Wie will Kurz Migration stoppen?

Um die Migration – wie von Kurz im Wahlkampf gerade wieder versprochen – selbst zu stoppen, gibt es zwei Möglichkeiten.

a) Man ändert das System grundlegend und lässt nach einer illegalen Einreise kein Asylverfahren mehr zu.

b) Man lässt alles beim Alten, aber ergreift wie Kickl unsympathische Maßnahmen, um Asylanten trotzdem abzuschrecken.

Die Variante a) wäre sicher die bessere Lösung gewesen. Wäre die illegale Migration nachhaltig eingedämmt, könnte man es sich auch leisten, großzügig mit Altlasten wie Lehrlingen mit abgelehnten Asylanträgen umzugehen. Dazu hätte Kurz jedoch die Migration zur Chefsache machen müssen.

Tatsächlich hatte er jedoch nicht die geringsten Anstalten gezeigt, das System ändern zu wollen, sondern sogar seinen Experten für Migration, Efgani Dönmez, wegen einer Nichtigkeit gefeuert und sich ganz auf Variante b) mit Kickl verlassen, der für die Kurz-Regierung den „Bad Cop“ spielen musste bzw. durfte.

Wenn Kurz weder a) noch b) will, bleibt nur noch die Variante, sich auf andere zu verlassen.

Das hatte zwar 2016 mit der Schließung der Balkanroute durch Mazedonien geklappt, was Kurz zu Recht als große Leistung zur Beendigung der Flüchtlingskrise angerechnet wurde.

Dabei handelte es sich jedoch um einen Glücksfall, weil es damals noch kaum Infrastruktur für eine neue Route gab. Mittlerweile sind die Routen allerdings vielfältiger. Neben Mazedonien hat sich auch eine Schlepperroute über Albanien und Bosnien etabliert. Noch weigert sich Kroatien trotz Empörung der Asyl-Lobby, die „Schutzsuchenden“ einfach durchzuwinken.

Sollte Kroatien dem medialen Druck des europäischen Establishments nachgeben und an seinen Grenzen „Asyl“ wieder als „Sesam öffne dich“ akzeptieren, hätten wir sehr rasch wieder eine Situation wie 2015.

Merkels Pakt-Partner Erdogan wartet nur darauf, wieder Massen von Brüdern Richtung Germoney schleusen zu können, sobald die Route wieder offen ist. Denn je mehr „Schutzsuchende“ kommen, desto besser kann er Europa damit erpressen.

Das Problem ist, dass Kurz nicht nur seinen eigenen „Bad Cop“ Kickl im Regen stehen gelassen hat, sondern sich auch auf europäischer Ebene auf Merkels und nicht auf Orbans Seite gestellt hat.

Mit Merkel und den Grüninnen als Partnerinnen wird es für Basti verdammt schwierig werden, das Kunststück von 2016 zu wiederholen.

12 Antworten to “Wie will Kurz Migration stoppen?”

  1. Chrisamar Says:

    Als Staatsratsvorsitzende möchte Frau Merkel möchte gerne ein reiches und freundliches Deutschland repräsentieren. Sie will der Welt Bilder mit „freundlichen Gesichtern“ verkaufen. Dem unterliegt die ganze Staatsräson. Denn Sie oder ich, würden auch nicht gerne in die Öffentlichkeit treten und zugeben, dass man eines der ehemals reichsten, liberalsten und progressivsten Länder der Welt in Grund und Boden regiert hat. Deutschland ist auch kein Sozialstaat. In einem Sozialstaat gäbe es Teilhabe, Chancengleichheit, Demokratie, Wohlstand, Meinungsfreiheit. Deutschland ist statt dessen Bestenfalls ein sozialistisches „shit-hole country“. Ein mafiöser Staat. ~ 20 Millionen Deutsche Bürger, ganze Schichten sind bereits in lebenslange Armut und damit in die Verwahrlosung verbracht. Und Armut ist eine ansteckende Krankheit. Wenn Herr Kurz weiterhin glaubt,sich an Deutschland orientieren zu müssen, dann wird mit Deutschland auch Österreich fallen. Mit Merkel reitet Herr Kurz ein totes Pferd.

    • aron2201sperber Says:

      Variante a) wäre mit Abstand die beste, aber auch schwierigste Lösung gewesen.

      Kickl den „Bad Cop“ mit dem alten System spielen zu lassen und selbst als „Good Cop“ dazustehen, war natürlich viel einfacher als sich mit den Guten in Österreich und der EU anzulegen, um das übekommene und dysfunktionale Asylssytem endlich tiefgehend zu reformieren.

    • salamshalom Says:

      Aha… wie interessant. Über welches „Deutschland“ sprechen Sie nochmal?!
      Wäre lebenslange Armut ein Indikator fürs shithole sein, dann hätten 97% der Nationalstaaten dieses Globus‘ ein neues Etikett. Die Frage muss sich natürlich nach der Definition von Armut orientieren. Verhungere und verdurste ich in meinem Land? Wird mir der Zugang zu medizinischer Versorgung verwährt? Wird mir ein festes Dach über den Kopf verwährt?
      ODER: bin ich, was Luxus und Komfort angeht, abgehängt?

