Labor böser als Wildtiermarkt?

Bereits seit Februar kursierten Vermutungen, dass das neue Corona-Virus von einem chinesischen Labor auf den Menschen übergesprungen sein könnte, die jedoch damals von den guten Medien als Verschwörungstheorien abgetan wurden. Neue Beweise sind zwar aktuell keine hinzugetreten. Wenn es die gute Washington Post sagt, wird aus der bösen „Verschwörungstheorie aus dem Internet“ eine seriöse Nachricht.

Nicht dass mich Kritik am kommunistischen China stören würde. Ob China zugegeben hätte, dass das Virus aus einem Labor entwischt sei oder es (für mich immer noch die viel wahrscheinlichere Theorie) tatsächlich von einem Wildtiermarkt stammte, hätte allerdings für die Verbreitung zu uns wohl keine Rolle gespielt.

Bereits im Dezember waren in europäischen Medien Berichte über die neue Lungenkrankheit in China erschienen. Lange bevor die Krankheit zur Pandemie wurde, war die Situation in Wuhan bekannt. Dass Viren Grenzen überschreiten können, war auch keine Neuigkeit.

Eine vorsätzliche Freisetzung des Virus halte ich nach wie vor für äußerst unwahrscheinlich, selbst wenn er von einem Labor auf den Menschen übergesprungen sein sollte. Für mich persönlich wäre der Wildtiermarkt sogar die schlimmere moralische Verfehlung. Labore zur Virenerforschung sind wenigstens sinnvoll, auch wenn es dabei zu Katastrophen kommen kann. Impfstoffe zu erzeugen war und ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Wildtiermärkte für chinesische Hokuspokus-Medizin sind hingegen komplett unnötig.

In unserer angeblich so rationalen Welt herrscht jedoch ein unrealistisches Vollkasko-Denken. Wissenschaftliche Medizin muss 100% wirksam sein mit 0% Nebenwirkungen, sonst setzt es gleich Schadenersatzforderungen. Also ist man gezwungen, Fehler möglichst abzustreiten.

Auch die Polio-Impfung hatte möglicherweise zur Verbreitung der Affenkrankheit AIDS beigetragen, auch wenn diese für die Wissenschaft unangenehme Theorie als unwissenschaftlich verworfen wurde. Selbst wenn die Polio-AIDS-Theorie stimmen würde, wäre die Entwicklung des Impfstoffs moralisch nicht verwerflich gewesen, zumal die Absichten der Forscher jedenfalls gut waren. Für uns ist es dank der Polio-Impfung selbstverständlich geworden, uns nicht vor Polio fürchten zu müssen. Ich würde Covid-19, das vor allem bereits stark Geschwächte und Alte bedroht (selbst wenn es unsere Eltern sind), nie gegen Polio, das unsere Kinder bedrohen würde, tauschen.

China hat dabei als Schwellenland sowieso nur eine eingeschränkte Verantwortung. Wäre das Virus in den USA auf den Menschen übergesprungen (egal ob schuldhaft oder nicht) hätte es Trump wohl politisch keinesfalls überlebt. CNN & Co. hatten Trump mit Corona hemmungslos geprügelt, obwohl das Virus zuerst in Asien und Europa gewütet hatte. Man stelle sich vor, das Virus wäre zuerst bei Trump aufgetaucht.

Während ich Trumps Schuldzuweisungen gegen China nicht für sinnvoll halte, gebe ich ihm bei der WHO vollkommen recht. Die UNO und ihre Unter-Organisationen wird von westlichen Staaten finanziert, aber von orientalischen Despoten beherrscht. Trotzdem wird bei der UNO so getan, als ob sie moralisch sogar über superheiligen Ländern wie Schweden stehen würde.

Die UNO ist nicht besser als die USA, GB und Japan (die sie bezahlen), sondern steht bestenfalls auf dem Niveau von Durchschnittsländern wie Argentinien, Moldawien oder Algerien. Die UNO kommt deswegen so gut weg, weil sie in der Regel nichts selbst machen muss und moralisch schön daherreden nichts kostet (und außerdem von den USA und anderen Dummen bezahlt wird).

Wo die UNO operativ tätig ist, ist sie ein Drama. Wie bei der UNRWA, die aus 500.000 vertriebenen Arabern im Lauf der Zeit 5 Millionen „palästinensische Flüchtlinge“ in den arabischen Nachbarländern produziert hat, während 15 Millionen geflüchtete deutsche Flüchtlinge ganz ohne UNO-Hilfe BRD-Bürger wurden. Ohne Pandemie wäre die Nutzlosigkeit der WHO wohl weiterhin nicht groß aufgefallen. Wenn die WHO dank Corona hinterfagt wird, handelt es sich um einen positiven Effekt der Pandemie.

Aus Asien kam das Virus. Die bis jetzt wohl wirksamste Maßnahme war wohl die (durch regelmäßige Epidemien trainierte) asiatische Masken-Disziplin, die von der WHO lange Zeit als nutzlos abgetan wurde. Amerika war zuletzt (zur großen Schadenfreude vieler guter Europäer) der Hotspot von Covid. Aus Amerika könnte jetzt endlich auch ein wirksames Medikament kommen.

Und sofort setzt es wieder Vorwürfe gegen Trump, weil er das in den bösen kapitalistischen USA entwickelte Medikament (angeblich anders als der von angeblich guten Deutschen angeblich enwickelte Impfstoff, den Trump angeblich klauen wollte) nicht der Welt gratis zur Verfügung stellen will.

Gileads Versuche, inmitten einer globalen Pandemie skrupellose Geschäftemacherei zu betreiben, wurden jedoch von vielen, darunter auch von Bernie Sanders, zu Recht scharf kritisiert.

