Archive for 13. Dezember 2018

USA: Waffen an Selbstmorden schuld?

Dezember 13, 2018

Fast 40.000 Menschen starben 2017 in den USA durch Schusswaffen – so hoch war die Rate seit den Neunzigern nicht mehr. Ein Grund dafür ist die steigende Zahl an Suiziden.

14.542 Fälle wurden als Morde gewertet. Die Opfer sind sehr ungleich verteilt: Schwarze Männer machen mehr als die Hälfte der Mordopfer aus – obwohl sie nur sieben Prozent der Gesamtbevölkerung stellen.

(SPON)

Der Spiegel erwähnt dabei nicht, dass auch bei den Tätern mehr als die Hälfte Schwarze sind. Würde er es erwähnen, würde sich das weiße Waffenproblem womöglich als schwarzes Kriminalitätsproblem darstellen.

Bezeichend sind die Bilder, die der Spiegel beigefügt hat. Lauter weiße Waffennarren, aber keine schwarzen oder Latino-Gangster.

Waffenladen in Colorado (Archiv)

Überblick: Zahlen und Fakten zu Waffen in den USA

Der größte Teil der Todesfälle durch Schusswaffen – fast 60 Prozent – sind hingegen Suizide: Das CDC zählte 23.854 Fälle. Besonders viele Suizide gab es in Gegenden mit besonders vielen Waffen und besonders laxen Waffengesetzen.

Hier erwähnt der Spiegel nicht, dass die Suizidrate der USA trotz Waffen in etwa gleich hoch wie in Deutschland ist. Ob sich ein Mensch mit der eigenen Waffen töten kann oder dafür eine andere Methode wählen muss, ändert offenbar wenig am Phänomen Selbstmord.

Werbeanzeigen

Türkischer Nazi-Gruß in Wien verboten

Dezember 13, 2018

Das türkische Außenministerium hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung das Verbot des Wolfsgrußes und des R4bia-Emblems in Österreich verurteilt.

Das türkische Außenministerium verurteilte diesen Schritt auf Schärfste. Dieser Schritt sei vor allem deshalb nicht hinnehmbar, weil es sich beim Wolfsgruß um einen Ausdruck einer in der Türkei legalen Partei handele. Gleiches gelte für das R4bia-Emblem. Dieses Zeichen sei „in unserem Land und in vielen anderen Ländern bei Muslimen weit verbreitet“. Beides hätte „ nicht im Entferntesten etwas mit Extremismus zu tun“.

(Daily Sabah)

Auch in Deutschland war die NSDAP eine legale Partei und der Hitler-Gruß unter Nazis weit verbreitet.

Wie der deutsche Nationalsozialismus ist Erdogans Ideologie, welche Elemente des Islamismus der Muslimbruderschaft und des Nationalismus der Grauen Wölfe vereint, sehr wohl ebenso eine extremistische Ideologie. Der Islamismus der türkischen Nationalisten ist dabei mindestens genauso toxisch wie der Sozialismus der Nazis.

Bildergebnis für yildirim wolfsgruß

Als Migranten in Europa stellen sich Erdogans Anhänger als Rassismus-Opfer dar und wollen als „die neuen Juden“ gelten, da man damit speziell den Deutschen und Österreichern leicht ein schlechtes Gewissen einreden kann, um Sonderrechte für die eigene (judenfeindliche) Ideologie durchzusetzen.

Daheim hetzt Erdogan am liebsten gegen den Juden-Staat und verfolgt die kurdische Minderheit und ihre politischen Vertreter als „Terroristen“ in und außerhalb der Türkei. So gefällt es der Türkei, dass Österreich auch das PKK-Zeichen auf die Liste verbotener Gesten gesetzt hat:

Das neue Gesetz umfasst darüber hinaus auch ein Verbot der von der Terrororganisation PKK verwendeten Geste, die dem berühmten „Victory“-Zeichen sehr ähnelt.

Das Außenministerium lobte in diesem Fall das „richtige, aber späte“ Verbot des PKK-Symbols. Die Türkei werde die Umsetzung des Verbots genau beobachten.

Erdogans hat zwar genug Spitzeln in Österreich. Mittlerweile müssen die aber verdammt aufpassen, ob sie nicht selbst auch genau beobachtet werden. Wer sich nach Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft einen türkischen Pass besorgt hat, muss mit einem Aberkennungsverfahren rechnen. Für „Österreicher“, die für den türkischen Staat spitzeln, gilt dies wohl erst recht.

Dass die kurdische Arbeiterpartei von Österreich wie die türkischen Faschisten und Islamisten behandelt wird, ist ein Anachronismus, da die Terrorvergangenheit der PKK wie bei anderen von den Sowjets geförderten Organisationen schon lange zurück liegt.

Die Staaten des feindlichen Blocks sollten durch linken Terror (RAF, Rote Brigaden) oder nationalistischen Terror (IRA, ETA, PLO, PKK) destabilisiert werden. Während die IRA, ETA, PLO nach Ende des Kalten Krieges in den politischen Prozess eingebunden werden konnten, wurde die PKK von der Türkei weiterhin geächtet. Im Gegensatz zu England, Spanien und Israel hatte die Türkei kein Interesse an einer friedlichen Lösung mit ihrer militanten Minderheit.

Während die Palästinenser schließlich ihren Autonomie-Status erhielten und der PLO-Führer Arafat den Friedensnobelpreis verliehen bekam, wurden die Rechte der Kurden ignoriert, und ihr Anführer wurde als Terrorist eingesperrt. Wäre die PKK wie die PLO behandelt worden, hätte sie wohl längst ein autonomes Gebiet und ihre Führung wäre trotz kommunistischer Terror-Vergangenheit international anerkannt.

Das hindert Erdogan freilich nicht daran, sich gegenüber Israel als Moralapostel aufzuspielen und eine palästinensische Terrororganisation zu hofieren, welche sowohl die PLO als auch die PKK an Fanatismus und Gewaltbereitschaft deutlich übertrifft.

Bildergebnis für hamas erdogan