Warum haften Linke nicht für Stalin?

Warum müssen sich Rechte die Verbrechen Hitlers und Mussolinis zurechnen lassen, während dies Linken mit Stalins und Maos Massenmorden nicht passiert?

Linksradikale schaffen es immer wieder, sich selbst und auch die meisten anderen davon zu überzeugen, dass ihre linke Utopie eine ganz andere wäre als jene, die in der realen Welt bereits verwirklicht wurden.

Im Unterschied zu den Rechtsextremen, die zu den Verbrechen ihrer Ideologie stehen, meinen es die Linken mit ihrer Distanzierung von realen Sozialismus oft durchaus ehrlich. Man feierte zwar jede linke Revolution der Welt, egal wie blutig sie ausfiel. Doch sobald sich der reale Sozialismus entfaltete, wandte man sich angewidert ab. Die einzigen Regime, die sich die linke Sympathie bewahren konnten, waren jene, die es schafften, sich als ewige Revolutionäre zu präsentieren wie Castros Kuba.

Warum war die DDR nie das Lieblingskind der westdeutschen Kommunisten?

Die DDR hatte durchaus ihre Vorzüge wie Sicherheit und Ordnung. Diese Tugenden der DDR gelten allerdings als typisch rechte Tugenden. Auch die Abschottung nach Außen, fällt wohl unter jene Kategorie. Ausländerfeindlichkeit gab es nur deshalb nicht, weil es kaum Immigration in kommunistische Länder gab. Nordkorea ist wohl das einzige industrialisierte Land der Welt, in welches nicht einmal ein Somalier freiwillig ziehen würde.

Es ist nicht bloß Zufall oder Pech, dass alle linken Revolutionen zur Etablierung von  autoritären Staaten führten, die allesamt wenig mit Marx zu tun hatten. Die linke Utopie ist kein Modell für einen linken Staat. Nach jeder geglückten linken Revolution, setzte sich jedesmal der Rechteste durch.

Trotzki bleibt zwar der ewige Held. Am Ende gewinnt jedoch immer ein Stalin. Die linke Utopie würde letztlich nur durch Schaffung eines neuen Menschen funktionieren. Solange man diesen nicht herzustellen vermag, wird jedes linke Experiment immer gleich enden.

In dieser Schwäche liegt jedoch auch die große Stärke. Da sich die linke Utopie nie verwirklichen wird, wird sich die linke Utopie auch nie an der Realität messen müssen, egal wie oft das Experiment noch scheitern wird.

Deutsch 499: Damals in der DDR #2

 

15 Antworten to “Warum haften Linke nicht für Stalin?”

  1. aron2201sperber Says:

    die neue linke Utopie ist die „No Borders“-Ideologie.

    gelänge es, diese linke idelogie umzusetzen, würde ebenfalls mit der Herrschaft von Rechten enden. Die von den No Borders-Linken geholten Muslime würden in Europa einen rechten islamischen Staat errichten.

    • besucher Says:

      Ich denke mal Du machst da den zweiten Schritt vor dem Ersten:
      Es würde zunächst auf eine Brasilianisierung des Landes hinauslaufen. Die islamischen Favelas in Duisburg und Offenbach sind bekannt. Von Frankreich müssen wir nicht reden.

    • Olaf Says:

      Neulich ist in Thüringen die „Freie Deutsche Jugend“ mit blauen Hemden marschiert. Das war ein Schuß ins rote Knie, denn die Antifa-Assis und Islamisten würden sich heute nie frei und deutsch nennen. Dieser Anachronismus zeigte unfreiwillig die totale Verkommenheit der neuen Linken.

  2. Benjamin Goldstein Says:

    If Stalin did anything wrong, it’s that he was white. Also, the Holodomor wasn’t a real famine. Real famines only exist in Scandinavian countries. I mean, feminism, eh, socialism!

  3. Benjamin Goldstein Says:

    Klein Kritik: Trotzky war kein Engel und es setzt sich nicht der Rechteste durch sondern der Linkeste.

