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Kurz hackt auf PKK, aber hofiert Islamisten-Emir

Mai 2, 2019

Nachdem sich Kurz wochenlang über die widerlichen Identitären und rechte Stadtratten erregt hat, sind zur Abwechslung die linken Kurden dran:

Die steht auf d EU-Terrorliste, hat eine Unzahl v Terrorakten zu verantworten &deren Symbole sind in Ö seit März verboten. Es ist inakzeptabel, dass d SPÖ trotz d Verbrechen eine Abordnung dieser linksextremistischen Organisation auf d Wiener Ringstraße aufmarschieren lässt.

(Sebastian Kurz – Twitter)

Die PKK hatte zwar zweifellos eine Terrorvergangenheit.  Wie andere nationale Unabhängigkeitsbewegungen im westlichen Einflussbereich wurde die PKK von den Sowjets im Kalten Krieg zur Terrororganisation hochgerüstet. Die Staaten des feindlichen Blocks sollten durch linken Terror (RAF, Rote Brigaden) oder nationalistischen Terror (IRA, ETA, PLO, PKK) destabilisiert werden.

Während die IRA, ETA, PLO nach Ende des Kalten Krieges in den politischen Prozess eingebunden werden konnten, wurde die PKK von der Türkei weiterhin geächtet. Im Gegensatz zu England, Spanien und Israel hatte die Türkei kein Interesse an einer friedlichen Lösung mit ihrer militanten Minderheit.

Während die Palästinenser schließlich ihren Autonomie-Status erhielten und der PLO-Führer Arafat den Friedensnobelpreis verliehen bekam, wurden die Rechte der Kurden ignoriert, und ihr Anführer wurde als Terrorist eingesperrt.

Wäre die PKK wie die PLO behandelt worden, hätte sie wohl längst ein autonomes Gebiet und ihre Führung wäre trotz kommunistischer Terror-Vergangenheit international anerkannt. Das hindert Erdogan freilich nicht daran, sich gegenüber Israel als Moralapostel aufzuspielen und eine palästinensische Terrororganisation zu hofieren, welche sowohl die PLO als auch die PKK an Fanatismus und Gewaltbereitschaft deutlich übertrifft.

Wie bei der palästinensischen Hamas ist heute der meiste Terror nicht mehr durch Linksextremismus, sondern durch politischen Islam motiviert.

Dass die heute demokratisch orientierte PKK noch auf der Terrorliste steht, während die von Islamisten beherrschte Türkei noch immer nicht aus der Nato entfernt wurde, ist ein Anachronismus.

Der größte Förderer des politischen Islam ist der Emir von Katar, der von Kurz am 05.03.2019 mit allen Ehren empfangen wurde. Da verwundert es nicht, dass Kurz die Verhetzungs-Anzeige der IGGÖ gegen seinen Regierungspartner Strache vom 20.03.2019 mit keinem Wort erwähnt hatte, obwohl Kurz sich sonst über jeden Furz wie keppelnde Omas oder dichtende Provinzvizebürgermeister auslässt.