Wer schützt Europas Grenzen?

Dieser Zaun stoppt niemanden – weil keiner kommt

Rund 160 Kilometer grüne Grenze zu Slowenien werden bis heute vom österreichischen Militär überwacht: mit Fußstreifen, motorisierten Patrouillen und Wärmebildkameras. 160 bis 170 Soldaten sind laut FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek im sogenannten Assistenzeinsatz. Die Kosten für den Einsatz betragen rund 20 Millionen Euro pro Halbjahr, und in den ersten sechs Monaten 2018 wurden genau zehn illegale Einreisende aufgespürt. Macht zwei Millionen Euro pro Kopf.

Spielfeld ist ein teurer Spaß für die Steuerzahler. Den Zaun mietete die Landespolizeidirektion zuerst für rund 331.000 Euro – um ihn dann dem Hersteller für 168.000 Euro abzukaufen. Rund 3 Millionen Euro verschlang laut Innenministerium der Aufbau des gesamten „Grenzmanagementsystems“. Laufende Kosten: etwa 1,7 Millionen pro Jahr.

(Spiegel)

Im Vergleich zum deutschen bzw. europäischen Grenzschutz, der von Merkel an Erdogan übertragen wurde, ist der österreichische Grenzschutz freilich ein Schnäppchen.

Sechs Milliarden hat die EU auf Merkels Betreiben an Erdogan überwiesen, obwohl es so gut wie keine Rücküberstellungen von Syrern gab, die der zentrale Mechanismus des Merkel-Erdogan-Pakts hätten sein sollen.

Was Erdogan mit den Milliarden, die er für den nicht geleisteten Grenzschutz kassiert hat, sonst noch so angestellt hat, war für den europäischen Rechnungshof nicht nachprüfbar, da Erdogan aus Datenschutzgründen die Namen der Empfänger der von den europäischen Steuerzahlern finanzierten türkischen Wohltaten nicht preisgab.

Der Spiegel erwähnte die vom Rechnungshof beklagte türkische Daten-Verschleierung (wie die türkischen Staatsmedien) mit keinem einzigen Wort.

Dass der Merkel-Erdogan-Pakt trotzdem irgendwie zu funktionieren schien, lag daran, dass andere den europäischen und damit auch den deutschen Grenzschutz übernommen hatten.

Zum großen Entsetzen vom Merkel und ihres Spiegels wurde die Balkanroute auf Betreiben von Sebastian Kurz geschlossen. Dass es kein Durchwinken mehr gab, war der wahre Grund, warum sich eine Überfahrt von der Türkei nach Griechenland kaum mehr auszahlte.

Um wieder eine Flüchtlingsroute zu öffnen, bemühen sich Medien wie der Spiegel, den europäischen Grenzschutz durch ihre „Berichterstattung“ wieder aufzuweichen.

Trotz der Propandanda über das „Höllenlager von Lesbos“, schickt Griechenland die Flüchtlinge bis heute nicht einfach aufs Festland weiter.

Trotz der Propaganda über die „kroatische Folterpolizei“ wird die EU-Außengrenze zu Bosnien weiter gesichert.

Trotz der Propaganda über den „unnötigen und teuren österreichischen Grenzzaun“, kann sich Österreich zur Not vor der nächsten Invasion selbst schützen, falls die Griechen und die Kroaten schwach werden und der Medien-Hetze nachgeben.

Ähnliches Foto

 

8 Antworten to “Wer schützt Europas Grenzen?”

  1. American Viewer Says:

    Dieser Zaun stoppt niemanden – weil keiner kommt

    Die Lügenpresse verdreht regelmäßig Ursache und Wirkung. Natürlich kommt niemand, wenn ein gigantischer Zaun den Weg versperrt. Morgen schreibt die Lügenpresse: Warum haben Häuser eigentlich geschlossene Fenster und Türen, es kommt doch gar kein Wind herein.

    Es wundert mich schon ein bisschen, dass niemand in der Öffentlichkeit die rhetorischen Tricks der MSM mal entlarvt.

    Die zweite Ebene des Satzes oben ist das „Ganz-viel-“ und „Ganz-wenig“-Spielchen. Als Europa nach Merkels Einladung von Zehntausenden jeden Monat überrannt wurde, erklärt uns die Lügenpresse Grenzschutz bringe nichts, es kommen viel zu viele. Heute sagen sie: Grenzschutz bringe nichts, es kämen viel zu wenig. — Die Quantität spielt in Wirklichkeit gar keine Rolle, die MSM und Merkel kommen immer zum gleichen Ergebnis.