  4. Wolfgang Scharff Says:

    „Warum haften Linke nicht für Stalin?“
    Diese Frage erscheint mir absurd. Warum sollten Linke nicht ebenso für Hitler haften?
    Er war ein Sozialist wie sie und mit seinen verübten Massenmorden folgte er lupenrein den Lehren von Marx und Engels, die als erste den Völkermord als politische Waffe empfahlen.

  5. Wolfgang Scharff Says:

    Kleiner Nachtrag, Aron. Passt dies nicht auch zum Thema?:

    Slawen waren für ihn „Völkerabfälle“, polnische Juden bezeichnete er als „die schmutzigste aller Racen“ und auch Volksgruppen wie Basken, Bretonen und Schotten hielt er nicht für lebenswert. Nein, hier ist nicht vom braun-sozialistischen Adolf H. die Rede, sondern von dessen rot-sozialistischem Großonkel
    FRIEDRICH ENGELS
    , dessen Todestag sich am 5. August zum 125sten Mal jährt.

    Nun ja, Hauptsache tot und kommt nicht wieder könnte man sagen, gäbe es da nicht jene geistig enthaltsamen linken Mitbürger, die diesem Rassisten und Völkermord-Architekten noch immer ihre Elogen machen und nicht wahrnehmen wollen, dass sie einen abartigen Menschenfeind verehren, trotzdem dieser seinen Hass völlig unverblümt offenbarte.
    Es war Friedrich Engels, der die Hoffnung pflegte:
    „Der nächste Weltkrieg wird nicht nur reaktionäre Klassen und Dynastien, er wird auch ganze reaktionäre Völker vom Erdboden verschwinden machen. Und das ist auch ein Fortschritt.“
    Egal, immerhin schlug des Fritzen Herz für eine „europäische Völkerverbrüderung“, die allerdings nicht „durch bloße Phrasen und fromme Wünsche“ zustande kommen sollte, „sondern nur auf dem Schlachtfeld“ sowie „durch gründliche Revolutionen und blutige Kämpfe“.
    Sozusagen eine EU auf Leichenbasis.
    Bemerkenswert häufig, wenngleich selten in positiver Form, äußerte sich Engels über bestimmte „Racen“. Eine Angewohnheit, die unsere heutigen Qualitätsmedien doch eigentlich eher den „Rechten“ zuschreiben.
    Natürlich wusste Engels auch, wie mit dem „revolutionsverräterischen Slawentum“ umzugehen sei.
    Er empfahl „Vernichtungskampf und rücksichtslosen Terrorismus“, was durchaus an die spätere Verfahrensweise brauner Sozialisten erinnert.
    Problemlösungen jenseits des Massenmordes waren für den großen Vordenker halt nicht so richtig prickelnd.
    Übrigens sind Friedrich dem Blutgeilen in Deutschland zahlreiche Straßen und Plätze sowie einige Denkmäler gewidmet.
    Was würde der Verfassungsschutz dazu sagen, wenn es ihn gäbe?

    Wolfgang Scharff

    Quellennachweise:
    http://www.mlwerke.de/me/me06/me06_165.htm
    http://www.mlwerke.de/me/me06/me06_270.htm

  6. Eloman Says:

    Die Argumentation von Linken zu ihren Vordenkern und Anführern ist ähnlich putzig wie die ehemaliger Nazis über ihren Gröfaz. Beispiel: In den 80er Jahren habe ich einige Zeit in einer städtischen Jugendfreizeiteinrichtung gearbeitet. Der Leiter, eigentlich ein netter Typ, war überzeugter Kommunist (damals DKP), mit dem ich eine Menge interessanter Gespräche geführt habe. Ich war zwar damals auch noch ziemlich links, aber für die sowjetische Spielart hatte ich nach einem zweiwöchigen Besuch bei Bekannten im Arbeiter- und Bauernparadies nicht mehr viel übrig. Eines Tages kam eins dieser Gespräche auf das Thema Stalin. Der oben beschriebene musste zwar zugeben, dass unter Stalin wohl so einiges „falsch gelaufen“ wäre, doch er sagte: „aber er hat doch das Land aufgebaut“, was mich fatal an ältere Verwandte erinnerte die, wenn das Gespräch auf Hitler kam so Sprüche klopften wie „er hat die Autobahnen gebaut“ oder „unter ihm hatten wir keine Arbeitslosigkeit“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: