Meinungsfreiheit nur für Profis?

Linke hatten in ihren stürmischen Zeiten mit der APO und der RAF das Establishment herausgefordert. Aus jenen sentimentalen Gründen sehen sich Linke oft immer noch als subversive Staatsfeinde an und hatten daher viele Hoffnungen in das Internet gesetzt.

Warum ist das alternative Internet nicht zur Spielwiese der Linken geworden, sondern wird heute von Rechten dominiert?

Der Marsch durch die Institutionen war für Linke speziell im Profi-Journalismus extrem erfolgreich. Bei den sozialen Medien waren die Sozialisten Opfer ihres eigenen Erfolgs als Mainstream-Journalisten. Wenn man die arrivierten Medien beherrscht, gibt es wenig Motivation die gleichen Dinge auch noch im Internet zu bringen.

Bei Rechten war es genau umgekehrt. Wenn selbst eine FAZ oder eine BILD Teil des linken Mainstream werden, gibt es viel Bedarf, soziale Medien zu nützen, um seiner eigenen Meinung Luft zu verschaffen.

Staatliche Zensur gegen Profi-Journalisten ist bei uns unvorstellbar. Selbst drohende Kürzungen von staatlichen Förderungen in den Öffentlich-Rechtlichen werden bereits als schwere Eingriffe in die Pressefreiheit angesehen.

Wenn jedoch die Konkurrenz in den sozialen Medien zensuriert wird, haben professionelle Journalisten kein Problem, da es ja nur „rechte Hetzer im Internet“ treffe.

Dabei gibt es nur ein unteilbares Recht auf Meinungsfreiheit, das alle politischen Meinungen und ihre Verfasser schützen sollte, egal ob sie in den arrivierten oder in den sozialen Medien schreiben.

Bildergebnis für freedom of speech hatespeech

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6 Antworten to “Meinungsfreiheit nur für Profis?”

  1. medforth Says:

    Hat dies auf Jihad Watch Deutschland rebloggt.

  2. American Viewer Says:

    Sehr gute Analyse.

  3. Olaf Says:

    Die Lügen der Medien sind erwünscht, die Wahrheit im freien Netz ist unerwünscht. Früher durfte man auch nicht Radio London hören, sondern nur die Lügen des Staates. Das Merkel-Reich ist hautnaher Geschichtsunterricht.

    • aron2201sperber Says:

      ich denke auch immer öfter an meine Oma, die Radio London hörte.

    • Olaf Says:

      In der Sezession stand ein guter Kommentar:

      -Man scheint sich sicher zu sein, die Lage im Griff zu haben.

      Ein wichtiger Schritt war wohl, dass man sich mit den Internetgiganten (Facebook, Youtube, google, ms, apple, etc) geeinigt hat, die öffentliche Meinung so zu steuern, dass das „System“ gerettet bleibt.-

      Dem kann ich nur zustimmen, es ist so, als ob die DDR das Westfernsehen kontrolliert hätte. Das hätte die Geschichte verändert und die SED wäre noch heute an der Macht (also offiziell, nicht als CDU-Infiltration wie jetzt).

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