„Zack, Zack, Zack“ in Türkis

Bei der Krone wurde Straches „Zack, Zack, Zack“ gerade in die Realität umgesetzt. Allerdings nicht von der vermeintlichen Russin, sondern vom Kurz-Oligarchen Benko. Nun wurde der blaue Online-Chef der Krone von der Kurz-Partie abserviert.

Kurz begeht jedoch bei der Einschätzung der Krone als Machtinstrument die gleichen Fehler wie Strache. Noch mehr FPÖ-Nähe wäre für die Krone unauthentisch gewesen und hätte kaum mehr Stimmen gebracht, sondern eher Leser verscheucht.

Das Erfolgsgeheimnis der Krone war stets ihre Authentizität. Im Gegensatz zu linken Medien, die sich nur so nannten, war die Krone eine echte „Volksstimme“. Die Leute haben nicht wegen der Krone die FPÖ gewählt, sondern die populistische Krone war naturgemäß auch die Zeitung der populistischen FPÖ-Wähler.

Dem alten Dichand war stets bewußt, dass die Lesermeinungen den größten Anteil am Erfolg der Krone hatten. Diese Einschätzung ist in Online-Zeiten sogar noch richtiger und wichtiger geworden. Sowohl Dichands Erben als auch Haiders Erben sehen das jedoch anders und glauben, dass die Krone mächtiger als die eigenen Leser ist.

Wie beschränkt die Macht der herkömmlichen Medien ist, sieht man am besten am ORF, der mit 700 Millionen pro Jahr ein Vielfaches aller anderen Budgets zur Verfügung hat, und seine grünen Lieblinge trotzdem nicht im Parlament halten konnte.

Durch das Internet (sofern es halbwegs frei bleibt), ist die Macht aller Medien beschränkt, wenn sie am Volk vorbei berichten.

Deswegen sind die sozialen Medien für alle herkömmlichen Medien von Krone bis ORF die großen Feinde, deren Einschränkung sie von der Politik einfordern.

 

10 Antworten to “„Zack, Zack, Zack“ in Türkis”

  1. American Viewer Says:

    Gute Analyse. Die Verfolgung im Internet wird immer weiter zunehmen. Der „liberale“ Staat lässt seine Masken fallen.

    • aron2201sperber Says:

      es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Wachen die Bürger rechtzeitig auf, bevor auch das Internet komplett zensuriert und gleichgeschaltet ist?

      • American Viewer Says:

        In Deutschland wachen die meisten Bürger sicherlich nicht auf. Andererseits ist das Internet so angelegt, dass eine totale Kontrolle kaum möglich ist. Die Maßnahmen in DL finde ich jetzt schon extrem. Und das Ende der Fahnenstange ist leider nicht absehbar. Letztendlich erleichtern diese anti-liberalen Strukturen die Machtübernahme von Parteien und Politikern, die noch autoritärer sind. Das scheint ein Teufelskreis zu sein.

  2. Benjamin Goldstein Says:

    Mal am Rande….ich finde es auch schwer im deutschsprachigen Raum an Einschaltquoten zu kommen. Also die Relevanz ist schwer auszumachen, weil alle behaupten stehts dreimal so viele Zuschauer oder Leser zu haben als die großen amerikanischen Medien.

    • American Viewer Says:

      Dem GEZ-Funk können die Einschaltquoten egal sein, er bekommt sein Geld so oder so.

      Wenn man Einschaltquoten googelt, gibt es ganze Seiten, die sich nur damit beschäftigen.
      Fast jede große Sendung ist dabei. Und auch ganz kleine Sender.

      http://www.quotenmeter.de/c/21/quoten

      Die Zahlen erscheinen auf den ersten Blick allerdings teilweise wirklich arg hoch. Die Zuschauerzahlen der großen deutschen Sender scheinen im Bereich der großen amerikanischen Sender zu liegen. Kann das sein???

  3. aron2201sperber Says:

    Statt die ORF Zwangsgebühren abzuschaffen, will weiteraufblähen:

    https://www.google.com/amp/s/www.laola1.at/de/red/fussball/bundesliga/news/sebastian-kurz-fordert-oesterreichische-bundesliga-im-orf/

  4. Der echte Krone-Oligarch | Aron Sperber Says:

    […] die „guten Journalisten“. Dass die Krone nun mit Benko statt einen blauen einen türkisen bzw. sogar türkis-pink-grünen Kurs ansteuert, liegt durchaus im eigenen […]

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