Journalisten-Blase kürt den Aufgeblasensten

Die österreichische Journalisten-Blase traf sich zur großen Preisvergabe. Der Aufgeblasenste hat natürlich wieder den größten Preis abgeräumt.

Dem wunderbar unabhängigen Staatsfunk drohe laut Wolfs Siegesrede die „Verstaatlichung“ und das „Totsparen“:

Dazu passt die Forderung, den ORF künftig aus dem staatlichen Budget zu finanzieren. Das wäre eine de facto-Verstaatlichung des öffentlichen Rundfunks. Unser Geldgeber wäre genau die Regierung, über die wir jeden Abend kritisch berichten sollen.

(Armin Wolf)

Eine freie Medienlandschaft setzt voraus, dass Medien vor willkürlichen staatlichen Eingriffen (wie im sozialistischen Venezuela) oder vor Zensur (wie in Deutschland unter Maas) geschützt werden.

Der Betrieb von öffentlich-rechtlichen Staatssendern gehört hingegen nicht unbedingt dazu.

Ich glaube hingegen, dass ein unabhängiger, starker ORF für dieses Land wirklich wichtig ist – besonders, wenn man kurz überlegt, wer sonst die größten Medien wären… Ich sage aber nochmal: Ein starker und unabhängiger ORF. Was ein Regierungsfunk anrichten kann, das kann man jederzeit in Ungarn besichtigen. Das braucht wirklich niemand.

Warum er das glaubt, erklärt Herr Wolf nicht wirklich, sondern wiederholt seine Plattitüden von „Stärke“ und „Unabhängigkeit“ des ORF. Dass ihm die anderen österreichischen Medien nicht gefallen und dass den ungarischen Staatsfunk hier niemand brauche, sagt allerdings wenig aus, warum ein ORF in der aktuellen Form für unser Land so wichtig sein soll.

Die Medienlandschaft wäre auch ohne ORF links genug. Selbst wenn die rechte Krone dann der größte Player wäre, gäbe es immer noch fünf andere eher linke Tageszeitungen, eine linke Wochenzeitung und die eher linken Privat-TV-Sender (nur Servus-TV ist eher rechts), welche die Medienmacht der rechten Krone locker aufwiegen würden.

Die ganze linke mediale Übermacht konnte selbst mit einem voll einsatzbereiten ORF nichts am rechten Wahlergebnis in Österreich ändern. Der große ORF macht ein Programm für eine kleine elitäre Minderheit. Damit gewinnt man trotz des mit Abstand größten Budgets aller Medien keine Wahlen.

Bezahlt wird der ORF jedoch nicht von der kleinen Elite, an die sich das politische ORF-Programm richtet, sondern vom ganz normalen blöden Volk, das die widerliche Krone liest und die widerlichen Rechtspopulisten wählt.

Armin Wolf hat jedes Recht, seinen Beruf frei auszuüben. Er muss dies jedoch nicht unbedingt auf Kosten von Menschen tun, die er verachtet.

Der ORF hat in den letzten Jahren 700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingespart und seit Jahren folgt ein Sparpaket aufs nächste. Sehr viel kürzen kann man da einfach nicht mehr, ohne ganz brutal ins Programm zu schneiden und massenweise Journalistinnen und Journalisten zu kündigen.

Wenn sich Herr Wolf über das Sparen beklagt und über gekündigte Journalisten, dann sollte er sich kurz einmal überleben, wer für den zwangsweisen Umsatz beim ORF sorgt.

Dabei handelt es sich zumeist um Menschen, die von ORF-Gehältern und der bisherigen Job-Sicherheit beim ORF nur träumen konnten.

Wenn man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr will, muss man ihn nicht unbedingt abschaffen. Man kann ihn auch totsparen.

Ja, man könnte dem komplett aufgeblähten Rotfunk auch durch Sparen die Luft rauslassen.

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4 Antworten to “Journalisten-Blase kürt den Aufgeblasensten”

  1. American Viewer Says:

    Die Lügen der Staatsfunker sind wirklich mehr als dreist. Der Staatsfunk ist schon längst verstaatlicht. Das war er von Anfang an. Mehr Staat als im Staatsfunk geht gar nicht mehr.

    Die Zwangsgebühren werden letztendlich vom Staat verabschiedet, durchgesetzt und eingetrieben. Damit ist der Staatsfunk natürlich maximal abhängig von eben diesem Staat.

    Der Lügen-Wolf beklagt „Totsparen“??? Dann soll er doch einfach die Gebühren erhöhen in seinem „unabhängigen“ Staatsfunk. Er hat doch gerade eben behauptet, sein Medium sei so frei und unabhängig, warum können die dann nicht mal ihre eigenen Gebühren erhöhen??? Wer muss das denn vorher absegnen? Politiker vielleicht, der Staat vielleicht?

    Wenn diese Typen den Mund aufmachen, kommen nur Lügen raus. Diese Leute drehen die Bedeutung der Wörter komplett um, wie im tiefsten Sozialismus. Hauptsache die eigene Pension ist gesichert.

    • aron2201sperber Says:

      Die unabhängigen ORF-Genossen brauchen weder etwas zu erwirtschaften, noch müssen sie sich wählen lassen. Im Gebühren-finanzierten Biotop hat sich so eine eigene Form von „unabhängiger“ sozialistischer Firmenkultur entwickelt, in der man sich selbst von den Genossen aus der SPÖ nur bedingt dreinreden lässt.

      Der ORF ist nur außen SPÖ-rot. Unter der Oberfläche ist er noch viel röter und grüner. Umfärben lässt sich nur die äußere SPÖ-Haut.

      Statt Reformen hilft nur konsequentes Abschalten. Österreichs Journalismus wäre auch ohne ORF links genug.

      • Olaf Says:

        Der Wolf und sein linkes Rudel wollen also frei und unabhängig sein? Dann darfs aber keine Zwangsabgabe für den vollen Futtertrog geben, sondern dann muß man sein Futter auf dem freien Markt erarbeiten und erjagen. Wenn niemand Wolfens Lügenscheiße haben will, dann muß er sich einen Job suchen, den er kann.

  2. American Viewer Says:

    Es kann nicht sein, dass in Österreich der Staatsfunk fast 1 Milliarden Euro im Jahr „Umsatz“ macht und in der BRD um die 8 Milliarden. Das sind riesige Summen. Man sieht in deiner Grafik gut wie groß der Abstand zu den freien Medien ist. Das Geld wird alles dem freien Medienmarkt entzogen.

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