Petrodollar-Sozialismus am Ende?

Während bei Bolsonaro nie auf das Adjektiv „rechtsextremer“ Präsident verzichtet wird, findet man bei Maduro nie den Zusatz „linksextrem“.

Wenn Maduro angepatzt werden soll, wird er höchstens als „links-nationalistisch“ bezeichnet, wobei nur das Zweitere etwas Böses ist:

Russland hat sich im zuletzt eskalierten Machtkampf in Venezuela klar hinter den linksnationalistischen Präsidenten Nicolas Maduro gestellt.

(ORF)

Beim „rechtsextremen“ Bolsonaro wurde bereits vor seiner Wahl die Wiedererrichtung der in Brasilien über 30 Jahre zurückliegenden rechten Militärdiktatur an die Wand gemalt.

Die seit 60 Jahren real existierende Diktatur auf Kuba ist hingegen kaum ein Grund zur Empörung.

Pinochtet ist der ewige CIA-Bösewicht. Maduro kommt mit seiner Antiimperialismus-Masche durch, egal wie schlimm er mit seinem Kommunismus sein Land zugrunde richtet.

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14 Antworten to “Petrodollar-Sozialismus am Ende?”

  1. American Viewer Says:

    Trump hat sich mal wieder als Erster zu Demokratie und Freiheit bekannt.

    Wenn man die vielen Hintergrundberichte zum Thema liest, hat seine Regierung sogar die Hände mit im Spiel. Obama und Co hätten so etwas nicht gemacht, diese elendigen Schweine. (Nichts gegen das Tier an sich).

    Die Regierungen Lateinamerika sind mittlerweile nachgezogen.

    Nur Maas und Merkel überlegen noch, ob sie das wirklich auch unterstützen sollen. Diese beiden Spinner haben jedes Maß und jeden Anstand verloren.

    • aron2201sperber Says:

      schon allein weil Trump dafür ist, können die deutschen Medien nicht dafür sein.

      noch ärger ist jedoch CNN:

      da war gestern nicht die Situation in Venezuela Hauptthema, sondern die böse östererreichische Justiz (treffen wollte man damit wohl die böse rechte Regierung), welche Metoo-Opfer ungerecht behandelt haben soll:

      https://edition.cnn.com/2019/01/23/europe/austria-skiers-sexual-assault-intl/index.html

      der Artikel war so langweilig und nichtssagend, dass er nicht einmal bei Österreichs linken Medien wirklich Resonanz fand:

      https://derstandard.at/2000096913358/Taeter-als-Opfer-CNN-berichtet-ueber-Missbrauchsfaelle-in-Oesterreich

      • American Viewer Says:

        Wirklich lächerlicher Artikel.

        Generell kann in einem Rechtsstaat nun einmal jeder jeden verklagen. Ob man am Ende damit durchkommt, ist freilich eine ganz andere Frage.

        Das Weltmeister-Land der abstrusen Klagen, die auch noch durchkommen, ist und bleibt Amerika.

        zu Venezuela:

        Auch jetzt ist das Land nicht #1-Thema bei CNN. War es auch noch nie. Wie du richtig sagt: Nur so können Mega-Gangster wie Castro und Maduro sich überhaupt so lange an der Macht halten: Weil es die Medien (und die Menschen) nicht interessiert.

        Schlechter kann es für viele Venezolaner eigentlich kaum noch werden. Trump und Bolsonaro sollten Maduro notfalls mit Gewalt stürzen. Und die Castros gleich mit.

        Ich habe noch nie verstanden, warum wir eine kommunistische Diktator wie Kuba – direkt vor unserer Haustüre (!) – so lange einfachen machen lassen. Das ist maximal pervers.

      • Olaf Says:

        Mexiko ist übrigens für Maduro, noch ein Grund die Mauer zu bauen. Trump sollte in der Tat sein Militär einsetzen um die Diktatoren vor der Haustür und des Viertels zu entmachten. Auch wenn die Russen jaulen. Und Maas und Merkel werden auch Geräusche machen, aber die sind machtlose Schaben.

    • besucher Says:

      America First! Nicht Venezuela oder Kuba First.
      Warum haben eigentlich die USA jahrelang das venezolanische Öl gekauft, ohne diesen Absatzmarkt wäre das Regime dort schon viel früher am Ende gewesen.

      • American Viewer Says:

        ohne diesen Absatzmarkt wäre das Regime dort schon viel früher am Ende gewesen.

        Tolle Theorie, die durch die Realität widerlegt wird. Die Chinesen sind sofort eingesprungen und kaufen bis heute jeden kleinen Tropfen auf, den das linksextreme Regime dem venezolanischen Volk stiehlt.

        Man muss nur gucken, wer Maduro heute noch unterstützt: China, Putin, Castro, Erdowahn, Assad, deutsche Linksextreme, und die Mullahs. Der niederste Abschaum der Welt an einem Punkt versammelt.

        Alle im Landwehrkanal schnorcheln lassen, da trifft es nicht die Falschen, das läuft unter Notwehr.

      • besucher Says:

        Das weiß ich selbst wie es mittlerweile ist. Ich rede von vor 5 Jahren und davor.

      • American Viewer Says:

        Ich rede von vor 5 Jahren und davor.

        Das musst du dann ggf. Obama fragen, warum er das zugelassen hat.

        Wie bei jedem politischen Thema kann man viele Geschichten erzählen und erfinden, je nachdem welches Narrativ gerade passt.

