Wüster Prinz und edler Emir?

Wenn in Deutschland ein totgprügelter oder totgestochener Körper gefunden wird, vergisst der Spiegel nie auf die „Mutmaßlichkeit“ eines „vermeintlichen“ Verbrechens hinzuweisen. Und regelmäßig entpuppten sich die mutmaßlichen Morde als Herzversagen oder Selbstmord.

Wenn hingegen in der Türkei ein saudischer Staatsbürger verschwindet, pfleift man auf den Konjunktiv. Bevor noch eine Leiche gefunden wird, hat man den Schuldigen im „wüsten Sohn“ gefunden:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jamal-khashoggi-und-saudi-arabien-mohammed-bin-salman-ist-ein-gefaehrlicher-mann-a-1232133.html

Dies ist nicht der erste Artikel, in dem vom Spiegel Saudi-Bashing betrieben wird:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/heiko-maas-saudi-arabien-feiert-diplomatischen-sieg-ueber-deutschland-a-1230162.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-mohammed-bin-salman-duldet-keine-kritik-a-1221844.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-trotzt-der-blockade-durch-saudi-arabien-a-1211213.html

Unsere Saudi-Barbaren sind zwar keine lupenreinen Demokraten. Das sind unsere anderen Verbündeten vom Golf und bei VW allerdings auch nicht. Katar ist genauso eine Diktatur wie Saudi-Arabien. Trotzdem sind die Spiegel-Artikel über den Emir in der Regel ausgesprochen wohlwollend:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katar-will-in-deutschland-zehn-milliarden-euro-investieren-a-1227126.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-wie-die-usa-tuerkei-und-grossbritannien-das-emirat-militaerisch-nutzen-a-1225292.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/katar-trotzt-der-blockade-durch-saudi-arabien-a-1211213.html

Katar ist den Saudis bei der Propaganda haushoch überlegen, da man sich nicht nur auf Al-Jazeera verlässt, sondern auch auf westliche Medien setzt, wie man an den Spiegel-Beiträgen beobachten kann.

In den USA ist vor allem die „traditionsreiche“ Washington Post zum Sprachrohr Katars und der Muslimbruderschaft verkommen.

Das mutmaßliche Mordopfer war als Journalist keine große Nummer. Seinen Posten bei der Washington Post bekam der alte Reisegefährte von Osama Bin Laden nicht als Journalist, sondern als Muslimbruder.

Das Bündnis der Katar-Herrscher mit der Muslimbruderschaft ist verlogener und für uns noch toxischer als das alte Bündnis zwischen Saudis und Wahabiten.

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21 Antworten to “Wüster Prinz und edler Emir?”

  1. aron2201sperber Says:

    auf wessen Seite steht der Salafist Pierre Vogel?

    er ist total bei Erdogan und den Muslimbrüdern.

  2. aron2201sperber Says:

    Gegen Katars Propaganda in Al-Jazeera, Washington Post und Spiegel, wirkt die Facebook-Propaganda der Saudis putzig:

    https://www.fischundfleisch.com/aron-sperber/wer-regiert-in-den-sozialen-medien-49768

    Noch dazu nennen sie sich reichlich ungeschickt selbst „Gegenpropaganda“ und verwenden selbst Begriffe wie „Islamophobie“, die man genau mit der Gegenseite assoziiert und jeden vernünftigen Menschen abschrecken.

    Katar ist zwar der giftigere Zwerg.

    Trotzdem haben auch die Saudi-Barbaren noch ziemliche Bärte und sind kaum genießbar.

    Solange Pierre Vogel und seine Salafisten finanziert werden, ist eine Besserung unglaubwürdig.

    Erst wenn mit der Vogelscheisse Schluss ist, kann man ernsthaft weiterreden.

  3. besucher Says:

    Tja und nu?
    Das ist doch alles bekannt. Aber schön dass es eine Muslimbrüder-Weltverschwörung gibt.

    • aron2201sperber Says:

      Dass es Erdogan war, der Millionen Muslimbrüder zu Mama Merkel geschickt hat, wird ausgeblendet.

      Dass Erdogan seine Muslimbrüder jetzt rotzfrech mitten in Berlin mit ihrem Zeichen grüßt, ist für den Spiegel auch kein Thema.

      Nur die Bild kann bzw. will diese Zeichen deuten.

      • besucher Says:

        Millionen geschickt???
        Du übertreibst maßlos. Inklusive der Erdotürken hier würde ich schätzen dass es 1,5 Millionen sogenannte Muslimbrüder-Sympathisanten in Deutschland gibt. Desweiteren wurde Erdowahns Rabia-Gruß sogar im linken Kölner Stadtanzeiger mehrfach erwähnt.

      • American Viewer Says:

        Erst setzt du hinter „Millionen“ drei Fragezeichen und behauptest, es sei eine maßlose Übertreibung.

        Aber gleich darauf sprichst selbst du von „1,5 Millionen“, die es deiner Meinung nach sein sollen. Sind das etwa keine Millionen? Warum schreibst du dann „Millionen“? Ein bisschen arg unlogisch.

      • besucher Says:

        Genau lesen:

        Ich rede von ca. 1 Million Erdotürken die hier sind (und das schon vor 2015) und noch maximal 500.000 den Muslimbrüdern nahestehenden Syrern. Also nic mit Millionen geschickt.

