Merkelmania und Erdowahn in NY Times

Die NY Times hatte aufgrund von Berichten türkischer Ärzte die offziellen Covid-19-Opferzahlen der Türkei angezweifelt. Für den türkischen Gesundheitsminister basiere der Artikel jedoch „allein auf der antitürkischen Einstellung der NY Times“.

Tatsächlich ist die NY Times (wie fast alle linken Medien) Islamisten wie Erdogan gegenüber ausgesprochen wohlwollend eingestellt. Erdogan durfte die NY Times sogar wiederholt als Sprachrohr benützen.

Als sich Erdogan als Flüchtlingshelfer präsentierte oder den Mord an Khashoggi instrumentalisierte, übernahm die NY Times Erdogans Agenda bereitwillig, da sich Linke von Islamisten gerne vorgaukeln lassen, für eine gemeinsame Sache einzustehen.

Bei Covid-19 fehlt diese gemeinsame Sache allerdings und selbst naive linke Schreiberlinge haben sich einen Rest an kritischem Denken gegenüber Staaten wie der Türkei bewahrt. Die NY Times glaubt doch eher unabhängigen türkischen Ärzten als einen sich selbst überschwenglich lobenenden türkischen Gesundheitsminister:

“The mortality rate is 5.3% in the U.S, 10.5% in Spain, 13.2% in Italy, 13.5% in the U.K. and 17.3% in France. The same rate is 2.3% in Turkey. From these figures, you can see Turkey is among the countries with the lowest COVID-19 mortality rates,” Koca said.

(Daily Sabah)

Trotz der Gleichschaltung der türkischen Medien sind Fakten aus der Türkei gedrungen, die eine ähnliche Enwicklung bei den Opferzahlen wie in Italien oder Spanien befürchten lassen:

Mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen der Türkei, die an vorderster Front gegen die Coronavirus-Pandemie kämpfen, wurden positiv auf Covid-19 getestet, berichtete die Zeitung Milliyet. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Infizierten unter Angehörigen der Gesundheitsberufe steigt.

(Hürrijet)

Wie in Italien und in Spanien ist Covid-19 auch in der Türkei ins Gesundheitssystem eingedrungen, wo es an viele Risikopatienten herankommen und so den größten Schaden anrichten kann.

Dass in Deutschland die Opferzahlen verhätnismäßig niedrig sind, beruht nicht auf Merkels naturwissenschaftlicher Genialität (auch wenn es die NY Times in ihrer Merkel-Mania glaubt), sondern auf dem Umstand, dass die deutschen Covid-Herde im überschaubaren Heinsberg bzw. in den österreichischen Bergen lagen, statt in dicht besiedelten Regionen wie Wuhan, der Lombardei, Madrid, NY oder Istanbul. Wäre Covid-19 statt auf Heinsberg auf das Berghain getroffen, und Covid hätte sich rasch über Berlin ausgebreitet, hätte Deutschland die gleichen dramatischen Zahlen wie NY oder Istanbul.

Kanzlerin Angela Merkel: Einkaufsfoto verrät, welche Weine sie ...

(Merkel-Mania im Supermarkt am 21.03.2020)

 

6 Antworten to “Merkelmania und Erdowahn in NY Times”

  1. Benjamin Goldstein Says:

    Du gehörst zu den wenigen, die den Zusammenhang zwischen Siedlungsdichte und Covid-19 Katastrophen verstehen.

    Was ich auch verblüffend finde, ist, dass Leute im Gesundheitssektor so schwer getroffen werden, nicht nur in der Häufigkeit, was zu erwarten wäre, sondern auch in der Schwere. Die Menschen unterscheiden sich zum einen natürlich in der Stärke und Art des Immunsystems, aber als zusätzliche Variable könnte ein Zusammenhang zwischen der Virenmenge und der Schwere des Krankheitsverlaufs bestehen, wie es z.B. für Influenza B nachgewiesen ist. Das ist selten (bei den meisten Infekten hat man’s einfach oder hat man’s nicht), wäre aber denkbar. Reine Spekulation meinerseits.

  2. hanswernerklausen Says:

    Deutscher Hofjournalismus wiederum beruft sich auf „New York Times“ und CNN

    https://www.welt.de/politik/ausland/plus207415039/USA-Amerikaner-feiern-Krisenmanagerin-Angela-Merkel.html

    Man kennt das Strickmuster im deutschen Qualitätsjournalismus mittlerweile. Geht es um die USA, dann werden „New York Times“, „Washington Post“ , CNN als Autoritätsbeweise zitiert. Geht es um Großbritannien, wird am liebsten der „Guardian“ (auf der Insel ungefähr die politische Richtung wie in Deutschland die „Süddeutsche Zeitung“) als Autorität gegen Johnson zitiert. Aus Österreich wird am liebsten der „Standard“ zitiert, aus Israel „Haaretz“

  3. besucher Says:

    Bedingt richtig. Deutschland hat eine geringere Todesrate weil sich hauptsächlich jüngere infiziert haben. Doch keine Angst, wir holen auf. Der Super-Söder-Staat biegt bei den Todeszahlen auf die schwedische Gerade ein, trotz striktestem Lockdown in Deutschland. Meine Schlussfolgerung : Der Lockdown, so wie er gehandhabt wird mit all den sinnlosen Verwerfungen, bringt gar nichts.

    • aron2201sperber Says:

      hättes es in Berlin einen großen Covid-Herd gegeben, wäre die Chance groß gewesen, dass es auch die großen Spitäler und Pflegeheime erwischt hätte – und es eine Enwicklung wie in NY gegeben hätte.

  4. Olaf Says:

    Wenn die Amis Merkels Supersteuern und Superislamisierung hätten, würden sie kotzen. Nur wer die Stasi-Ratte nicht kennt, liebt das Ding.

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