Tulsa interessanter als Stuttgart?

Einen Tag hatte die britische Polizei gebraucht, um den Messerangriff eines libyschen Schutzsuchenden mit 3 Toten und 3 Schwerverletzten doch als Terror einzustufen. So lange hatte es offenbar gedauert, das arabische „Allahu Akbar“ übersetzen zu lassen.

Spiegel-Leser interessieren sich jedoch angeblich ohnehin weder für Terror in GB noch für Randale in Stuttgart.

Spiegel – Meistgelesene Artikel:

1) Wahlkampf in den USA: Trumps Oklahoma-Blamage
2) Corona-Pandemie: In Israel rollt die zweite Welle an
3) Nachrichtenüberblick vom 20. Juni: Robert Koch-Institut: Reproduktionszahl springt auf 1,79
4) Leere Ränge bei Wahlkampf-Auftritt in Tulsa: Trump und die TikTok-Teenager
5) Baden-Württemberg: Randalierer wüten in Stuttgarter Innenstadt – mehr als 20 vorläufige Festnahmen

Viel wichtiger als Terror in Europa oder Randale in Deutschland ist Trumps Blamage in Oklahoma und Israels zweite Corona-Welle. Schließlich wird Israel von einem kleinen Trump regiert.

Daher freut man sich als Helldeutscher, dass das dunkel regierte Israel von einer zweiten Corona-Welle überrollt wird. Dass die eigene Reproduktionszahl auf 1,79 gesprungen ist, landet folglich nur auf Platz 3. Platz 4 gehört noch einmal Trumps Blamage in Tulsa, Oklahoma. Stuttgart landet erst auf Platz 5.

Der Terror von Reading mit 3 Toten und 3 Schwerverletzten schaffte es hingegen gar nicht unter die Top-5.

7 Antworten to “Tulsa interessanter als Stuttgart?”

  1. Olaf Says:

    Vor der Haustür tobt der Terror, Frau und Kinder werden gekillt, aber der Spiegel-Leser giert nach Trump-Bashing. Grüne Schmelzhirne.

  2. American Viewer Says:

    Der Spiegel selektiert halt extrem vor, selbst wenn die Leser es lesen wollten, sie müssten die Artikel schon gezielt suchen.

    Titel-Artikel beim Spiegel ist gerade ein Uralt-Artikel über Ferguson, USA. Ist natürlich ein sehr dringendes Thema jetzt.

    Für Stuttgart müsste man schon sehr weit runterscrollen, aktuell an Stelle 9, ich habe den Artikel selbst nach 2-3x drüberscrollen nicht gesehen, und ich habe gezielt danach gesucht.

    Würde der Spiegel diesen Vorfall auch an Stelle 9 setzen, wenn Neonazis Polizisten angegriffen hätten? Ich gehe mal schwer davon aus.

    Solche Dinge werden nun wohl eher immer öfter in DL passieren, das macht allein schon der migrationsdemographische Wandel.

    Die Polizei in den meisten deutschen Bundesländern steht auch intern vor erheblichen Problem. Die meisten Beamten in den obersten Leitungsfunktionen wurden aus meiner Sicht schon längst du parteitreue politisch korrekte Arschkriecher ersetzt.

    Man wolle jetzt für 2-4 Wochen mehr Präsenz auf den Straßen zeigen, hat der Leitungsclown von der Polizei vorhin gesagt. Die ganzen Ausführunge hören sich für mich viel eher nach dem unfreiwilligen Eingeständnis kompletter Hilflosigkeit an.

    Naja, ich wohne weit ab von diesen wohlstandsverwahrlosten Großstädten. Da rege ich mich nicht mehr groß drüber auf, da mache ich mir lieber Popcorn und genieße die Show.

  3. hanswernerklausen Says:

    Den SPIEGEL lese ich schon seit 15 Jahren nicht mehr : ich bräuchte bei regelmäßiger SPIEGEL-Lektüre wahrscheinlich blutdrucksenkende Medikamente

  4. caruso Says:

    Ich befürchte, daß nicht nur der Spiegel-Community – nicht alle aus dem Kreis – so ist, sondern ein viel grösserer Kreis. Oft sind die Kommentare so blöd, so gehässig, auch richtiggehend haßerfüllt – direkt erschreckend. Wenn das D ist… dann danke.
    lg, caruso

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