Hat Erdogan Corona-Daten getürkt?

Dass die deutsche Regierung die Pforten zur Türkei dennoch nicht öffnete, hat mehrere Gründe:

Erstens und vor allem traut sie den von der türkischen Regierung zur Pandemie veröffentlichten Daten nicht. Dieses Misstrauen teilen etliche Menschen in der Türkei. Vor zwei Jahren unterstellte Erdoğan die Statistikbehörde nämlich seinem Schwiegersohn, der das Finanzministerium leitet. Im vergangenen Monat setzte er den Ehemann der Assistentin seiner Gattin in die Leitung der Behörde ein. Seither steigen die Wachstumsraten des Landes und die Arbeitslosenzahlen sinken. Es herrscht der Verdacht, dass die Taktik, die Wirtschaft zu „sanieren“, indem man an den Zahlen dreht, womöglich auch im Kampf gegen die Pandemie zum Einsatz kommt. Darum traut man den Zahlen der Infektionen und Sterbefälle nicht recht, das sieht die deutsche Regierung natürlich auch.

(Die Zeit)

Wie hoch die Corona-Zahlen in Wahrheit sein dürften, sieht man an der Infektionsrate von Migranten, die gerade aus der Türkei auf Lesbos ankamen.

3 von 36 wurden heute positiv getestet.

Während man bei den Corona-Zahlen auf deutscher Seite zu Recht misstrauisch ist, hat man Erdogan die behaupteten Flüchtlingszahlen stets unkritisch abgekauft. Die EU zahlte Erdogan für die Versorgung angeblicher Millionen Syrer viele Milliarden Euros, obwohl Erdogan dem EU-Rechnungshof die Herausgabe der Daten verweigert hatte und sich so jeder Kontrolle entzogen hatte.

Eine lückenlose Überprüfung des Projekts durch ihre Behörde sei aber nicht möglich gewesen. Der Grund: Die Registrierung von Flüchtlingen, die Anspruch auf die ESSN-Karte haben, obliegt dem türkischen Ministerium für Familien und soziale Angelegenheiten. Bisher verweigert die Behörde die Weitergabe dieser detaillierten Informationen an die EU-Kommission und den Rechnungshof – aus Datenschutzgründen, wie es heißt.

(ORF)

Im Moment wird auch in deutschen Medien die Frage aufgeworfen, wo ein paar Millionen, die Erdogan von seinen Anhängern für arme türkische Corona-Opfer gesammelt hatte, hinverschwunden seien.

Viel spannender wäre die Frage, wo die vielen Milliarden tatsächlich gelandet sind, die Erdogan von der EU für syrische Flüchtlinge einkassiert hat.

EU | Aron Sperber

2 Antworten to “Hat Erdogan Corona-Daten getürkt?”

  1. American Viewer Says:

    Mit seinen Fake Kreditkarten ist Erdogans Türkei im Grunde ein großer deutscher Fintech-Konzern. Jetzt muss er sein Unternehmen nur noch im DAX unterbringen. 😂

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