Türkische oder getürkte Flüchtlingslast?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor der UN-Vollversammlung erneut mehr Unterstützung für die Versorgung von syrischen Flüchtlingen gefordert. Sein Land könne die Last nicht alleine tragen, sagte er am Dienstag in New York. Er warb abermals für die Einrichtung einer sogenannten Sicherheitszone in Nordsyrien. Dort könnten bis zu drei Millionen Flüchtlinge angesiedelt werden.

Erdogans „Schutzzone“ für drei Millionen Syrer ist nichts anderes als ein neuer IS: Erdogans Dschihadisten, die gerade aus ihrer Hochburg Idlib vertrieben werden, sollen auf die Kurdengebiete umgelenkt werden, um dort (wie der alte IS) für Erdogan eine ethnische Säuberung an der kurdischen Bevölkerung vornehmen.

Die EU soll für Erdogans neuen IS auch noch bezahlen, weil er sonst mit einer neuen Flüchtlingswelle nach Europa droht. Erdogan kann Europa als angeblicher Torwächter erpressen, weil eigener Grenzschutz nach Merkels Logik unmoralisch wäre.

Es ist jedoch kein Zufall, dass nicht der mit EU-Milliarden bezahlte angebliche Türsteher Erdogan, sondern Länder wie Griechenland oder Kroatien von der deutschen Asyl-Lobby regelmäßig dafür geprügelt werden, weil sie Flüchtlinge nicht einfach nach Germoney durchwinken. Diejenigen, die den Anschiss bekommen, sind in Wahrheit diejenigen, die den Job für uns erledigen und auch das Geld bekommen sollten.

Die 3,6 Millionen Syrer, für die wir Erdogan bereits 6 Milliarden Euro in seinen unersättlichen Rachen geworfen haben, werden in Wahrheit längst nicht mehr von Erdogan, sondern seit 2015/2016 von uns selbst in Deutschland, Österreich und Schweden versorgt.

Die Türkei hat die durchgereisten Brüder für die Asylstatistik im Land belassen – und lässt sich deren angebliche Versorgung von der EU mit Milliarden vergolden.

Alle anderen Transitländern der Balkanroute wie Griechenland, Serbien und Ungarn hatten am Ende der Flüchtlingskrise Mitte 2016 so gut wie keine Migranten mehr im Land, da sich alle, die sich zuvor in jenen Ländern aufgehalten hatten, der Karavane nach Germoney angeschlossen hatten. Nur in der Türkei waren nach der Flüchtlingskrise nicht weniger, sondern mehr im Land.

Die EU-Gelder wären eigentlich für Syrer gedacht gewesen, die von der Türkei im Rahmen des Paktes mit Merkel zurückgenommen werden. Tatsächlich wurden im Rahmen des Paktes jedoch lediglich ein paar Hundert Pakistaner zurückgenommen, für die die Türkei mit Sicherheit keinen Cent bezahlt hat. Statt für die Syrer aus dem Pakt, zahlt die EU nun für Syrer aus der Statistik, die Erdogan gemeinsam mit der UNO fabriziert hatte.

Als der EU-Rechnungshof einmal kontrollieren wollte, welchen Syrern die Milliarden konkret zugute kämen, wurde die Herausgabe der Primärdaten unter Berufung auf den türkischen Datenschutz verweigert. Statt Namen und Geburtsdaten haben die EU-Kontrollore aus „Datenschutzgründen“ von den Türken nur Nummern präsentiert bekommen. Wer sich hinter den Zahlen verbirgt, weiß nur der Erdogan.

Ginge es um eine EU-Förderung von 300.000 € für ein Asyl-Projekt in Griechenland oder Bulgarien würde die EU bis zur Herausgabe der Daten, die eine Kontrolle möglich machen, keinen Cent mehr ausbezahlen, und die deutschen Medien würden empört über den griechischen Schindluder mit europäischen Asyl-Geldern berichten.

Bei den 6.000.000.000 € für Erdogan wird von der EU und Merkels Medien kein Wind gemacht, weil sonst die weise Politik der großen Merkel in Frage gestellt werden könnte.

Sollte sich die EU später doch noch einmal dazu aufraffen, echte Daten von Erdogan zu verlangen, kann Erdogan immer noch irgendwelche Fantasie-Identitäten nachliefern und bei etwaigen Kontrollen behaupten, dass seine Phantom-Syrer dann schon wieder nach Syrien (z.B. in die von der Türkei mit EU-Finanzierung eroberten „Schutzzonen“) zurückgekehrt wären.

