Strache war der erste Streich, doch der Blümel folgt sogleich

Auf dem sichergestellten Handy des mittlerweile suspendierten Justizsektionschefs Christian Pilnacek sind neben der bereits bekannten Nachricht an den Kabinettschef von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) noch mehr heikle Daten aufgetaucht. So fanden sich darauf auch Fotos eines Informationsberichts über die bevorstehende Hausdurchsuchung bei Blümel und weitere Dokumente, die neue Verdachtsmomente nähren.

Diese Ermittlungsergebnisse liegen dem Rechercheverbund aus „profil“, „Der Standard“ und ORF wie auch dem parlamentarischen „Ibiza“-Untersuchungsausschuss vor. 

(ORF)

Der ORF geht heute im Verbund mit anderen guten Medien endgültig voll in den Angriffsmodus gegen die Türkisen über. Als es ein kurzes Zeitfenster gegeben hätte, den ORF zurückzustutzen, stellte sich Blümel als türkiser Medienminister voll auf die Seite des jährlich mit fast einer Milliarde finanzierten Rotgrünfunks. Statt die Meinungsfreiheit in den sozialen Medien zu fördern, die wie bei Trump oder beim Brexit wesentlich zum türkisen Wahlerfolg von 2017 beigetragen hatte, wurden der grünen Justiz sogar weitere Orwellsche „Hass im Netz“-Paragraphen in die Hand gegeben.

Blümel versinkt gerade in jenem tiefen Staat, an dem er fleißig selbst mitgegraben hatte. Es wird aber natürlich nicht bei Blümel bleiben, so wie es auch nicht bei Strache und bei Kickl blieb. Das Endziel ist nicht Blümel, sondern Basti, den man im Grunde genommen immer am widerlichsten fand, weil er eine zivilisierte Alternative zur FPÖ darstellte, die man nicht so leicht ins Nazi-Eck stellen konnte.

Kurz hat dank des Ibiza-Kompromats der Verlockung nachgegeben, sich mit dem politmedialen Establishment zu arrangieren und die FPÖ trotz Straches Rücktritt abzuservieren. Mit der FPÖ hätte man die Gelegenheit gehabt, die Macht des tiefen Staates substanziell zurückzudrängen. Mit den Grünen, denen er die Justiz überlassen hat, konnte sich der tiefe Staat noch tiefer eingraben und fühlt sich nun offenbar stark genug, für den letzten Akt der Ibiza-Neugestaltung zur Korrektur der falschen populistischen Wahlergebnisse von 2017 und 2019.

Warum sollte der tiefe Staat mit den Türkisen fairer umgehen als mit den Blauen, wenn die Türkisen auch nichts gegen die Ibiza-Justiz gegen die Blauen (samt abgenommenen Handys und häppchenweiser Weiterleitung an die Medien) einzuwenden hatten?

Jetzt wird sich auch zeigen, was die Freundschaft mit Benko, der sich statt der vermeintlichen russischen Oligarchin tatsächlich Krone, Kurier und Profil gekauft hatte, wirklich wert ist. Ich halte Benko im Herzen eher für pink als türkis. So einfach wie 2017 oder 2019 wird es für Kurz beim nächsten Mal wohl kaum mehr werden.

6 Antworten to “Strache war der erste Streich, doch der Blümel folgt sogleich”

  1. Olaf Says:

    Merkel ist ja eine grüne Agentin in der CDU, sie will ja die Grünen Khmer an die Macht bringen, also für sie läuft es nach Plan. Deshalb ist sie für die Lügenmedien und die antifa auch eine Heilige.
    Kurz hatte wohl andere Pläne, ein Austria-Trotzki der die Spitzhacke nicht erwartet hat;)

    • aron2201sperber Says:

      Trotzkisten sind für mich allerdings schlimmer als Stalinisten.

      Warum haften Linke nicht für Stalin?

      denn Stalinisten stehen wenigstens ehrlich zum realen Kommunismus, während Trotzkisten stets eine neue rosarote Lüge versprechen.

      • Olaf Says:

        Da kenn ich mich nicht so aus, kenn nur die Biographie Trotzkis, welche Ideen er im Speziellen hatte, weiß ich nicht.
        „Trotzkisten“ können natürlich behaupten, dass er nicht an der Macht war, als die Bösen Dinge passierten, genauso wie Luxemburgisten.

      • bf3sojiro Says:

        Trotzkisten, sehr gutes Thema. Siehe auch „International Socialist Tendency“ @ Wikipedia, da sollte klar sein woher Antifa, BLM, Linkswende & Co ihre Symbolik haben 😉

        Wenn wir schon dabei sind auch mal was zur „Eisernen Front“ lesen, die Sozialisten rennen ja gerne am 1.Mai mit deren Symbolik durch Wien… selbst die damaligen Kommunisten bezeichneten die Eiserne Front als (Zitat Wikipedia) „Terrororganisation des Sozialfaschismus“.

