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UNRWA ist nur Spitze des Eisbergs

Juli 30, 2019

Die UNO ist auf der einen Seite ein Verein, bei dem alle Staaten, egal, wie demokratisch oder diktatorisch, gleichberechtigte Mitglieder sind.

Auf der anderen Seite besteht sie aus NGOs mit einer klaren Agenda. Schon bisher war der größte operative Bereich der UNO die Migration. Wenn auch nur im Flüchtingsbereich (UNHCR und UNRWA).

Wie erfolgreich war die UNO dabei?

Die UNRWA hat es geschafft, aus ursprünglich knapp 500.000 in arabische Nachbarländer vertriebenen Palästinensern 5 Millionen „palästinensische Flüchtlinge“ zu machen.

Nirgendwo hat die Integration von Flüchtlingen schlechter geklappt als unter der Regie der UNRWA. Obwohl die Palästinenser in arabische Nachbarstaaten geflüchtet waren, blieben sie auch nach über 60 Jahren und über Generationen Flüchtlinge, während Deutsche, Ungarn, Tschechen, Polen, Ex-Jugoslawen ganz ohne UNO-Hilfe nach wenigen Jahren Teil ihrer Aufnahmegesellschaften wurden.

Interessant ist auch die Rolle des UNHCR in der Türkei. Diverse türkische NGOs, die unter dem UNO-Mantel agieren, helfen Erdogan dabei, die EU abzuzocken, indem sie Erdogans Lügen über angeblich 3,5 Millionen versorgte syrische Flüchtlinge decken.

Während die Integration von syrischen Flüchtlingen in benachbarten Golfstaaten wie Saudi-Arabien oder Katar aufgrund der gemeinsamen Sprache, Religion und Kultur kein Problem dargestellt hätte, steht Österreich mit seinen 150.000 neuen Muslimen vor einer kaum verkraftbaren Herausfoderung.

Das hält die UNO jedoch nicht davon ab, sich auf Asyl-Länder wie Österreich einzuschießen, während zum Asyl für arme Bürder prädestinierte Länder wie Katar stets ungeschoren davonkommen.

Die UNRWA betreut seit 70 Jahren palästinesische Flüchtlinge in Jordanien, Syrien, Libanon und Palästina. Selbstverständlich wurden die Kosten dafür hauptsächlich von den USA und europäischen Staaten übernommen. Aus den rund 750.000 vetriebenen Palästinensern sind unter der Obhut der UNO 5 Millionen geworden.

Eine Integration in die Aufnahmeländer hat nicht stattgefunden, obwohl es sich wie bei den 1945 nach Deutschland und Österreich vetriebenen 12 Millionen Ost- und Sudetendeutschen um Menschen mit gleicher Sprache, Religion und Kultur gehandelt hatte. Die Palästinenser leben mit ihren Kindern und Kindeskindern in von der UNO zur Verfügung gestellten Lagern.

Hätten Deutschland und Österreich so erfolgreich wie die UNO agiert,  hätten wir jetzt 50 Millionen Schlesier und Sudeten. Sie würden mit ihren Kindern und Kindeskindern immer noch in von Dritten finanzierten UNO-Lagern leben und könnten sich so ganz auf ihre Ideologie und den heiligen Krieg zur Rückerorberung der verlorenen Gebiete konzentrieren.

Bei den palästinensischen Flüchtlingen ist die wundersame Vermehrung geglückt. Und auch bei den syrischen Flüchtlingen in der Türkei ist man auf einem ähnlichen Weg.

Während man bei den Palästinensern Jahrzehnte gebraucht hatte, wurden aus ein paar Hunderttausend Syrern in Zeltlagern entlang der syrischen Grenze, immerhin stolze 3,5 Millionen, obwohl dies genau zu jener Zeit geschah, als die Türkei Transitland war und die Zahl der Syrer nach logischen Gesichtspunkten daher sinken statt steigen hätte müssen.

Die EU zahlt der Türkei Milliarden für angeblich von der Türkei versorgte Syrer, die wohl längst in die EU weitergereist sind.

In den billigen Zeltlagern an der syrischen Grenze befinden sich mittlerweile kaum noch mehr als 140.000 Flüchtlinge. Trotzdem bekommen auch der UNHCR und viele Sub-NGOs etwas vom Kuchen. Trotz zurückgehender Zahlen in ihren Zelten stehen dem UNHCR auf einmal auch Milliarden zur Verfügung. Als die EU im Rahmen einer üblichen Förderkontrolle von Erdogan und seine UNO-Komplizen die Namen der Nutznießer wissen wollte, bekam sie aus „Datenschutzgründen“ nur völlig unbrauchbare anonymisierte Zahlen.

Die UNO genießt im Westen immer noch einen hohen moralischen Ruf von Überstaatlichkeit. Dabei sind beim UNHCR Türkei Erdogan nahestehende türkische Mitarbeiter tätig (so wie bei der palästinensischen UNRWA).

Sie handeln außerdem im eigenen Interesse, wenn sie Erdogans Lügen decken. Türkische Regierung und türkischer UNHCR geben sich stets gegenseitig als Quellen an. So behaupten sie (in gegenseitiger Bestätigung), dass in der Region, wo sich auch die Zeltlager an der Grenze (mit 140.000) befinden, weitere 2 Millionen syrische Flüchtlinge „privat“ untergekommen wären.

http://www.asylumineurope.org/reports/country/turkey/statistics

Das steht nicht nur im kompletten Widerspruch zur Lebenserfahrung, dass private Quartiere für Flüchtlinge viel leichter in großen Städten zu finden wären.

Es steht auch im Widerspruch zu offziellen Zahlen zur Region Ostanatolien, in welcher der Ausländeranteil gering ist und das Bevölkerungswachstum unauffällig war:

https://www.citypopulation.de/php/turkey-admin.php?adm1id=TRC21

https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/en/tr/demografia/dati-sintesi/southeast-anatolia/203/2

https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/en/tr/demografia/popolazione/southeast-anatolia/203/2

Wenn in einer Region mit 8 Millionen schlagartig 2 Millionen dazu kämen, hätte dies nicht nur statistisch, sondern natürlich auch gesellschaftlich gravierende Auswirkungen.

Warum die Türkei trotzdem auf Südost-Anatolien zurückgreift, liegt daran, dass es dort durch die Zeltlager trotzdem noch die meisten Flüchtlinge gibt. Die syrischen Flüchtlinge woanders zu verorten, wäre die noch größere Lüge. Auch die 500.000 in Istanbul dürften wohl einen „wahren Kern“ von 50.000 haben.

Hinzu kommen auch etwa 150.000 Binnenflüchtlinge, die im türkisch besetzten Teil Syriens in Zeltlagern untergebracht sind, der zumindest an Südost-Anatolien angrenzt.

Bildergebnis für idps syria population map

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