Wenn man nur sozialistische Produkte, die frei von kapitalistischen Nebenwirkungen sind, akzeptieren will, muss man allerdings warten, bis Nordkorea etwas entwickelt.

Q & Andy: Jerry Lewis - Interview Magazine

4 Antworten to “Labor böser als Wildtiermarkt?”

  1. American Viewer Says:

    Ein sehr guter Kommentar.

    Anfangs dachte ich auch, dass ein Laborunfall unwahrscheinlich ist, so 30:70. Mittlerweile, denke ich eher es ist 50:50 oder 40:60. Ich kann mir gut vorstellen, dass die CCP etwas damit zu tun hat, es gibt genug Forschungseinrichtungen in Wuhan, die dafür in Frage kommen.

    Die Grundfrage ist: Warum brach der Virus gerade in Wuhan aus? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fledermaus-Coronavirus gerade dort rein natürlich ausbricht, wo die CCP ihre Fledermaus-Coronaviren-Forschung konzentriert hat. Wenn man es so formuliert, ist die Wahrscheinlichkeit für einen reinen natürlichen Ausbruch gering.

    Ich hab‘ seit Januar selbst immer wieder zum Thema recherchiert und was man da so, in seriösen Quellen findet, ist erschütternd.
    Das aktuelle Szenario sieht aus meiner Sicht so aus: Die CCP hatte ein Programm, dass Viren aus ganz China eingesammelt hat, rein zur Forschung, so etwas gibt es im Westen auch. Man besonders auch Coronaviren von Fledermäusen eingesammelt, gerade in den Labors in Wuhan, weil die 2003er Version von SARS ja in diese Gruppe gehört.

    Der Sinn der „Forschung“ ist allerdings fragwürdig. Die sammeln die Viren erst einmal nur ein, der tiefere Sinn erschließt sich selbst einigen Virologen nicht. Nur weil man hunderte bis tausende Viren an einem zentralen Ort bunkert, ist das noch lange keine sinnvolle „Forschung“. Im Gegenteil, es ist gefährlich, und es gibt genug Virologen, die davon nicht so viel halten und vor genau dem aktuellen Szenario gewarnt haben.

    Also die Viren lagern dort, teilweise halten sie dort auch hunderte Fledermäuse, und dann gibt es mindestens drei sehr plausible Szenarien, die alle schon so in China passiert sind:

    Erstens, das Virus bleibt einfach an einem Forscher hängen, an den Schuhen, an der Kleidung, an den Haaren, whatever, und wird dann einfach hinausgetragen.

    Zweitens, ein Forscher oder ein Pfleger steckt sich direkt bei einer Fledermaus an, durch Hautkontakt, oder Biss, oder Speichel, oder Blut, oder Tröpfchen, die Möglichkeiten sind vielfältig. Er bekommt vielleicht nicht mal Symptome, so wie über 50% der Corona-Kranken, und trägt das Virus aus dem Labor raus.

    Drittens, es gibt Angestellte in den Labors, die lebende oder tote Fledermäuse entsorgen müssen, normalerweise verbrennt man die Tierkörper. Diese Leute verdienen nicht so viel Geld, da kam es dann schon vor, dass diese Leute, die Fledermäuse illegalerweise nicht verbrannt haben, sondern einfach, tot oder lebend, als Essen verkauft haben, meinetwegen auf einem dieser Märkte in Wuhan.

    Man muss allerdings wissen, dass der bisherige Markt, der verdächtigt wird, sehr oft als „seafood market“ bezeichnet wird. Es gibt genug Stimmen, die sagen: Auf den Märkten in Wuhan gebe es quasi keine Fledermäuse zu kaufen, da es in dieser Region Chinas gar keine Delikatesse ist. Die Menschen dort würden keine Fledermäuse mögen, dass sei eine Delikatesse im Süden Chinas, aber nicht in Wuhan.

    Ich bin gespannt, ob man die Wahrheit jemals herausfinden wird, weil der Druck der CCP alles zu vertuschen, ist natürlich extrem.

    Wir wissen weiterhin nicht, wer Patient zero ist, und werden es vielleicht auch nie erfahren. Das wäre aber das Tor zur Wahrheit. Die CCP hat überall ihre Finger im Spiel, ich wette die wissen schon längst wer Patient zero ist, so schwer ist das nicht, schon gar nicht in einem Überwachungsstaat.

    Es gab ja schon Berichte und Fotos, dass Patient zero aus einem der Labors kommt. Das würde gut erklären, warum die CCP Patient zero (und die Patienten gleich danach) geheim hält, und warum erste Proben des Virus vernichtet wurden. Meine Quellen sagen der Westen hat bis heute keine Virenproben vom Beginn der Epidemie erhalten.

    • aron2201sperber Says:

      Vielen Dank.

      und Danke für die interessanten Ausführungen, wie das Virus aus dem Labor entwischt sein könnte.

      • Olaf Says:

        „da kam es dann schon vor, dass diese Leute, die Fledermäuse illegalerweise nicht verbrannt haben, sondern einfach, tot oder lebend, als Essen verkauft haben“

        lecker, lecker, helter skelter – wie Mai Thi Manson sagen würde.

  2. besucher Says:

    Man sollte einmal Batwoman befragen (das ist die Fledermauskotsammlerin aus einem der Labors, sie wird wirklich von ihren Kollegen so genannt weil sie in Höhlen herumkriecht.) was da so schief gegangen ist. Eine plausible Antwort wird sie wahrscheinlich nicht geben da sie noch ein bisschen länger flattern möchte chte.

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