Nur im Asylverfahren schwul?

Ein kleiner österreichischer Asylbeamter hat einem Afghanen seine Asylgeschichte nicht abgekauft. Ein großer österreichischer Journalist hat den Bescheid des kleinen Beamten, dem der Afghane bei seiner Befragung „nicht schwul genug“ erschienen war, zwischen die Finger gekriegt.

Die „Gschicht“ sorgte dann vom Spiegel bis zur NY Times für Häme über den ignoranten Beamten. Auch die Boulevard-Medien schlossen sich dem Beamten-Bashing an, und die als rechtspopulistisch verschriene Regierung stellte sich nicht hinter ihren kleinen Beamten, sondern zog ihn von Asylfällen ab.

In Zukunft wird eine behauptete Homosexualität wohl die Standardgeschichte bei afghanischen Männern sein, da sich kleine Beamten hüten werden, wie ihr Kollege vor der ganzen Welt noch einmal als Depp da zu stehen.

Am besten wäre es, keine individuellen Asylverfahren nach illegaler Einreise durchzuführen, bei denen man auf die Bewertung kaum überprüfbarer Behauptungen angewiesen ist. Bis zu Australiens „No Way“ ist es jedoch für Österreich als Teil der EU noch ein langer Weg.

Im derzeitigen System ist es Aufgabe der Beamten, solche Geschichten kritisch zu hinterfragen und sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Natürlich gibt es nicht nur Tunten, sondern auch schwule Männer, denen man ihre sexuelle Orientierung kaum anmerken würde. Es gibt aber auch Männer, die gar nicht schwul sind, und die ihre Homosexualität im Asylverfahren lediglich behaupten, um ein Asylrecht zu erhalten.

Eine gute Frage wäre gewesen, in wie weit der homosexuelle Afghane die homosexuelle Infrastruktur in Österreich ausnützt. Schwule, die aus der Pampa kommen, stürzen sich in der Regel in das schwule Großstadtleben. Wer das nicht tut, wird wohl nur für das Asylverfahren schwul sein.

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5 Antworten to “Nur im Asylverfahren schwul?”

  1. besucher Says:

    und wie willst Du nun herausbekommen ob er schwul oder nichtschwul ist?

  2. aron2201sperber Says:

    gegen diesen ehemaligen Vorsitzenden am Bundesgerichtshof ist Jakob Augstein ein gemäßigter Vernunftmensch:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sami-a-und-der-rechtsstaat-kolumne-von-thomas-fischer-a-1224050.html

    Voller Hass auf die Mörder Osama Bin-Ladens und voller Verständnis für einen Menschen, der dessen Leben beschützen wollte.

    und natürlich voller Sorge, die Auslieferung eines tunesischen Bin Laden-Lakaien nach Tunesien könnte auch jeden deutschen Spinner, der mit Linksradikalismus sympathisiert, treffen

  3. American Viewer Says:

    Etwas was man gar nicht sinnvoll prüfen kann, sollte nicht Gegenstand eines Verfahrens sein, schon gar nicht in einem Asylverfahren.

    Aber nahezu alle Asylverfahren in westeuropäischen Ländern scheinen auf Dingen und Phantastereien zu bestehen, die objektiv gar nicht überprüfbar sind.

    Der Asylant behauptet halt irgendetwas und letztendlich war es das dann. Und selbst wenn man so blöd ist und durch das Asylverfahren „durchfällt“, ist es letztendlich auch komplett egal, weil bleiben darf man sowieso.

    Und für die 0,001% die dann eventuell vielleicht irgendwann doch mal abgeschoben werden sollen, für die gibt es „Härtefall“-Regeln und demnächst dann auch noch den „Spurwechsel“.

  4. Unsere neuen Christen? | Aron Sperber Says:

    […] und kann wieder von vorne beginnen. Sollte dies auch wieder scheitern, wird man schnell noch schwul und stellt einen dritten […]

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