UNO und ORF: einseitig und auf der falschen Seite

Der ORF berichtet total einseitig über den Bürgerkrieg in Libyen. Und zwar zielsicher für die falsche Seite (die „von der UNO“ als „Einheitsregierung“ anerkannten Muslimbrüder in Tripolis).

Wenn Frankreich, Russland und die meisten gemäßigten arabischen Staaten auf der Seite des geringeren Übels in Bengasi stehen, und lediglich die Türkei und Katar (300.000 Staatsbürger) auf der Seite der Islamisten in Tripolis, fragt man sich, warum die vor allem von westlich-demokratischen Staaten finanzierte UNO die Interessen unserer schlimmsten Feinde vertritt.

Gérard Vespierre: Qatar & Turkey are “godfathers” to militias in ...

Der Westen zahlt zwar den größten Anteil der UNO-Kosten. Katar zahlt aber offenbar an den effizienteren Stellen und kann so die UNO für seine Zwecke nützen.

Noch absurder ist die katarische Libyen-Propaganda im ORF, der ja aufgrund seiner üppigen Gebühren-Finanzierung nicht auf das Geld aus Doha angewiesen sein sollte. Entweder die ORF-Journalisten sind einfach dumm und halten daher das katarische Narrativ für richtig oder sie kriegen den Hals einfach nicht voll und lassen sich anständig vom Emir für ihre Dienste bezahlen.

Die Parteinahme für die Islamisten zeigt, wie korrupt und entbehrlich die angeblich unparteiische UNO-NGO und der angeblich unabhängige Staatsfunk ORF sind.

The Muslim Brotherhood seeks to prolong Tripoli war to serve its ...

5 Antworten to “UNO und ORF: einseitig und auf der falschen Seite”

  1. aron2201sperber Says:

    Das Schlepperei-Geschäft ist in Libyen fest in Händen der Muslimbrüder. Die Schiffbruch-Fahrten gingen fast ausschließlich von ihrem Territorium in West-Libyen aus.

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2019/07/03/rakete-fuer-rackete/

  2. salamshalom Says:

    „We came, we saw, he died. Hahaha…“

    Nun gut, so ein heroischer Sieg bringt halt auch die eine oder andere Veränderung mit sich. Jetzt bitte mal nicht undankbar werden. Der Grödaz (größter Diktator aller Zeiten) ist gepfählt worden. Das darf nicht vergessen werden. Den Menschen in Libyen geht es jetzt auf jeden Fall viel besser als zu den dunklen Tage der Unterjochung… vor der Demokratisierung!!

    • aron2201sperber Says:

      Gaddafi war in seinen letzten 15 Jahren – nach dem Sturz des Ostblocks – harmlos geworden.

      und ich bezweifelte damals stark, dass sein Sturz für Libyen ein Segen wäre, sowie ich den ganzen „arabischen Frühling“ kritisch sah.

      Gaddafi betrauern konnte man jedoch nur, wenn man Gaddafis Vergangenheit nicht kannte:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/07/07/gaddafi-soll-leben/

      als mein Leser müsstest du sie kennen – und es handelt sich daher nicht bloß um Unwissenheit, sondern um Ignoranz.

      • salamshalom Says:

        Mir ist, und nicht nur als Dein Leser, jeder Tag des großen Diktators bekannt.
        Jetzt die Fragen:
        – wer ermächtigte die fremde Luftwaffe, das Schicksal Libyens zu bestimmen?
        – wie konnte aus einer NoFly-Zone ein Angriffskrieg und Invasion werden?
        – warum entschied man sich zu diesem Vernichtungskrieg ausgerechnet zu einer Zeit, in der Gaddafi praktisch domestiziert war?
        – wie konnte die gewaltsame Tötung eines Staatsoberhauptes so geräuschlos und konsequenzlos erfolgen?
        – wer übernimmt 10 Jahre nach dem Desaster die politische und moralische Verantwortung?
        – wer übernimmt den Aufbau dieses von bekannten Nationen zerstörten Landes?

        Wie definierst Du Ignoranz?

      • aron2201sperber Says:

        Libyen war zivilisatorisch auf dem Level von Saudi-Arabien. Beide hatten ökonomisch ja auch in etwa die gleichen Voraussetzungen.

        den Libyern ging es trotz der Erbfolgekriege auch nach Gaddafi aufgrund des immer noch vorhandenen Ölreichtums so gut, dass es so gut wie keine libyschen Flüchtlingsströme (von Libyern) nach Europa gab (so wie es keine saudischen Flüchlinge gibt).

        gewisse kriminellen Milizen (zu 99% im Muslimbrüder-Teil) besserten ihre Kriegskasse mit Schlepperei auf.

        Haftar oder von mir aus auch gerne Gaddafis Sohn wären für Libyen und Europa die beste Lösung.

        das Land würde binnen kürzester Zeit wieder auf 2000er-Jahre-Gaddafi-Niveau „aufblühen“ (sofern der Ölpreis nicht auf 90er-Jahre Niveau bleibt)

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