      • besucher Says:

        Nix mit Millionen geschickt.

      • aron2201sperber Says:

        Es haben sich ja nicht nur Syrer von Merkel eingeladen gefühlt. Insgesamt kamen fast 2 Millionen neue Muslime ins Land.

      • besucher Says:

        laut wikipedia sind max. 800.000 Araber/Syrer gekommen. Desweiteren werden 1,3% der Bevölkerung 2016 als „Asians“ angegeben. da sind dann auch die Afghanen mit drin. Wie Du auf die 2 Millionen neue Muslime kommst ist mir schleierhaft.

      • aron2201sperber Says:

        Deutschland hat durch Merkels Einladung etwa 1,5 Millionen abbekommen. Auch 200.000 für Schweden und 150.00 für Österreich sind Merkel zuzurechnen.
        Andere Länder wie Schweiz, Benelux, Frankreich mitgerechnet waren es locker 2 Millionen.

    • besucher Says:

      kannst Du diese Zahlen auch irgendwo belegen?

  4. American Viewer Says:

    Dass die deutsche Lügenpresse mal wieder Erdowahns Spielchen mitspielt, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Erdowahn liebt es bekanntlich selbst tausende Leben zu zerstören, jeden Mini-Kritiker lässt er wegsperren, darunter bekanntlich auch tausende Journalisten.

    Erdowahn und Putin sind die widerlichsten Visagen von allen. Die Chinesen und die Saudis sind natürlich auch schlimm, aber die sind immerhin deutlich weniger heuchlerisch. Wenn schon böse, dann bitte mit möglichst wenig Heuchelei. Was Erdowahn, Putin, der Iran und Katar Monat für Monat an maximaler Heuchelei aufbieten, ist wahrlich nur schwer zu toppen.

    • aron2201sperber Says:

      Putin kann es sich erlauben, Journalisten und andere Dissidenten abzumursken, ohne dass es Empörung auslöst. Er streitet solche Taten zwar grundsätzlich ab, was das Volk ihm einerseits glaubt, aber gleichzeitig Verständnis hätte, wenn er es doch getan hätte.

      schließlich würde der Westen das ja auch tun.

      Sisi konnte sich sei hartes Vorgen gegen die Muslimbrüder erlauben, weil er zu Putins Sphäre gerechnet wird.

      die Saudis zählen zum Westen. Das hätte der Saudi-Prinz berücksichtigen müssen, falls tatsächlich er den Mordauftrag gegeben hatte.

      politische Morde sind ein Tabu, das auch Trump kaum brechen würde.

      falls er den Prinz fallen lässt, wäre das natürlich ein großer Sieg für die seit Trumps Wahl schwer in die Defensive gerateten Muslimbrüder.

    • salamshalom Says:

      Eine große Portion Komik gehört wohl eher dazu, ausgerechnet von „ Heuchelei“ zu schwadronieren und dabei den „Wertewesten“ komplett auszusparen. So, als hätte es die Dauerbombardements for democracy in einer Serie von souveräner Staaten nie gegeben.

      AV, bitte weitermachen. Und das Ferglas schön von dem Brennpunkt weghalten. Nicht, dass es zu Netzhautablösungen kommt…

  5. aron2201sperber Says:

    Empfehlung:

    https://www.frontpagemag.com/point/271613/media-forgets-mention-jama-khashoggi-was-muslim-daniel-greenfield

    • salamshalom Says:

      Khashoqshi war zusätzlich ein relevanter Teil der Unterstützer der syrischen „Opposition“ der ehemals vereinten qatarisch-saudischen Agitatoren. So beklatschte er in seinen Beiträgen und Blogs jeden geköpften syrischen Soldaten, die er unisono, ganz im Sinne der salafi-wahabitischen Denke, als Ungläubige oder vom Glauben abgefallene betrachtete.
      Aus diesem Grund hält sich das Mitleid der Syrer hinsichtlich seines Verschwindens arg in Grenzen. Deren Frage lautet eher, warum wurde so ein systemnaher „Kritiker“ so radikal bestraft, während andere, deutlich kritischere Geister „nur“ im Kittchen sitzen?!!

      • aron2201sperber Says:

        er war durch und durch ein Muslimbruder.

        Assads Vater hat viele von seiner Sorte Meier gemacht.

        wie gesagt hätte der Saudi-Barabaren-Prinz wissen müssen, dass man sich als USA-Verbündeter gewisse Dinge verkneifen muss, die unter unabhängigen bzw. Russland-verbündeten Barbaren-Herrschern üblich sind.

        die Muslimbrüder haben die ganze Zeit auf so ein Situation gelauert und haben eine beispiellose Kampagne gegen den Gaddafi-haften Prinz gestartet.

        die erste Geige spielte zwar zunächst Al-Jazeera, letztlich hat man jedoch CNN das Kommando überlassen.

        der Saudi-Barbaren-Prinz wird wohl kaum mehr zu halten sein und die Muslimbrüder von Ankara bis Doha werden Oberwasser haben.

        um so wichtiger ist es, die Netzwerke der Muslimbrüder offenzulegen und dem guten Beispiel von Russland, Ägypten, Syrien und der der Golfstaaten zu folgen und die Muslimbrüder als extremistische Organsiation auch in Europa zu verbieten.

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