Archive for 29. Januar 2019

Deutsche Raketen für Islamisten

Januar 29, 2019

Deutschland genehmigt Raketenlieferungen nach Katar.

Wo bleibt der mediale Aufschrei wie bei den Saudi-Barbaren?

Katar ist ein Staat ohne Bürger: lediglich 12% der 3 Millionen Einwohner haben die eigene Staatsbürgerschaft. Zum Arbeiten holt man sich Inder, Nepalesen und Philippinos ins Land und möglichst keine Moslems oder gar Araber, die irgendwelche Ansprüche entwickeln könnten und mit denen man dann die Herrschaft über das eigene Land und dessen Petrodollars am Ende womöglich teilen müsste.

Innerhalb Katars hat man wie in Saudi-Arabien eine absolutistische Monarchie und will möglichst keine Bürger mit irgendwelchen Rechten.

Außerhalb der Landesgrenzen setzt man hingegen voll auf die größte islamische Massen-Organisation. Katars Al-Jazeera war das Sprachrohr des „Arabischen Frühlings“, welcher in weiten Teilen von der ebenfalls in Katar sitzenden Führung der Muslimbruderschaft gesteuert war.

Katar wird so, ohne lästige Bürger zu haben, welche die eigene Herrschaft (mit dem politischen Islam der Muslimbruderschaft) bedrohen könnten, zu einem Anführer der islamischen Massen (dank dem politischen Islam der Muslimbruderschaft).

Das Bündnis der Katar-Herrscher mit der Muslimbruderschaft ist verlogener und für uns noch toxischer als das alte Bündnis zwischen Saudis und Wahabiten.

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Venezuelas Öcalan ist Erdogans Bruder

Januar 29, 2019

In der islamischen Welt ist der Umsturz von (noch so miesen) Diktaturen ein Risiko, da Islamisten an die Macht gelangen könnten (außer im Iran, wo sie schon an der Macht sind und eine Revolution die Lage nur verbessern könnte).

In Venezuela gibt es hingegen keinen vernünftigen Grund, warum man weiter an einem miesen Diktator, der das Parlament abgesetzt und das Land in den Ruin getrieben hat, festhalten sollte.

China und Russland müssen natürlich aus Tradition immer zur antiimperialistischen Seite helfen, auch wenn die Russen mittlerweile in der Theorie und die Chinesen in der Praxis nicht mehr kommunistisch sind.

Dass PKK-Jäger Erdogan den venezuelanischen Öcalan als seinen Bruder preist, ist jedoch der Oberwitz.

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Auch Erdogans deutscher CDU-Bruder Todenhöfer skandiert in der Rente altlinke Südamerikasprüche:

HÄNDE WEG VON VENEZUELA!

Sehr geehrter Herr Maas,
jetzt wo Sie im Sicherheitsrat der UN sitzen, sollten Sie erstmal das Völkerrecht studieren. Sie haben gleich am ersten Tag mit Ihren Stellungnahmen zu Venezuela kräftig dagegen verstoßen.

Venezuela, das Land mit den weltweit größten Ölreserven, muss seine schweren innenpolitischen Probleme selbst lösen, seine Revolutionen selber machen. Präsident Maduro mag ein korrupter autoritärer Politiker sein. Die USA und Europa müssen trotzdem die Souveränität anderer Staaten respektieren, statt Staatsstreiche anzuzetteln und andere Länder ins Chaos zu stürzen. Venezuela gehört den Venezolanern, nicht den USA.

Dabei war der junge Todenhöfer, als es noch echte rechte Diktaturen mit US-Unterstützung in Südamerika gab, ein richtiger Scharfmacher:

„Wenn Pinochets Polizist Pepe den Berufs-Revoluzzer Rinaldo schräg anschaut, leidet 15.000 Kilometer entfernt automatisch unser Bundespoet Günter Grass“ (147)

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