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Merkel von 2014 wäre heute „Hassrede“

Mai 12, 2019

Angela Merkel stand für die unspektakuläre Politik der Mitte. Ihr Spitzname Mutti passte perfekt zu ihren etwas hausbackenen, aber stets vernünftigen Ansichten, wie man sie von einer verantwortungsbewußten Staatsfrau erwarten durfte.

Was heute als rechtsextreme „Hassrede“ in den sozialen Medien gebrandmarkt wird, entsprach in weiten Teilen genau dem, was Mutti bis kurz vor 2015 noch selbst vertreten hatte.

Mit der Flüchtlingskrise war Merkel vom eigenen Mitte-Kurs abgewichen, um sich dem Links-Kurs anzuschließen. Merkel war damit der deutschen Medienlandschaft gefolgt, die mit einem Schirrmacher bei der FAZ oder einem Blome bei BILD schon zuvor jenen Schwenk vollzogen hatte.

Entsprechend einheitlich fiel der Jubel der deutschen Medien für Merkels neue Politik aus. Entsprechend groß war das Entsetzen der Menschen, die ihre politische Mitte verloren hatten.

Merkel war nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen westlichen Welt ein Symbol für Vernunft und politische Stabilität. Ihr Schwenk bei der Migration hatte auch bei der US-Wahl und beim Brexit eine starke Auswirkung.

Dass die sozialen Medien heute so rechts dominiert sind, liegt am Vakuum der politischen Vernunft, das zunächst konservative Medien und dann Merkel durch ihren Links-Schwenk hinterlassen hatten.

Zwar dominieren linke Ansichten heute die herkömmlichen Medien fast vollständig. Gleichzeitig verlieren sie jedoch immer stärker an Vertrauen. Medien werden heute (zu Recht) nicht mehr als objektiv, ausgewogen und pluralististisch, sondern als zensuriert, bevormundend und politisch korrekt wahrgenommen.

Dem eigenen Bedeutungsverlust durch den Erfolg rechter Autoren in den sozialen Medien, begegnet man durch einen immer schärferen Kampf gegen Rechts.

Begnügte man sich bis vor kurzem damit, den sozialen Medien vorzuwerfen, von Putin unterwandert zu sein, will man Rechtsabweichler heute als „Rechtsextremisten“, die „Hassrede“ verbreiten, gleich ganz verbieten.

Facebook hatte wie seine rechten Autoren von der selbst gewählten Gleichschaltung der Medien profitiert, weswegen Facebook ein absolutes Feindbild der herkömmlichen Medien war.

Wie die antisemitische Karikatur  des deutschen Leitmediums SZ gegen den jüdischen Facebook-Boss Marc Zuckerberg zeigt, ist rassistische Hetze in den linken herkömmlichen Medien genauso zu finden wie in den rechten sozialen Medien.

Trotzdem folgt Facebook nun den Forderungen des Establishments nach einer Löschung rechter Meinungen.

Obwohl Facebook selbst Opfer von linker Hetze der Mainstream-Medien geworden war und man das eigene Erfolgsmodell damit untergräbt, stellt man sich nur allzu bereitwillig in den Dienst jener, die auch die sozialen Medien gleichschalten wollen.

 

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