    Das identische Spielchen wird bei Deutschland Asyl-Artikel im GG gespielt. Bisher hieß es immer, der Artikel sei unbedingt nötig, weil man damit so vielen Menschen helfe. Der neue Trend der letzten Wochen ist das glatte Gegenteil: Jetzt darf man den Artikel nicht ändern, weil er angeblich sowieso niemanden mehr betrifft. —> Schön, wenn er niemanden mehr betrifft, dann kann man ihn ja abschaffen.

    In Wirklichkeit ist es natürlich so, dass zunächst einmal 100% der Asylanten über Jahre im Asylverfahren stecken. Und das Asylverfahren wird natürlich mit dem GG-Artikel begründet.

    Die deutschen Politiker und ihre Medien spielen seit 30 Jahren über dutzende Banden. Zu viel, zu wenig, EU zuständig, Justiz zuständig, Verfassung hat schuld, EU-Recht hat schuld. So geht es seit 30 Jahren hin und her. Man muss sich klar werden, dass sich in diesem System NIE etwas Relevantes ändern wird. Man schiebt wie im Kommunismus die Verantwortlichkeiten ganz wild hin und her und am Ende ist dann NIEMAND mehr für irgendetwas verantwortlich. Merkel ist die Personifizierung dieses Prinzips der Verantwortungslosigkeit: Geschichte wird nicht mehr geschrieben und aktiv gestaltet, sie wird nur noch passiv mit einem Schulterzucken erduldet.

  2. aron2201sperber Says:

    Die Türkei dürfte nun doch ein wenig in Sorge wegen dem EU-Rechnungshof zu sein, da sie beginnt, bei den Flüchtlingszahlen ein wenig zurückzurudern:

    Turkey will carry out a census of Syrian refugees, the Turkish media cited Interior Minister Suleyman Soylu as saying on Dec. 4.

    “The presence of Syrian refugees in Turkey is a very complex issue and should be thoroughly examined,” he said.

    Soylu also stressed that after the Olive Branch and Euphrates Shield operations were conducted, 285,000 Syrian refugees returned to Syria.

    Presently, there are 3 million Syrian refugees in Turkey.

    https://www.azernews.az/region/142021.html

    statt den 3,5 Millionen Syrern, die man noch im Sommer angegeben hatte, sind es jetzt nur noch 3 Millionen, da 285.000 nach Syrien zurückgekehrt sein sollen.

    und man wolle einen „Census“ über die „komplexe Angelenheit der Flüchtlinsgzahlen“ durchführen.

    sehr lustig, dass man plötzlich einen Census braucht, obwohl man ja (im Gegensatz zu den schlampigen Deutschen, die ihre Syrer auf rund 700.000 schätzten) ganz genaue Zahlen präsentiert hatte:

    Turkish authorities estimate the number of Syrian refugees in Turkey will exceed 5 million in 2028.

    Turkey granted temporary protection status for a total of 3,545,293 Syrians and the number of Syrians living in refugee camps has decreased to 204,288, daily Hürriyet reported on figures from the immigration authority and ombudsman institution.

    http://www.hurriyetdailynews.com/syrian-refugees-in-turkey-to-exceed-5-million-in-2028-136121

    dabei wollte man bis vor kurzem die Zahlen noch höher (bald 5 Millionen) ansetzen, um noch mehr zu kassieren.

  3. aron2201sperber Says:

    Erdogan nimmt den Mund doch wieder sehr voll, was seine großherzigen Leistungen für Syrer betrifft:

    https://www.dailysabah.com/politics/2018/12/11/west-hypocritical-on-defending-human-rights-erdogan-says

    offenbar rechnet er nicht mit weiteren Kontrollen der unterwürfigen EU.

  4. Kroatien für Grenzschutz am Pranger | Aron Sperber Says:

    […] Deal-Partnern befinden wie Ungarn, Österreich, Kroatien, Slowenien, Bayern mittlerweile eine migrationskritische Haltung angenommen haben, und Flüchtlinge nicht mehr ungehindert ihre Grenzen passieren […]

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