Abgrenzung in Anführungszeichen

Kurz akzeptiert Straches „Abgrenzung“

Die Verbindungen der FPÖ zu den rechtsextremen Identitären hatte in den vergangenen Tagen für den ersten sichtbaren Konflikt in der ÖVP-FPÖ-Koalition gesorgt. Am Samstag versuchte die Regierungsspitze die Wogen zu glätten. FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache sprach von einer „klaren Trennungslinie“. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zeigte sich mit dieser „Abgrenzung“ zufrieden.

(ORF)

Freilich handelt es sich dabei für den ORF nur um eine „Abgrenzung“ in Anführungszeichen. Strache windet sich wie ein Wurm. Die ebenfalls unter Anführungszeichen stehende „klare Trennlinie“ nimmt ihm beim ORF trotzdem ebenfalls niemand ab.

Was nicht in Anführungszeichen steht, ist die „Rechtsradikalität“ eines alternativen Magazins, in dem die FPÖ inseriert hatte:

Wenn FPÖ-Landesrat Podgorschek in einem rechtsradikalen Magazin inseriert oder ein FPÖ-Mitarbeiter Anteile daran hält, ist das für Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) kein Problem.

Der ORF wird in nächster Zeit noch viele solche „nicht genügend Abgegrenzte“ zum Verpetzen finden.

Für das ORF-Publikum bleibt Basti trotzdem ein Widerling, selbst wenn er die Identitären noch so oft als widerlich bezeichnet. Was er tut, wird ihm nur als Kalkül ausgelegt. Und da er ja mit den nur unter Anführungszeichen „Abgegrenzten“ im selben Boot sitzen bleibt, fällt die große Identitären-Säuberung auch auf ihn selbst zurück.

Letztlich wird ihm der Abgrenzungs-Zirkus wenig nützen, aber seiner Regierung viel schaden.

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2 Antworten to “Abgrenzung in Anführungszeichen”

  1. Olaf Says:

    Ich glaube schon, dass diese Abgrenzung Kurz und Strache nutzen wird. Sie sind über das linke Stöckchen gesprungen und haben jetzt kurz Ruhe an der Medienfront. Für Österreich und seine Jugend ist das natürlich schrecklich, wenn sie nicht „widerlich“ sein wollen, müssen sie dumm, links und islamisch werden.

  2. besucher Says:

    Nachdem die Ösis uns einen ziemlich miesen Postkartenmaler als Kanzler importiert haben können sie uns als Ausgleich wenigstens die Flüchtlinge vom Leib halten.

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