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Hat FSB Tschetschenen hergelockt?

Januar 21, 2021

Ein Clan-Experte aus dem Kommissariat 412 des Berliner Landeskriminalamts sieht die Zukunft der Berliner Unterwelt so: „Die Tschetschenen wollen an die Fleischtöpfe. Für diese archaischen Typen sind die Araber, die teure Autos fahren, fett, dekadent und müde. Auf mittlere Sicht werden sie sich durchsetzen. Schon heute kontrollieren sie den Drogenhandel.“

Schumann kann somit gut nachvollziehen, dass damals viele überlebende Tschetschenen im Westen Zuflucht suchten. Gleichwohl rätselte er, wieso mehr als zehn Jahre nach Kriegsende plötzlich so viele Tschetschenen verstärkt in Deutschland um Asyl baten – knapp 14.000 Anträge waren es allein im Jahr 2013.

Der russische Geheimdienst FSB war nach Erkenntnissen der Bundesregierung maßgeblicher Drahtzieher für den Asylansturm auf Deutschland. Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz erfuhren durch Überläufer und Informanten vor Ort, dass FSB-Agenten rebellische Großfamilien mit Wohlstandsversprechen zur Ausreise motivierten: In Deutschland gebe es für jeden Ankömmling vier Hektar Land, ein Auto und ein Startkonto bei der Bank.

In Verbindung mit dieser gezielten Desinformation wurden aufmüpfige, aber auch kriminelle Tschetschenen abgeschoben. Bei Bedarf soll ihnen der Geheimdienst sogar neue Papiere ausgestellt haben. Mit ihren archaischen Clan- Strukturen, so wohl das Kalkül des FSB, sollten die kampferprobten Kaukasier in Deutschland die öffentliche Ordnung untergraben und Unruhe stiften.

Ein ranghoher Sicherheitsbeamter der Bundesregierung zu FOCUS: „Putin hat uns bewusst Leute aus schwer kriminellen tschetschenischen Clans auf den Hals geschickt. Das ist eine bewährte Zersetzungsmaßnahme – wie aus dem Lehrbuch des früheren KGB.“

https://www.focus.de/politik/ausland/deutschland-diamond-boy-und-die-woelfe-aus-dem-kaukasus_id_12871473.html

Im Artikel wird behauptet, dass die Tschetschenen durch FSB Versprechungen nach Deutschland gelockt worden wären. Das ist freilich Unsinn. Die Community ist ja zum großen Teil anti-russisch bzw. islamistisch geprägt und daher für Putin und Kadyrow eben keine 5. Kolonne (wie unsere sunnitischen Syrer für den Muslimbruder Erdogan oder die schiitischen Afghanen für das iranische Mullah-Regime).

Für Putin und Kadyrow ist die ihnen gegenüber feindselig eingestellte Exil-Community eine Bedrohung. Erdogan war bei der Gewährung von freiem Geleit ins westliche Asyl-Mekka nur so großzügig, weil es für seine Zwecke die richtigen Migranten waren, die als „Schutzsuchende“ im Westen seinen Einfluss steigerten. Wären die Migranten lauter säkulare Kurden oder christliche Armenier gewesen, wäre auch Erdogan kein Fan der Asyl-Migration nach Europa, sondern würde sich dadurch ebenfalls bedroht fühlen.

Die Tschetschenen wurden nicht von Kadyrow nach Deutschland angelockt, sondern durch die hohen Sozialleistungen für „Flüchtlinge“ und der Möglichkeit sich hier selbst wie kleine Kadyrows benehmen zu dürfen.