12 Antworten to “Türkische oder getürkte Flüchtlingslast?”

  1. Olaf Says:

    Das Merkel-Ding liebt es von Erdlochgan getreten zu werden, wie ein Esel in Kümmels Harem. Perverse unter sich, aber mit unserem Geld.

  2. American Viewer Says:

    Die ersten Milliarden gingen laut Handelsblatt zu 2/3 nicht an die Türkei und ihre Vasallen-Organisationen.

    Das soll sich mit der zweiten Tranche nun radikal ändern.

    Erdogan will die meiste Kohle für sich kassieren und hat sich wohl aktuell damit durchgesetzt. Man würde es nicht glauben, wenn es nicht da stehen würde:

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/migration-tuerkei-setzt-sich-mit-aenderungen-beim-fluechtlingsabkommen-durch/25042238.html?ticket=ST-631446-iOhe5qDT0SaBN6f9foQc-ap5

    • aron2201sperber Says:

      schon der erste Satz von Herrn Ocan Demircan ist falsch:

      Es regelt seit März 2016, dass die Türkei keinen Menschen mehr illegal in Richtung EU ausreisen lässt.

      das Abkommen regelt, dass die Türkei Syrer, die illegal in die EU einreisen, im Tausch gegen in der Türkei befindliche Syrer zurücknehmen.

      wenn die Türkei nicht ihre eigenen Grenzen schützt, und weiterhin (laut türkischen Angaben sogar weitere Millionen) in die Türkei einreisen durften, ist es völlig unrealistisch, dass die Türkei bei der Verhinderung der Ausreise viel strenger als bei der Verhinderung der Einreise war.

  3. Aron Sperber Says:

    Mir ist der Handelsblatt-Schreiber immer wieder als unkritischer Nachplapperer von Erdgogans Propanda aufgefallen.

    Als Türke sollte er eigentlich leicht durchschauen, dass es völlig undenkbar ist, dass 3 Millionen Syrer am privaten Wohnungsmarkt in Südost-Anatolien untergekommen sein sollen, wie von der Türkei behauptet und von der UNO bestätigt:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2018/09/06/erdogan-zockt-mit-uno-die-eu-ab/

    Die UNO ist in der Türkei eine türkische NGO, die zu 99% in den letzten 2 Jahren von Erdogan-Leuten mit EU-Geldern aufgezogen wurde, um Erdogans Betrügereien den Anstrich von UNO-Seriosität zu geben.

    • American Viewer Says:

      Es leben in der Türkei schon auch einige Syrer, denke ich. In DL leben fast 1,5 Millionen, da werden in der Türkei schon 3 Millionen untergekommen sein. Der Platzbedarf ist dort wahrscheinlich geringer. Dort lebt dann halt die Großfamilie + Bekannte in einer kleinen Wohnung, die gleichen Personen würde man in DL wahrscheinlich auf 5 verschiedene Wohnungen und Häuser verteilen. In der Türkei müssen sie natürlich auch ihre Miete usw. selbst bezahlen. Das macht die Reise nach Germoney natürlich reizvoller.

      • aron2201sperber Says:

        in Deutschland leben etwas weniger als 800.000 Syrer, was außerhalb Syriens trotzdem wohl die mit Abstand höchste Zahl ist:

        https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migration-Integration/Tabellen/auslaendische-bevoelkerung-geschlecht.html;jsessionid=296118D97A76D54597629A3A228DA8A5.internet742

        in der Türkei gibt es offiziell rund 140.000, die in Zeltlagern in Südost-Anatolien untergerbracht sind. Offiziell sind das nur 5% der türkischen Syrer, die angeblich zu 95% am privaten Wohnungsmarkt untergekommen sind – aber nicht in Istanbul, Ankara und Izmir, wo das theoretisch vielleicht sogar möglich wäre, sondern in Kaffs im strukturschwachen Süd-Osten (allerdings genau dort, wo auch die Zeltlager sind).

        einige Zehntausend werden wohl auch in Istanbul sein. Insgesamt siind in der Türkei wohl kaum mehr als 250.000 Syrer. Der Großteil günstig in Zeltlagern versorgt. Dann kommen auch noch rund 200.000 dazu, die in Syrien nahe der türkischen Grenze untergebracht sind.

