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Obmann als V-Mann?

November 28, 2018

Im Jihadisten-Prozess von Graz kam es zu zwei halbwegs saftigen Verurteilungen, wobei die befragten Zeugen allerdings herzlich wenig dazu beigetragen hatten:

Ganz wenig wollte dann auch der nächste Zeuge wissen, obwohl er sieben Jahre lang der Obmann von TAQWA war: Er selbst habe nur gebetet, nicht gepredigt, von radikalen Tendenzen wollte er nichts mitbekommen haben. „Wieso sind dann aus ihrer Moschee gleich 38 Personen nach Syrien gegangen?“, fragte der Richter. „Keine Ahnung“, kam als Antwort. Und weiter: „Wieso haben sie die Dschihad-Fahne aufgehängt?“ „Die war damals noch nicht verboten.“ „Sie sind der Obmann eines radikalislamischen Vereins, das ist Tatsache“, wurde der Richter schließlich schärfer. „Ich hatte keinen Einfluss auf die Leute“, antwortete der Zeuge, der aber immerhin den 38-Jährigen erkannte; dass dieser auch Kassier war und wie viel Geld der Verein hatte, wusste der Obmann aber nicht so recht.

https://steiermark.orf.at/news/stories/2950054/

Der Zeuge war vermutlich auch ein V-Mann. Anders ist es wohl nicht zu erklären, wie er als Obmann des Jihadisten-Vereins einer strafrechtlichen Verurteilung entgehen konnte.

Der Asylstatus wurde ihm zwar zunächst aberkannt, aber vom übergeordneten Verwaltungsrichter prompt wieder zuerkannt.

Folglich lebt der Obmann des IS-Vereins wohl weiter auf Kosten der österreichischen Steuerzahler.