      Deutschland ist in Gänze ganz sicher kein Land, in dem ein Mensch verhungern, verdursten, erfrieren oder an einem Abszess sterben muss, nicht wahr??
      Das lassen die Linksversifften einfach nicht zu 🙂

      • Chrisamar Says:

        In Deutschland muss niemand hungern – der Satz stimmt nicht. In Deutschland werden Mangelernährung und Hunger einfach nicht thematisiert. Seit 20 Jahren gibt es die Tafeln. Ohne die Tafeln, ließe sich der Hunger noch weniger verstecken. Wer in Deutschland in die Schuldenfalle der Pflicht-Krankenversicherung gerutscht ist, bekommt „nur im Notfall“ eine „Notfallversorgung“. Wegen eines Abszess geht keiner zum Arzt. Sehr viele Menschen sterben an den Spätfolgen ihrer Infektionen. Aber auch darüber wird keine Statistik geführt. Mehr als 1 Million Deutsche Bürger sind bereits dauerhaft in Obdachlosigkeit verbracht. Auch über die Kältetoten, die erfrorenen Obdachlosen in den Straßen, wird in Deutschland keine Statistik geführt. Vermutlich sind Sie Staatsdiener / Beamter oder Pensionär und verhöhnen aus ihrer Wohlstandsblase hinaus, jene welche mit ihrer Lebenszeit und durch Verzicht, ihren Luxus und Komfort zu erwirtschaften haben. Das Verantwortungslose Merkel-Regime, hat die Deutschen „Sozen“ zu einem „shithole-country“ gemacht, in dem alle staatliche Strukturen von verfassungsfeindlichen Aktivisten, sabotiert und zerstört worden sind. Ein Land in dem es keine Rechtssicherheit mehr gibt, ist eine Bananenrepublik. Rechtsbeugung, Amtsmissbrauch, Korruption und selbst Bestechlichkeit sind faktisch keine Straftaten ( mehr ). Ein ganzer Berufsstand hat sich selbst unter Immunität gestellt. Deutschland ist am Ende. Um den Hofstaat bei Laune zu halten, wird munter enteignet. Das ist bereits das sichere Indiz dafür, dass die BuRe das Land plündert, weil die wissen, dass die keine Zukunft mehr haben. Wer sich an Merkel orientiert, kann genauso gut ein totes Pferd füttern.

      • Olaf Says:

        Wer in Deutschland erfriert, ist ein Klimaleugner und gehört bestraft.

      • salamshalom Says:

        Ääh… da „keine Statistiken darüber geführt werden“, frage ich mich dann schon, wie Sie ab Ihre Zahlen kommen…
        Aber hey, belästigen Sie mich nicht mit Scheiss-Fragen 🙂
        Nee, bin kein Beamter. Eher Arzt. Und natürlich sehe ich täglich Patienten mit Abszessen. Aber hey, belästigen Sie mich nicht mit Fakten.
        Und Obdachlosen in D wird nicht eine feste Bleibe verwährt. Jeder (!) hat Anspruch und Möglichkeit, unterzukommen. Aber nicht jeder will. So, wie auch nicht jeder mit einem Abszess zum Doc gehen will.
        Schöne Träume noch aus dem Land der vielen Sozialen Möglichkeiten.

      • Olaf Says:

        ss ist wohl eher Schamane als Arzt. Eine Fachkraft aus dem Morgenland.

      • salamshalom Says:

        Möglich. Aber iwie glücklicher als du 🙂

  2. aron2201sperber Says:

    die neue Flüchtlingswelle könnte schon in den nächsten Tagen über Spielfeld schwappen, wo in 2 Wochen die Steirer wählen:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article203284430/Einreisen-Illegale-Migration-nimmt-ueber-neue-Balkanroute-wieder-zu.html

    die Steirer werden dann entscheiden, ob ein Liederbuch oder eine grüne Migrationspolitik für sie problematischer ist.

  3. idiota Says:

    Basti Fantasti ist halt wie alle Linken nicht nachhaltig, letztlich werden immer mutwillig die Grundlagen der eigenen Existenz zerstört.

  4. bf3sojiro Says:

    Lesen: https://www.derstandard.at/story/2000017414481/demonstration-gegen-bilderberg-konferenz-in-telfs

    Nur wenige Wochen später schrie der Bilderberger Werner Faymann „Balken hoch!“…

    Da sieht man mal was für eine Nichtigkeit das Ibiza-Video ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Teilnehmern_an_Bilderberg-Konferenzen

  5. Österreich als neue Schwachstelle | Aron Sperber Says:

    […] Wird es Kurz auch diesmal gelingen, die Balkanroute wieder zu schließen? […]

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