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Kleine Mädels werden oft zu großen Jungs

September 1, 2020

Wien will 100 schutzbedürftige Kinder aus Flüchtlingscamps auf griechischen Inseln – vorwiegend aus dem Lager Moria auf Lesbos – aufnehmen. Das geht aus einem Antrag von SPÖ, Grünen und NEOS hervor, der am Montag im Landtag von den drei Parteien beschlossen wurde.

Quelle: https://www.krone.at/2221121

Die Krone (die statt an eine falsche russische Oilgarchin an einen echten österreichischen Oligarchen verkauft wurde) bewirbt das rotgrünpinke Kinder-Projekt mit einem süßen Mädchenfoto.

Kinder im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos (Bild: AFP)

Aus den in wohlwollenden Medien angekündigten kleinen Mädels werden in der Regel ziemlich große Jungs.

Start der Kinderflüchtlingsrettung aus Griechenland - Flucht -  derStandard.de › International

Das Argument, dass Griechenland mit Flüchtlingen überlaufen wäre, ist fadenscheinig. In Griechenland halten sich derzeit laut offiziellen Angaben rund 100.000 Schutzsuchende auf. In Österreich sind es bei fast gleich vielen Einwohnern rund doppelt so viele. Allein in Wien leben fast 100.000 Menschen als Asylwerber oder anerkannte Flüchtlinge. Dabei sind die Alt-Flüchtlinge aus Bosnien und dem Kosovo nicht mitgerechnet.

Auch Griechenland tut man in Wahrheit keinen Gefallen, indem man solche „Kinder“ aus Lesbos abholt. Von der Türkei ist es nur ein Katzensprung nach Lesbos. Solange Lesbos die Endstation bleibt, zahlt sich eine Überfahrt trotzdem für viele nicht aus. Wenn man jedoch aus Lesbos in ein Wunschland weiterfliegen kann, lockt man viele weitere „Kinder“ an.

Indem man die Attraktivität der Überfahrten von der Türkei nach Griechenland steigert, spielt man Erdogan in die Hände, der dringend eine neue Flüchtlingskrise braucht, um Europa finanziell und politisch (derzeit vor allem gegen Griechenland) besser erpressen zu können.