  2. bf3sojiro Says:

    Anderes Thema: Mal @ ZAMG die ganzen „Erdbeben“ bei Neunkirchen ansehen, waren so etwa 50… rund 5km östlich von NK, dort liegen auch 3 größere Industriebetriebe – u.a. eine große Baufirma die Tunnelbohrmaschinen besitzt und die Schalungen für den Semmering-Basistunnel herstellte. Besagte Firma profitierte laut Wikipedia von Arisierung und NS-Zwangsarbeit…

    Der Geschäftsführer gab am 10.3. seinen Rücktritt bekannt, per 31.3.2021 wurde bereit ein neuer CEO eingesetzt – die „Erdbeben“ haben am Abend des 30.3.2021 begonnen.

    Und vergleich mal die europaweite Erdbebenkarte von ZAMG und vergleiche mit den Operationsgebieten von Defender Europe 2021 😀

    Warum sind wir nochmal im Lockdown? Virus oder Militäroperationen? Sehr interessant auch der Artikel des Österreichischen Bundesheeres mit dem Titel „Kampf unter Tage: Streitkräfte entwickeln Fähigkeiten weiter“ – Zitat:

    „Wir entwickeln die dringend erforderliche Fähigkeit zum unterirdischen Kampf weiter. (…) Der Einsatz unter der Erdoberfläche birgt andere und höhere Risiken und wir trainieren Soldaten zum Kampf gegen militärisch handelnde Angreifer in einem Tunnelsystem mit schwerem Atemschutz unter simulierter Einsturzgefahr nach einem Bombenanschlag und zugleich in völliger Dunkelheit nach einem Stromausfall – denn wir gehen von einem komplexen Einsatzszenario aus.“

    Soso, „dringend erforderlich“ und „militärisch handelnde Angreifer“… in Österreich? Oha 😉

  3. bf3sojiro Says:

    Und noch OnTopic – Vertreter und/oder Finanziers aller Parteien mit Ausnahme der Freiheitlichen finden sich auf der „Liste von Teilnehmern an Bilderbergkonferenzen“ @ Wikipedia.

    Auch Rene Benko und Hans-Peter Haselsteiner (der im BP-Wahlkampf in Talk im Hangar 7 @ ServusTV ganz stolz herausposaunte Freimaurer zu sein und auch einer BB-Konferenz beigewohnt zu haben)…

    Generell lassen sich etliche Korruptionsdelikte in unserem leider nicht so schönen Land schon anhand dieser Liste erklären… wer hat den 1. Eurofighter-U-Ausschuss abgedreht und war kurz zuvor bei einem dieser Treffen?

    Wer hatte die Grenzöffnung zu verantworten und nahm kurz zuvor ebenfalls an einer Konferenz teil? Wie übrigens alle relevanten Welcome-Politiker wie z.B. Merkel oder Macron… sehr interessant dazu auch der Artikel „Wut auf Bilderberger eint sonst verfeindete Lager“ @ DerStandard (dessen Herausgeber Oscar Bronner witziger Weise selbst mehrmals diesen Konferenzen beiwohnte)…

    Nur Zufall dass auch die Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, der Bertelsmann AG sowie der Hubert Burda Media Holding (=rund 80% der deutschsprachigen Medien) gern gesehene Teilnehmer sind?

    Oh und die ehemalige Gesundheitsstadträtin Sonja W. ist nach ihrem Rücktritt (KH Nord Skandal) wohl nicht zufällig zu Siemens gewechselt – denn sowohl ihr Ehemann Andreas S. als auch der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG sind auf der Liste zu finden 😉

    Zum Abschluss noch ein Satz zum Gründer dieser Treffen aus Wikipedia (Zitat): „Prinz Bernhard war in den 1930er-Jahren Mitglied der SA, der Reiter-SS und der NSDAP. Dies ist von Historikern nachgewiesen worden.[8] Er selbst stritt dies nach dem Krieg jedoch ab oder spielte es herunter.[9] Die Historikerin Annejet van der Zijl kam 2010 in einer umfangreichen Studie zu dem Ergebnis: „Aufgrund der nun verfügbaren Daten scheint dann auch die Schlussfolgerung gerechtfertigt, dass Bernhards Sympathie und Engagement für nationalsozialistische Organisationen deutlich größer gewesen ist als später von ihm dargestellt.“[10] 1937 wandte sich Bernhard außerdem in zwei Briefen an Adolf Hitler. Er bat Hitler darin, gegen negative Presseberichte über ihn vorzugehen.[11]“

    Pinz Bernhard gründete auch den WWF, der im Rahmen des Projekts „Mutter Erde“ mit dem ORF zusammenarbeitet… laut APA erhielt z.B. der ORF-Bürgeranwalt Peter Resetarits 2015 vom damaligen Bundeskanzler und Bilderberger Werner Fayman einen Ehrenprofessortitel verliehen – nur Zufall dass seither nicht mehr über menschenrechtswidrige Entrechtungen, Enteignungen und Vertreibungen unschuldiger Staatsbürger berichtet wird?

    Toll was hier so alles geht, nicht?
    Aber immer schön gegen die FPÖ hetzen, das können sie („so sind wir nicht“)… viel offensichtlicher geht Korruption eigentlich nicht mehr, aber zum Glück (für die Täter) gibt es in Österreich keine funktionierende Gewaltentrennung da die Staatsanwälte ja weisungsgebunden sind – und auch Schlüsselpositionen in der ach-so-unabhängigen Deep-State-Justiz werden laut der ehemaligen OGH-Präsidentin Irmgard Griss strikt nach Parteibuch besetzt.

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