        Ich versuche mal ein neues Narrativ jenseits der Links-Rechts-Ideologien:

        Man konnte davon lesen, dass amerikanische Firmen Milliarden in Venezuelas Ölindustrie investiert haben, die Venezolaner waren schlichtweg zu inkompetent, das Öl selbst zu fördern.

        Das würde ggf. auch erklären, warum die Ölverkäufe unter Obama weiterliefen: Es waren schlichtweg Schuldendienste für amerikanische Unternehmen, die (mal wieder) nicht bereit waren ihre Geschäfte abzuschreiben.

        Die Bürger Venezuelas wollten ganz clever sein: Sie wählten den linken Diktator Chávez, damit dieser die amerikanischen Ölfirmen enteignet: Milliarden an Investitionen nehmen, aber nicht dafür bezahlen, wie gesagt, die Bürger Venezuelas wollten ganz schlau sein.

        Es blieb aber das gleiche Problem wie vorher: Die venezolanische Clique war unfähig, das Öl selbst zu fördern, also holte man sich die Chinesen und Russen ins Boot, die Chinesen sollen mit mind. 50 Milliarden investiert sein, die Russen mit 30 Milliarden. Ich tippe mal die Gesamtsummen liegen noch weit höher, fast der gesamte Ölverkauf geht nun für die Schuldendienste drauf.

        Jedenfalls scheint man jetzt langsam genug von den Chinesen und Russen zu haben, und startet – schwups – die nächste Revolution. Wieder ohne zu bezahlen??? Wie lange wollen die Venezolaner das so weiter machen???

        So leid mir die schlauen Bürger Venezuelas tun, ganz unschuldig an ihrer Misere scheinen sie nicht zu sein.

      • besucher Says:

        Das wäre eine Möglichkeit.
        Demzufolge müsste die Misere schon lange vor Chávez begonnen haben, also noch in den Achtzigern.

        Ich kann mir aber kaum vorstellen dass es in der Ölindustrie dort schon seit den Achtzigern vor Inkompetenz kaum vorwärts ging. Wahrscheinlicher wird eher sein dass die Einkünfte von den Herrschenden hauptsächlich unter sich aufgeteilt worden sind. Dann kam Chávez mit seiner neuen Zielgruppe im Gepäck und er machte einfach weiter, mit einem noch schlechteren Konzept als bisher.

      • American Viewer Says:

        mit einem noch schlechteren Konzept als bisher.

        Was war denn sein tolles Konzept?

        Ich tippe mal es war der böse Neoliberalismus?

        Der linkslastige Teil der deutschen MSM (also 90%) schreibt wenig bis nichts dazu. Komisch, komisch. Woran das wohl liegen mag?

        Venezuela soll die größten Ölvorräte der Welt besitzen. Beton-Ideologen wie Chávez würden es auch spielen hinbekommen, das in der Sahara der Sand knapp wird.

      • besucher Says:

        Hier siehst Du jedenfalls dass für die Devisen die USA immer noch Hauptabnehmer sind:
        https://www.welt.de/politik/ausland/article187851778/Venezuela-Ob-es-Maduro-gefaellt-oder-nicht-die-Machtuebergabe-ist-schon-im-Gange.html
        Das scheint sich aber gerade zu ändern…

      • American Viewer Says:

        Andersherum: Amerika kauft wohl bis zu 40% des Öls jeden Tag und zahlt dafür mit gefragten Devisen (also US-Dollar).

        Dass wir so viel kaufen, hätte ich nicht gedacht, ehrlich gesagt. Ich dachte diese Geschäfte hätte Obama schon seit Jahren verboten. Aber es geschah wohl bis vor ein paar Tagen nichts dergleichen. Wenn es normale Marktpreise sind, würde ich spontan sagen, dass es egal ist, wer das Öl kauft. Aber 40% ist extrem viel. So viel, dass es ggf. die Preise in die Höhe treibt. Mal abgesehen davon, dass es moralisch maximal verwerflich ist.

        Leider sind die Europäer bei ihren Deals mit Russland und Iran kein bisschen besser. Nicht zu vergessen China. China kriechen Europa und Amerika gemeinsam in den Arsch, mal von Trump abgesehen.

      • aron2201sperber Says:

        Ganz extrem war die Ölbrüderschaft zwischen Gaddafi und Italien:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/04/01/gaddafi-und-tangentopoli/

  2. aron2201sperber Says:

    in der islamischen Welt ist der Umsturz von (noch so miesen) Diktaturen ein Risiko, da Islamisten an die Macht gelangen können (außer im Iran, wo sie schon an der Macht sind und eine Revolution die Lage nur verbessern könnte).

    in Venezuela gibt es keinen vernünftigen Grund, warum man weiter am Diktator festhalten sollte.

    besonders lustigt ist Erdogan, der den venezuelanischen Öcalan als seinen Bruder preist.

    und Erdogans deutscher CDU-Bruder, der in der Rente altlinke Südamerikasprüche skandiert.

    dabei war Todenhöfer als es in Südamerika noch echte rechte Dikaturen mit US-Unterstützung gab, ein absoluter Scharfmacher:

    „Wenn Pinochets Polizist Pepe den Berufs-Revoluzzer Rinaldo schräg anschaut, leidet 15.000 Kilometer entfernt automatisch unser Bundespoet Günter Grass“ (147)

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