadurch massige Rückkehrbewegungen eingesetzt haben.

  2. Olaf Says:

    Den Yückel hätte Erdosack behalten können und Böhmerstinker, Fatima Roth und Özdemir könnte er auch gerne kriegen.

  3. aron2201sperber Says:

    auch die BLÖD-Zeitung stoßt ins selbe Horn wie „Die Zeit“:

    https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/die-hoelle-von-idlib-2-5-millionen-menschen-in-der-assad-falle-56680650.bild.html

  4. aron2201sperber Says:

    Qatar greift seinen türkischen Muslimbrüdern mit 15 Milliarden unter die Arme:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tuerkei-soll-15-milliarden-dollar-unterstuetzung-von-katar-erhalten-a-1223375.html

    Syrische Muslimbrüder finanzierte man zwar auch kräftig beim Krieg. Als Flüchtlinge hat man sie jedoch nicht im eigenen Emirat willkommen geheißen.

    Für die Versorgung von Flüchtlingen soll der Westen zuständig sein. Qatar zahlt aber gerne für die Moscheen und Dialüg-Zentren in Europa, damit die Integration der Brüder in die Umma gut klappt:

    https://www.gatestoneinstitute.org/12800/qatar-france-mosques#.W3Q4CC0VVEs.facebook

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