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ORF gegen Verschwörungstheorien?

Mai 16, 2020

„Verschwörungstheoretiker“ ist ja nach „Hetzer“ und „Klimaleugner“ zum neuen Lieblingswort von ORF & Co. geworden.

Bei JFK, 9/11 und dem angeblich weltweiten braunen Terrornetzwerk des Christchurch-Attentäters war der ORF allerdings beim Spinnen von Theorien noch selbst live dabei:

 

Synchronisiert wurde das Werk mit den seriösesten Ö1-Stimmen, den „Perlen“ unseres Zwangsgebühren-Rundfunks.

Die Unterstellung, die US-Eliten hätten ihren eigenen Präsidenten ermorden lassen oder den schlimmsten Terroranschlag der Geschichte gegen die eigene Bevölkerung selbst inszeniert, war damals, wie man am ORF-Film sieht, absolut salonfähig.

Weder in linken noch in bürgerlichen Kreisen, riskierte man für die Darlegung solcher Theorien die gesellschaftliche Ächtung. Jenen Meinungen zu widersprechen, wurde von neutralen Anwesenden sogar eher als „Intoleranz“ ausgelegt.

Solche Verschwörungstheorien zu widerlegen, war vor 12 Jahren eine meiner Motivationen, mit den Bloggen zu beginnen. Ich wäre jedoch damals nie auf die Idee gekommen, dass man Menschen wegen der Verschwörungstheorien diskriminieren sollte. Auch gute Freunde von mir glaubten damals an 9/11-Verschwörungstheorien. Andere Meinungen zu tolerieren, auch wenn man sie falsch fand, war damals noch normal. So waren in meinem Freundeskreis viele Grüne, aber auch FPÖ-Wähler.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, wie intolerant sich unsere Gesellschaft entwickeln würde. Für mich als Linken waren damals natürlich nur die Rechten die einzigen, denen ich dies zugetraut hätte. Stattdessen kam die Repression von links. Heute wird sogar „Verschwörungstheorie“ (bis vor kurzem eine eher linke Domäne) als linker Kampfbegriff verwendet, um Kritik an Tatsachen wie dem UN-Migrationspakt oder Opposition zur Regierungslinie in der Corona-Krise zum Schweigen zu bringen.