      • aron2201sperber Says:

        in der Türkei gibt es ein relativ zivilisiertes Meldewesen. Daraus ergibt sich, dass in den Regionen, die von Erdogan und der UNO als Aufnahmeregionen genannt werden, mit Sicherheit kein entsprechender Bevölkrungszuwachs erfolgt ist:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2019/06/24/guardian-verbreitet-tuerkische-asyl-luegen/

      • aron2201sperber Says:

        Sanliurfa und Gaziantep sind in etwa so entwicklet wie Bihac in Bosnien.

        Dort ist man bereits mit 20.000 Flüchtlingen heillos überfodert. Es ist völlig undenkbar, dass sich 2 Millioen in einer derartigen Region problemlos am Wohnungsmarkt unterbringen ließen.

        tatsächlich weist die Region statt 25% Migrantenanteil nur 2% auf (was wohl ungefähr den Bewohnern der Zeltlager entspricht)

      • aron2201sperber Says:

        Warum jubelte die Türkei ihre angeblichen Flüchtlinge nicht den Großstädten wie Istanbul, Ankara oder Izmir unter, sondern bestand auf die unrealistische Behauptung, dass Millionen Syrer in der strukturschwachen Süd-Türkei untergekommen wären?

        Die Lüge mit der Süd-Türkei kommt der Wahrheit trotzdem noch am nähesten, da die meisten Syrer in der Türkei (und nicht nur 5% wie im Artikel behauptet) tatsächlich in Lagern an der syrischen Grenze leben.

      • American Viewer Says:

        Meine Hochrechnung ist schlichtweg die:

        Ich schließe eher von 1,0-1,5 Millionen Syrern in Deutschland rückwärts auf die Türkei. Das heißt also, wenn 1,0-1,5 Millionen Syrer in Deutschland leben, dann müssen mindenstens so viele in der Türkei leben. Das ist so eine Art Überschwappungseffekt. Syrien als das große Startbecken, und dann ist es vom einen Becken ins nächste Becken immer weiter übergeschwappt. Dann sind in den ersten Becken aber typischerweise mehr Menschen als in den nächsten.

        Ich denke, so ist es in diesem Fall auch. Natürlich könnte man sagen, Mad Merkel hat ganz viele Menschen angelockt, was sie ja auch wirklich getan hat, aber trotzdem ist die Reise nach Deutschland relativ teuer. Das muss man sich erst einmal leisten können. Und Erdogan hat die Menschen bekanntlich auch eher angelockt. Er hat jedenfalls am Anfang nicht gesagt, dass niemand kommen darf und alle gehen müssen. Diese Art von Aussagen haben erst in den letzen Wochen/Monaten so richtig begonnen.

        Deine Rechnung sind wahrscheinlich alle richtig, aber vielleicht übersiehst du ja trotzdem etwas? Ich vermute zum Beispiel, dass viele Syrer in der Türkei quasi schwarz leben. Es könnte auch sein, dass Flüchtlinge gar nicht gemeldet werden bzw. dass sie sich nicht melden. Man wird sehen.

      • aron2201sperber Says:

        wie gesagt sind es in D nicht 1 bis 1,5 Millionen, sondern weniger als 0,8 Millionen (150.000 in Schweden und 50.000 hat Österreich über Merkels Einladung abbekommen).

        sie sind zwar alle (1 Million Syrer und alle anderen, die Merkels Einladung an die Syrer folgten) über die Türkei gereist, aber wie in den anderen Transitländern wie Griechenland und Serbien nur durchgereist.

        würde man wie die Türkei zählen, hätte auch Griechenland 2 Millionen Flüchtlinge, zumal sie auch dort durchgereist sind.

        Griechenland war am Ende der Flüchtlingskrise bis auf die 20.000, die sich gerade im Transit befanden, komplett von allen Migranten geleert.

        auch die Türkei war 2016 sicher so leer wie nie zuvor. Anders als die ehrlichen Serben, Griechen und Ungarn behielten sich die Türken die „Syrer“ in ihrer getürkten Statistik, um von der EU zu kassieren und sie damit zu erpressen.

  4. Türkische oder getürkte Flüchtlingslast? – Die Offenbarung Says:

    […] über Türkische oder getürkte Flüchtlingslast? […]

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