Vom AK-Funktionär zum Milliardär

Selbst wenn die Oligarchin aus dem Video echt gewesen wäre, hätte man mit ihren 350 Millionen nie das umsetzten können, wovon Strache im Rausch schwadronierte.

Eine Firma wie die Strabag (die zehnmal so viel wert ist wie das angebliche Vermögen der angeblichen Oligarchin) schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel.

In der Realität behielt die Strabag trotz Haselsteiners Anti-FPÖ-Engagement alle ihre Aufträge. Und Haselsteiners enger Geschäftspartner Benko übernahm die von Strache begehrten Krone-Anteile.

Haselsteiner gilt zwar als Förderer der Neos. Tatsächlich ist die Strabag jedoch natürlich auch mit der ÖVP und der SPÖ schwer verfilzt. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Afred Gusenbauer:

Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer macht Karriere im Imperium des Kärntner Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner: Er übernimmt den Vorsitz der Haselsteiner-Familienstiftung sowie im Aufsichtsrat des Baukonzerns Strabag.

Gusenbauer war nach seinem Ausscheiden aus dem Kanzleramt Ende 2008 auf seinen alten Arbeitsplatz in der niederösterreichischen Arbeiterkammer zurückgekehrt, hatte den Job aber nach einem halben Jahr an den Nagel gehängt. Seither fungierte der frühere SPÖ-Politiker etwa als Berater für die WAZ-Mediengruppe und als Aufsichtsrat in der Signa-Recap-Holding des Immobilieninvestors Rene Benko.

Außerdem ist Gusenbauer Europa-Direktor des Investmentfonds Equitas European Funds (der Fonds hat personelle Verflechtungen mit dem niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic) und betreibt eine eigene Firma – die „Gusenbauer Entwicklungs und Beteiligungs-GmbH“.

(Krone, 29.04.2010)

Vom Arbeiterkammer-Funktionär zum Top-Manager ist es offenbar nur ein kleiner Sprung, wenn man in seiner politischen Funktion der staats-nahen Wirtschaft gute Dienste geleistet hat.

„Vom Tellerwäscher zum Milliardär“ ist ein amerikanischer Traum.

„Vom AK-Funktionär zum Milliardär“ ist österreichische Realität.

3 Antworten to “Vom AK-Funktionär zum Milliardär”

  1. Olaf Says:

    Die Chefin des Ösi-Filzes ist jetzt Cat-Granny Bierhahn, las ich in der Bild. Vor vier Wochen noch ein stabiles Land, stürzte Kurz ohne Not alles in den Abgrund. Kurz ist die männliche Merkel.
    House of Kurz und Makel, sollte die neue ZDF-ORF Koproduzierte Serie sein. Aber da es keine rchtigen Satiriker in der BRD gibt, sondern nur linke Deppen, wird so ein Drehbuch nie geschrieben werden. Der Dummmichel darf bezahlen, er kriegt aber keine Infos oder Entertainment im TV, er kriegt nur Müll für sein teuer Geld.

    • aron2201sperber Says:

      Bierlein war schon als Verfassungsgerichtshofpräsidentin eine absurde Wahl:

      https://www.fischundfleisch.com/aron-sperber/roben-burkas-und-botox-46109

      Bierlein war schon immer mehr Politikerin als Richterin, die so ziemlich alles Sinnvolle, was die Regierung vorhatte (was ohnehin nicht viel war), scharf kritisierte.

      trotzdem wurde sie ja ausgerechnet von der Kurz-Strache-Regierung bereits auf ihr voriges Amt gehievt. Kein SPÖ-Parteibuch zu haben, reichte um als Kandidatin der rechten Regierung durchzugehen.

      ich hatte ihr empfohlen, sich als Politikerin einer Wahl zu stellen, um ihrer wahren Berufung nachzugehen.

      leider geht es auch ohne Wahl.

    • aron2201sperber Says:

      Zwischen Botox und Burkas gibt es verblüffende Gemeinsamkeiten: Burkas und Botox rauben Menschen die Gesichtszüge.

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