Archive for 14. April 2020

Corona gegen Moria

April 14, 2020

Solange Griechenland aus der Türkei ankommende Migranten nicht aufs Festland durchwinkte, wurden viele Migranten davon abgehalten, sich in die türkischen Schlepperboote zu setzen, weswegen die Hotspots auf den griechischen Inseln seit Jahren von der deutschen Asyl-Lobby als Horrorlager verteufelt wurden.

Auch Erdogan bräuchte jenen Migrationsdruck, um Europa weiterhin politisch und finanziell erpressen zu können. Deswegen versuchte Erdogan im Februar, die griechische Landgrenze von „Schutzsuchenden“ stürmen zu lassen, wobei auch Migranten aus dem damals bereits stark von Corona betroffenen Iran angelockt wurden. Aufgrund von Corona musste Erdogan den Angriff auf die griechische Landgrenze jedoch Ende März schließlich abblasen.

Corona war zwar bei der Erstürmung der Landgrenze durch Migranten-Massen ein Nachteil. Erdogan versucht nun offenbar, die (zum Teil wohl selbst verschuldete) türkische Corona-Not doch noch zu seinem Vorteil zu wenden.

Würde Corona von Migranten auf die griechischen Inseln eingeschleppt werden, müsste die griechische Regierung ihre Hotspots (wie von deutschen Medien und türkischen Politikern schon lange gefordert) wohl aufgeben.

Dies erklärt, warum Erdogan mitten im eigenen Corona-Lockdown Migranten aus den Lagern an der syrischen Grenze an die türkischen Häfen gegenüber den griechischen Inseln karren ließ.

Die Türkei ist dabei, eine zweite Flüchtlingskrise zu inszenieren – und das während der Corona-Epidemie, die das Land so schwer getroffen hat. Etwa 1200 Menschen starben bereits an der Viruserkrankung, knapp 60.000 sind infiziert, und die Zahl der Infektionen steigt rasant weiter.

Busse bringen die Migranten kostenlos an das Mittelmeer, damit sie von dort auf eine der griechischen Inseln übersetzen.

Aber die Zahl der Boote könnte schnell wachsen. Denn die türkischen Behörden wollen alle Internierungslager leeren, und davon gibt es nach Angaben des Innenministeriums insgesamt neun. Im Laufe dieser Woche sollen die Insassen sukzessive abtransportiert werden.

In der Türkei leben vier Millionen Flüchtlinge, wovon der überwiegende Teil aus Syrien stammt.

(WELT)

Im Moment halten sich in der Türkei nicht viel mehr als 60.000 Syrer auf, auch wenn Erdogan der WELT und der EU erfolgreich einreden konnte, er versorge Millionen „syrische Flüchtlinge“ (die in Wahrheit schon längst zu uns weitergereist sind).

In der Al-Qaida-Provinz Idlib und anderen von der Türkei „beschützten“ Gebieten Syriens halten sich zwar auch nicht (wie von Erdogan und seinen UNO-Komplizen behauptet) 3 Millionen Flüchtlinge auf. Gut eine halbe Million aufbruchsbereiter Syrer (die Verlierer des syrischen Jihads und ihre Familien) befinden sich dort jedoch allemal (bei der Flüchtlingskrise von 2015 waren auch nicht viel mehr „echte Syrer“ dabei).

Im Moment hält Erdogan die eigenen Grenzen zu Syrien (auch schon vor Corona) fest verschlossen, weil er sonst riskieren würde, auf seinen syrischen Brüdern selbst sitzen zu bleiben.

Müssten die Lager auf den griechischen Inseln jedoch endlich geschlossen werden, könnte Erdogan seinen Brüdern in Syrien wie 2015 die Grenzen öffnen, da die Türkei dann wieder lediglich ein Transitland Richtung Germoney wäre. Mit den durchgeschleusten Massen könnte Erdogan Merkels EU wieder nach Herzenslaune erpressen und so seine Macht für viele weitere Jahre absichern.

Mehrere Festnahmen: Brand in Flüchtlingslager: "Moria gleicht ...