Journalismus à la Katar

Der Fall zweier Schwestern aus Saudi-Arabien sorgt derzeit weltweit für Schlagzeilen. Sie planten zwei Jahre lang ihre Flucht ins Ausland und kamen bis nach Hongkong. Wie CNN berichtete, halfen der Familie saudische Behördenvertreter dabei, die Flucht zu stoppen.

Reem und Rawan, deren Namen aus Sicherheitsgründen geändert wurden, flohen laut eigenen Angaben im vergangenen September während eines Familienausflugs in Sri Lanka. Sie hätten gewusst, dass sie wohl nie mehr zurückkehren würden, sagten Reem und Rawan zu CNN. Sollten sie scheitern, würde ihnen Strafe oder gar der Tod drohen.

Laut ihrer Erzählung hatten sie heimlich australische Touristenvisa beantragt und in der letzten Nacht des Urlaubs ihre eigenen Reisepässe aus der Tasche der Eltern gestohlen.

(ORF)

Wozu müssen die Identitäten von CNN verschleiert werden, wenn sie den saudischen Behörden längst bekannt sind?

Die CNN-Geschichte ist auch sonst komplett an den Haaren herbeigezogen.

Die Unterdrückung von Frauen durch die eigenen Familien gehört zwar überall in der islamischen Welt zum Alltag. Natürlich auch in Saudi-Barbarien.

Aus einer islamischen Alltäglichkeit, die überall von Berlin-Neukölln bis Jakarta zu finden ist, ein saudisches Spezifikum zu machen und dieses als Weltnachricht zu inszenieren, deutet stark auf ein Auftragswerk der engsten Feinde der Saudis hin.

CNN ist als Privatsender natürlich käuflich. Warum unser Staats-Funk Katars Propaganda nachplappert, ist jedoch kaum nachvollziehbar.

Dabei fördert gerade Katar in Kooperation mit der Muslimbruderschaft die Ausbreitung der (bei den Saudis kritisierten) islamischen Zustände in unsere westliche Welt.

Beim Saudi-Bashing und als Asyl-Grund darf die islamische Realität angesprochen werden. Nicht jedoch bei Muslimen, nachdem sie im Westen angekommen sind.

Kritik an den importierten islamischen Zuständen wird von Katars Medien als „Islamophobie“ angeprangert.

Three Arab women wearing traditional abaya watching the futuristic skyline of Doha, Qatar.

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4 Antworten to “Journalismus à la Katar”

  1. Eloman Says:

    Was hat CNN mit Katar zu tun? Wäre das nicht eher Al Jazeera? Und ob CNN, im Grunde ne Tochterfirma von AT&T, einem der weltgrößten Telekommunikationskonzerne, eher käuflich ist als unser Regierungsfunk ist fraglich.

  2. aron2201sperber Says:

    die Schwulen-Storys zu Tschetscheniens Diktator sind nach dem gleichen Muster gestrickt:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2017/04/14/gay-in-grosny/

    man prangert Kadyrow für eine Sache an, die nicht nur in Tschetschenien, sondern praktisch überall in der islamischen Welt üblich ist.

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